<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270</id><updated>2012-02-16T15:26:51.077+04:00</updated><title type='text'>What's new in Baku</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>28</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-2977119934610425038</id><published>2010-02-10T19:04:00.002+03:00</published><updated>2010-02-11T20:02:46.109+03:00</updated><title type='text'>Schneefall in Baku</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify; font-family: trebuchet ms;"&gt;Die treffendsten Worte zu den Ereignissen der letzten 48 Stunden oder so aus dem Mund eines gescheiten Aserbaidschaners: „Weißt du, sogar zu Zeiten des Krieges im Irak, da hatten die Menschen in Bagdad immer Strom. In Baku fällt einmal ein bisschen Schnee vom Himmel und schon funktioniert die Stromversorgung nicht mehr. Ist das nicht lustig?“  Wir müssen alle anfangen zu lachen. Ein weiteres überaus passendes Zitat: „Die Regierung dieses Landes kann uns nicht mal vor Schnee beschützen...“  Es ist aber auch wirklich skurril. Da befinde ich mich in der Hauptstadt des Landes mit einer rasend schnell wachsenden Wirtschaft,  in der die Hälfte der Landesbevölkerung lebt,  einer Stadt, in der um die vier Millionen Menschen wohnen, jeder zweite, der ein Auto hat, einen 20-Liter-Straßenpanzer von Toyota, BMW, Honda, Mercedes oder auch Mitsubischi fährt, und in der sich innerhalb von wenigen Wochen das Straßenbild derartig verändert, dass man es kaum wiedererkennt, aber wenn es mal ein paar Stunden schneit und die Straßen und Häuser mit fünf bis zehn Zentimetern Schnee bedeckt sind, dann gewinnt man den Eindruck es schneit zum allerersten Mal überhaupt. Der Strom fällt stundenlang aus, das Wasser fließt nicht mehr, um den Brotverkäufer an der Ecke, der sonst immer hinter einem Berg von frisch gebackenem, duftenden Brot hervor grinst, scharrt sich für Stunden eine nicht abnehmende Menschentraube, jeder darauf bedacht das nächste oder überhaupt heute noch ein Brot zu ergattern. Die Aufführungen in der Oper, in der Philarmonie und im Theater fallen aus, man steht vor verschlossenen Türen und wird darauf vertröstet doch in 3 Wochen, wenn die Darbietung nachgeholt wird, vorbei zu kommen. Es fahren keine Busse mehr, der Preis für eine Taxifahrt verdreifacht sich, überhaupt ist es ungewöhnlich  leer draußen auf den Straßen, ganze Wohngebiete sind mehr oder weniger vom Rest der Stadt ausgeschlossen. Die Menschen in Yeni Yasamal zum Beispiel, einem Wohngebiet im Norden der Stadt, eine authentische Kulisse von dutzenden, 17-stockwerkigen, sowjetischen Wohnbauten, etwas höher gelegen als der Rest der Stadt, die Luftqualität ist am besten hier und damit ist die Wohnqualität trotz des nicht unbedingt hübschen Anblicks nicht zu verachten, die sind seit Freitag das ganze Wochenende wahrscheinlich auch am besten zuhause geblieben, denn man kommt die Straßen weder rauf noch runter. Der Anblick von nicht geräumten Straßen und Wegen in der ganzen Stadt, ist für mich nachwievor eindrucksvoll, in einem Land aufgewachsen, wo die erste Schneeflocke entweder ordnungsgemäß von einem Räumfahrzeug, einer (Salz-)Streumaschine oder unter dem körperlichen Einsatz  eines pflichtbewussten Bundesbürgers von Bürgersteigen und Straßen entfernt wird. Und ich übertreibe nicht, es ist nämlich gar nicht so einfach, sich auf dem holprigen, eisigen Schnee-Eisgeröll fortzubewegen, ohne hinzufallen. Am besten geht es zu zweit, denn da kann man sich ja gegenseitig stützen und festhalten. Außerdem schafft es der Wind mit einer Windstärke von acht bis neun (wir erinnern uns daran, dass Baku, die Stadt der Winde ist, und gerade wenn es schneit, macht der Wind natürlich keine Pause) nicht einen wegzuwehen, wenn man seiner Kraft nicht alleine ausgesetzt ist. Zum Glück gerade dann nicht, wenn man sich im rutschigen Eismatsch mitten auf einer mehrspurigen Hauptverkehrsstraße stehend, gegenseitig festhält und die Straßenüberquerung aufgrund der orkanartigen mit Eisregen gepaarten Böen stoppen muss, und sich dabei nur wünscht, dass der Sturm eine kurze Pause macht, bevor man von einem vorbeirutschenden Auto mitgenommen wird.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: trebuchet ms;"&gt;Nach vier Stunden Transkription meldet sich mein Akku dann letztendlich ab, außerdem wird es dunkel und ich beschließe meiner kalten, dunklen Wohnung den Rücken zu kehren und meine Arbeit bei einer meiner aserbaidschanischen Lieblingsfamilien fortzusetzen, wo es noch Strom gibt und Aussicht auf heißen Tee. Ich schlittere ohne Sturz und größere Behinderungen zur Metrostation fahre drei Stationen, steige wieder aus und freue mich, dass gerade in diesem Augenblick ein einziger (?) Bus zu fahren scheint, in den sich alle wartenden Fahrgäste quetschen. Fest eingedrückt zwischen dutzenden anderen Menschen stehend, bewege ich mich zwar sicher auf mein Ziel zu, aber habe keine Ahnung, wann meine „Haltestelle“ kommt. Irgendwann glaube ich zwischen dem Schneegestöber eine vertraute Häuserzeile ausfindig gemacht zu haben und zwänge mich aus dem Bus in die Eiseskälte. Nachdem der Bus weitergefahren ist und ich einsam und alleine am Straßenrand tief im Schnee-Eis-Wasser versinke, merke ich, dass ich zu früh ausgestiegen bin und jetzt noch eine Weile laufen musste. Seufzend mache ich mich auf, die riesige, mehrspurige Straße zu überqueren. Inzwischen liegt die Temperatur leicht über dem Gefrierpunkt, denn das Eis schmilzt bzw. die Straße, der Weg, steht zehn Zentimeter oder mehr unter Eiswasser. Gut, meine Schuhe habe ich in den letzten Wochen unter den Straßen- und Wetterbedingungen sowieso schon ruiniert, aber nasse Füße will ich trotzdem nicht unbedingt bekommen. Aber es führt kein Weg daran vorbei durch das knöcheltiefe Eiswasser zu waten, denn die Straßen sind hier nicht so gebaut, wie bei uns, dass das Wasser ganz einfach am Rand abfließen kann. Es fließt auch nirgendwo anders hin, es bleibt einfach dort wo es ist. Mit eiskalten, patschnassen Füßen in schwimmenden Schuhen, schlotternd und total fertig mit den Nerven und wahnsinnig schlecht gelaunt, erreiche ich nach einem 15-minütigen Kampf mit Wind, Eis und Schnee, endlich mein Ziel. Mir ist inzwischen alles egal und ich frage mich, wie ich jemals wieder nach Hause kommen soll. Dann betrete ich die kleine zwei-Zimmer-Familienwohnung, die Mutter strahlt mich an, nimmt mich in den Arm und drückt mir einen Kuss auf die Backe, der Vater grüßt mich freundlich vom Sofa aus, es ist warm, ich höre den Teekessel auf dem Herd und meine ganze schlechte Laune und Unwohlsein bleibt einfach vor der Tür. Sofort muss ich meine Hose und Socken ausziehen und bekomme frische, dicke Strümpfe und eine weite, weiche, natürlich viel zu kurze Hose und werde mit einer Tasse dampfenden Tee an den Küchentisch gesetzt. Neben Schokoladen in unterschiedlichster Ausführung wird mir noch selbstgebackenes Brot, hausgemachter Käse und eine köstliche Aprikosenmarmelade vorgesetzt. Ich bin wie so oft beeindruckt, gerührt und hocherfreut über die Wärme und Zuneigung, die ich in meinen aserbaidschanischen Familien erfahre, die Selbstverständlichkeit, mich wie das eigene Kind zu behandeln. Aufgewärmt, gestärkt und wieder super Stimmung will ich mich weiter an meine Transkription setzen. Ich fahre den Laptop hoch, mein Akku hat zwei Minuten um Saft zu tanken und dann fällt der Strom aus. Aber auch wenn ich letzten Endes durch die halbe Stadt gefahren bin, um dann nur Tee zu trinken und Brot mit Marmelade zu essen, wie hätte ich meine Zeit unter diesen Bedingungen besser nutzen können?&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-2977119934610425038?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/2977119934610425038/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=2977119934610425038' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/2977119934610425038'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/2977119934610425038'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2010/02/schneefall-in-baku.html' title='Schneefall in Baku'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-4320282981085216190</id><published>2010-02-10T18:33:00.007+03:00</published><updated>2010-02-11T20:04:25.705+03:00</updated><title type='text'>давай сыграем в мафию</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; 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Die Luft ist dick, stickig, verraucht, inzwischen auch vertraut, 15 sitzen, einer steht, der Moderator Sadiq. Er weist alle darauf hin, dass das Spiel möglichst auf Russisch gespielt werden soll, da nicht alle Aserbaidschanisch verstehen ggf. wird simultan übersetzt. Auch sollen möglichst nur drei gleichzeitig rauchen, aus Rücksichtnahme auf die anwesende Frau und andere Nichtraucher. Das Licht wird gedimmt, Sadiq verteilt weiße Umschläge, in jedem befindet sich ein Foto &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;auf dem entweder Pierre Richard (als friedlicher Bürger), Anthony Hopkins (als Maniak), Sherlock Holmes (als Kommissar), Al Pacino (als Don Mafia) oder Al Pacino und Robert de Niro (als gemeine Mafia) abgelichtet sind. Jeder ist angewiesen, ohne dass es jemand anderes im Raum mitbekommt, sich mit seiner Identität im folgenden Mafia-Spiel vertraut zu machen. Ich halte meinen Umschlag über meinen Kopf und versuche in der Dunkelheit zu erkennen, ob mich auf meiner Karte zufällig Anthony Hopkins verschmitzt anlächelt, die Karte ziemlich hell ist (wegen der weißen Haarpracht von Pierre Richard) oder ziemlich dunkel ist (wegen der fehlenden weißen Haarpracht von Al Pacino bzw. Robert de Niro). Jeder kennt seine Identität und Sadiq sammelt die Karten wieder ein. Das Licht wird aufgedreht, das Spiel beginnt. „Alle lehnen sich zurück und schließen die Augen. Nur die Mafiaspieler öffnen die Augen und erkennen sich gegenseitig. Wer ist Don Mafia?“ Don Mafia gibt sich zu erkennen, so dass die anderen zwei Mafiaspieler wissen, wer das letzte Wort hat und auch Sadiq weiß, wer gemeine Mafia ist und wer Don Mafia. „Mafia schließt wieder die Augen. Maniac öffnet die Augen. Maniac schließt die Augen. Der Kommissar&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;öffnet die Augen. Der Kommissar schließt die Augen. Alle haben die Augen zu. Guten Morgen für alle!“ Alle öffnen die Augen, blinzeln sich an. „Ihr habt zwei Minuten zur Diskussion.“ Diskussion. Wie soll man denn diskutieren, wenn man keine Ahnung hat, wer Mafia sein könnte und wer nicht, wie die einzelnen Spieler spielen, argumentieren, was ihre Strategie ist? Aber das ist ja genau Sinn und Zweck des Spiels, wenn man von Sinn und Zweck sprechen möchte ;). Ziel der Mafia ist es, möglichst alle Bürger umzubringen, Ziel der Bürger inklusive Kommissar ist es alle Mafiosos zu entlarven und damit aus dem Spiel zu entfernen. Ziel des Maniac ist es einfach nur bekloppt zu sein und mehr oder weniger wahllos andere Spieler umzubringen. Umgebracht wird entweder in der Mafianacht (Mafiaspieler wachen auf und suchen sich ihr Opfer), in der Maniacnacht (Maniac erwacht und sucht sich sein Opfer) bzw. in der Kommissarsnacht, wenn der Kommissar einen Mafiaspieler entlarvt. Das alles ohne dass die anderen Spieler wissen, welche Identität die anderen haben, wem man trauen kann und wer gerade lügt wie gedruckt. Ich verstehe nur die Hälfte der Diskussion, Hasan ergreift zuerst das Wort, Nijat fügt seine Meinung hinzu, ein paar sind irgendwie gegen Vüsal. Ich denke es ist Fuad, weil der immer Mafia ist. Kamran ist genau wie Ruslan und Anar eher zurückhaltend, sagt gar nichts. Das kann durchaus auch ein Zeichen dafür sein, dass er Mafia ist, sich immer schön zurückhalten, um den Verdacht nicht auf sich zu lenken. Mit einem „Ruhe!“ beendet Sadiq abrupt die Diskussion und wir werden der Reihe nach dazu aufgefordert einen uns verdächtigen Spieler anzuklagen. Jedes Mal wenn der eigene Name fällt, muss man einen Finger ausstrecken, wer am Ende die meisten Finger zeigt, muss sich verteidigen, die zur Verteidigung notwendige Fingeranzahl ist abhängig &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;von der Anzahl noch spielender Mafiosi im Spiel. Ich muss grinsen, denn wir werden nicht nur mit unserem Vornamen angeredet, sondern in der aserbaidschanischen Höflichkeitsform mit Frau Elisabeth, Herr Vüsal, Herr Rahim, usw. an. Auf Aserbaidschanisch heißt es dann Elisabeth xanim (sprich: chanum; heißt Frau), Vüsal müellim, Rahim müellim usw. (sprich: mällim, heißt Lehrer, ist die höfliche Anrede für Lehrer, Professoren, Chefs, usw.) . Die Anklagerunde hat ergeben, dass sich Shahin müellim, Tofiq müellim und Ali müellim verteidigen müssen. Sie haben jeweils 30 Sekunden Zeit. In der ersten Runde gibt es noch nicht viel zu sagen, außer, dass man natürlich nicht Mafia ist und es auch keine Beweise gegen die Angeklagten gibt.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Tofiq fügt grinsend zwischen zwei Zügen aus seiner riesigen Schischa, die eigentlich immer, wenn ich ihn treffe vor ihm thront, oder er thront hinter ihr, wie auch immer, hinzu, dass es überhaupt keine Anhaltspunkte gegen ihn gibt und wir ihn bitte nicht raus wählen sollen. Die Verteidigungsrede ist beendet und wir stimmen ab, jeder hat eine Stimme, Enthaltungen sind zulässig. „Wer glaubt Shahin müellim ist Mafia?“ Anar und Farid melden sich. „Wer glaubt Tofiq müellim ist Mafia?“ Niemand meldet sich. „Wer glaubt Ali müellim ist Mafia?“ Rahim, Tofig, Kamran, Vüsal, Fuad und Hasan melden sich. Damit ist Ali aus dem Spiel gewählt oder auch, im Mafiajargon, getötet worden. Sadiq verkündet, dass Ali als friedlicher Bürger von uns gegangen ist. Ein Seufzer geht durch die Runde, keine Mafia gefunden und einen Bürger weniger. Ein paar lachen und andere beteuern, dass sie gleich wussten, dass Ali nicht Mafia ist. Sadiq greift beherzt durch, alle sollen still sein, sich zurücklehnen und die Augen schließen. Nacheinander wachen die Mafioso, der Maniac und der Kommissar auf, verrichten ihre Taten und schlafen wieder ein. Ich halte als friedlicher Bürger die ganze Zeit über meine Augen geschlossen, höre nur Sadiq das Spiel moderieren und warte darauf, dass alle wieder aufwachen dürfen. „Доброе утро всем (Guten Morgen für alle!) – und wir öffnen alle die Augen. Nijat wurde von der Mafia umgebracht, Shahin wurde vom Maniac umgebracht und der Kommissar war super und hat einen Mafiaspieler enttarnt: Anar war Mafia und ist jetzt aus dem Spiel. Die „Toten“ stehen auf und stellen sich neben den Sitzkreis, um das Spiel schweigend und ohne Irritationen zu stiften, weiter zu verfolgen. Es sind noch elf Spieler im Spiel, darunter zwei Mafiosi, ein Maniac, ein Kommissar und sieben friedliche Bürger. Die zweiminütige Diskussionsrunde beginnt wieder von neuem. Hasan ist wieder der erste der losargumentiert, dass es klar sei, dass Vüsal Mafia sein müsste, weil er erstens&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;vorher gegen Ali gestimmt hat, der wie wir alle inzwischen wissen, friedlicher Bürger war und zweitens von Nijat, der in der Mafianacht umgebracht wurde, schon in der ersten Runde beschuldigt wurde. Vüsal bekräftigt daraufhin, dass Nijat keine Ahnung hatte, wer Mafia ist, wie er, weil er auch friedlicher Bürger war bzw. ist, er selber keine Mafia ist und gegen Ali in der ersten Runde auch noch fünf andere gestimmt haben. Er glaubt viel mehr, dass Fuad Mafia ist. Hasan versucht andere Spieler auf seine Seite zu bekommen. Ich denke bevor Vüsal Mafia ist, ist es eher dieser Hasan, so viel, wie der redet und welche haarsträubenden Argumente er aus dem Ärmel zaubert. Der war mir schon von Anfang an suspekt. Ich werfe in eher bröckeligem Russisch meine Meinung zum Thema ein, aber die meisten scheinen die wohl nicht recht ernst zu nehmen und lächeln mir nur freundlich zu. Auch Kamran glaubt plötzlich, dass Vüsal Mafia ist. Es wird heftig hin und her diskutiert bis Sadiq dem Ganzen mit einem eindeutigen „Тихо!“ (Ruhe!) schließlich ein Ende bereitet. Nach der Anklagerunde müssen sich Vüsal und Hasan verteidigen. Vier melden sich gegen Hasan und sieben gegen Vüsal, damit wird Vüsal als friedlicher Bürger von den anderen Spielern umgebracht.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ich sage, dass ich gleich wusste, dass Vüsal nicht Mafia war und Farid beklagt sich laut, dass er auch wusste, dass Vüsal nicht Mafia sein kann. Mir ist inzwischen sonnenklar, dass auf jeden Fall Hasan und eventuell auch Kamran oder Fuad die übrigen zwei Mafioso sind. Das Spiel geht weiter. Auf eine Mafianacht, folgt wieder eine Maniac- und Kommissarsnacht, es werden Spieler getötet, in den Anklagerunden raus gewählt, wild argumentiert, usw. bis am Ende nach zwei weiteren Runden Hasan und Fuad als Mafiosi entlarvt werden und die übrig gebliebenen Bürger das Spiel gewonnen haben. Stundenlang, Spiel um Spiel geht der Abend so weiter, keiner wird offensichtlich müde vom Mafiaspielen und alle wollen unbedingt noch ein weiteres und noch ein weiteres Spiel spielen. Bis sich zwischen eins und zwei Uhr nachts die Runde nach und nach auflöst, sich die Jungs gegenseitig liebevoll mit Küsschen verabschieden, mir die Hand geben und sich alle schon auf die nächste Mafianacht freuen. Diese Mafiaspiele in R&amp;amp;S nur mit Aserbaidschanern, von denen ich zwei richtig gut kenne und mit den anderen bis jetzt nur Mafia gespielt habe, ist für mich ‚Mafia XXL‘, mit vielen Spielern, knallharten Regeln, einem taffen Moderator und stundenlang... Ich habe den Eindruck, dass man sich eigentlich nur in diesem Teeklub trifft, um Mafia zu spielen. Gerade werde ich aber darauf hingewiesen, dass dieses dauernde Mafiaspielen unter jungen Menschen abends vor allem im Teehaus eine eher neue Erscheinung ist und auch nur in bestimmten Kreisen gespielt. Was das für bestimmte Kreise sind, kann ich allerdings nicht herausfinden, aber ich glaube, durchaus sympathische Kreise…&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: trebuchet ms;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p  style="text-align: justify; font-family: trebuchet ms;font-family:georgia;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Die softe Variante des Mafia-Spiels habe ich von Kamran in meinem Lieblingsteehaus &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Shesh-Besh“ gelernt. Damals im November &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;2009 waren wir zu fünft, Kamran, Vüsal, Togrul, Cathleen und ich. Kamran hat moderiert und gleichzeitig mitgespielt. Wir haben auf Englisch gespielt, ohne Maniak mit zwei Mafioso und der Kommissar kam auch erst ein paar Spiele später dazu. Abhängig vom Kontext in dem wir uns treffen, spielen wir seitdem eigentlich immer Mafia. Es ist quasi eine Institution geworden und aus einem abendlichen Treffen im Teehaus (welches es auch sein möge) nicht mehr wegzudenken. Möglich ist es, dass man auch bald in Deutschland überall und immerzu Mafia spielt, denn ich habe das Spiel zusammen mit den aserbaidschanischen Teilnehmern in unserer „Entdeckendes Lernen“-Gruppe im Januar 2010 in Baku eingeführt. Daraufhin haben wir es nicht nur zum ersten Mal während dieser Fortbildung gespielt, sondern anschließend auch bei Tee, Keksen, Schokolade, aserbaidschanischem Rotwein und Sheki Pakhlava in unserem Homestay in Sheki auf unserem Kurztrip in den aserbaidschanischen Norden. In diesem Sinne „Alle kennen ihre Identität und schlafen ein….nur die Mafia wacht auf!“&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-4320282981085216190?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/4320282981085216190/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=4320282981085216190' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/4320282981085216190'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/4320282981085216190'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2010/02/blog-post.html' title='давай сыграем в мафию'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-4656587255046219027</id><published>2009-11-17T14:23:00.006+03:00</published><updated>2009-11-17T14:51:19.535+03:00</updated><title type='text'>Des Esels Rechtsstaatlichkeit</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family: trebuchet ms;"&gt;... aus gegebenem Anlass gibt es rechts eine kleine Linkliste.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: trebuchet ms;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Kurzversion: man gehe in ein Restaurant im Juli 2009 in Baku, treffe sich mit Freunden und wird von zwei unbekannte kräftigen Jungs angepöbelt bzw. geschlagen. Weil man sich das selbstverständlich nicht gefallen lassen kann, geht man zur Polizei, um Anzeige zu erstatten. Interessanterweise werden in diesem Zusammenhang nicht die beiden Prügelknaben in Gewahrsam genommen, sondern man selber sieht sich plötzlich mit einer Anzeige wegen Rowdytums und Untersuchungshaft konfrontiert. Man landet also aus frei erfundenen Stücken im Gefängnis mit gebrochener Nase und verletztem Fuß. Um dem ganzen noch ein bißchen Schmackes zu verleihen werden in den folgenden Monaten ständig Gerichtstermine verschoben und geplante Verhandlungen finden kurzfristig nicht zur angekündigten Uhrzeit statt, sondern z.B. einen halben Tag früher. Na gut, das kann man wiederum verstehen, eine Gerichtsverhandlung ohne viel Publikumsverkehr ist ja auch viel ruhiger und entspannter - wozu soll die Öffentlichkeit groß davon mitbekommen. Und schließlich kommt es zu einer Verurteilung zu zwei bzw. zweieinhalb Jahren Gefängnis. Wer möchte da noch Kritik an der Rechtsstaatlichkeit Aserbaidschans üben?!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-4656587255046219027?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/4656587255046219027/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=4656587255046219027' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/4656587255046219027'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/4656587255046219027'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2009/11/des-esels-rechtsstaatlichkeit.html' title='Des Esels Rechtsstaatlichkeit'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-2141671385375759229</id><published>2009-10-28T17:47:00.002+03:00</published><updated>2009-10-28T17:48:29.824+03:00</updated><title type='text'>Back in Baku</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; 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  &lt;w:lsdexception locked="false" priority="72" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Colorful List Accent 6"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="73" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Colorful Grid Accent 6"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="19" semihidden="false" unhidewhenused="false" qformat="true" name="Subtle Emphasis"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="21" semihidden="false" unhidewhenused="false" qformat="true" name="Intense Emphasis"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="31" semihidden="false" unhidewhenused="false" qformat="true" name="Subtle Reference"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="32" semihidden="false" unhidewhenused="false" qformat="true" name="Intense Reference"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="33" semihidden="false" unhidewhenused="false" qformat="true" name="Book Title"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="37" name="Bibliography"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="39" qformat="true" name="TOC Heading"&gt; 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Tja, ich nehme allerdings auch an, dass es jedem der diese Trauben probieren würde, das Risiko wert wäre.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Arial Narrow&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Beim Thema Regenwetter wären wir bei der Entdeckung des Tages. Gerade komme ich von meinem allerersten und wie ich finde sehr erfolgreichen Netzwerk-Analyse-Interview zurück. Zickzack hüpfend, &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;den Pfützen (obwohl man größtenteils nicht mehr von Pfützen, sondern Bächen oder komplett unter Wasser stehenden Straßen sprechen muss) ausweichend und gleichzeitig aufpassend nicht von einem Auto angefahren zu werden, begebe ich mich also durch das Straßenlabyrinth in Bakus Innenstadt. Dem Teil der Stadt, in dem die alten zwei- bis dreistöckigen&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;nicht renovierten Wohnhäuser aus den Zeiten des Ölbooms zu Beginn des vorigen Jahrhunderts noch nicht den nach wie vor aus dem Boden schießenden Hochhäusern weichen mussten. Dem Teil der Stadt in dem ich gerade wohne. In dem Teil der Stadt in dem alle Straßen enge Einbahnstraßen sind, es aber keine Straßenschilder gibt, die die Richtung anzeigen, die Autofahrer aber trotzdem zu wissen scheinen, in welche Richtung sie fahren dürfen. Platz für Fußgänger ist nicht vorgesehen, und ich bleibe deswegen immer stehen, wenn ein Auto kommt, damit es mir nicht über die Füße fährt. Das veranlasst allerdings die meisten der überwiegend jungen Fahrer dazu ihr Tempo schlagartig zu drosseln, neben mir anzuhalten und dann im Schneckentempo weiterzufahren. Denken die, ich will bei ihnen einsteigen oder einen kurzen Streetdance zur nicht zu überhörenden Musik, die aus dem Auto kommt, hinlegen?! Auf jeden Fall komme ich in unserer Wohnung an und muss anderthalb Meter vor meiner Zimmertür&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;direkt vor dem Kühlschrank in der Küche eine bunte große Schüssel entdecken. Auf einem in der Schüssel liegenden Zettel ist zu lesen „Ist raining through. Halleluja“. Tatsächlich, es regnet bei uns seit heute durch die Decke. Aber ich denke, das ist halb so schlimm, denn wir befinden uns ja immer noch im semiariden Raum und ich hoffe doch, dass die Wasserkapazität der Atmosphäre demnächst erschöpft ist. Außerdem ändert sich das Wetter in Baku wohl im selben Tempo wie die Launen des Umweltministers. Ich bin also optimistisch und man kann morgen vielleicht schon wieder mit Sonnenschein rechnen. Als ich angekommen bin Ende letzter Woche erwarteten mich bis Sonntag täglich strahlend blauer Himmel, Sonne non-stop und Temperaturen bis 25 Grad. Optimale, zumindest äußere Bedingungen um sich auf ein weiteres Mal „Abenteuer Aserbaidschan“ einzulassen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Arial Narrow&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Eigentlich hat sich nichts Wesentliches verändert, die Luft schmeckt immer noch nach Öl, manchmal nach Salz oft nach Staub und Abgasen, die Bakuiner spielen immer noch an jeder Hausecke Nard und trinken zu jeder Gelegenheit leckeren Tee, auch in Sachen Kleidung sind sie sich und ihrem schwarz-weiß-schick-und-gepflegt-Stil treu geblieben. Unwesentlich gibt es noch mehr Autos bzw. eigentlich so viele Autos, wie ich noch nie auf einem Haufen gesehen habe, anscheinend eine 24/7 Rushhour auf allen Straßen und Wegen und genau so viele Rohbauten und Neubauten wie vor ein oder zwei Jahren, nur an anderer Stelle. Doch diesmal ist nicht der Fountain Square (der zentrale Platz/Park mitten in der Stadt) ‚completly under construction‘ sondern die komplette restliche Innenstadt und die ganze Targovaya (Fußgängerzone). Woanders renoviert man ein Haus nach dem anderen und dann vielleicht noch irgendwann die Straße. Aber das ist doch reine Zeitverschwendung – in Baku wird alles auf einmal saniert (Fußgängerzone in einer Millionenstadt, man kann sich die Größenordnung also vorstellen). Konsequenterweise versucht man sich bei Wind die Staubkörner aus den Augen zu reiben und bei Regen den Schlammpfützen auszuweichen. Interessanterweise hat aber gerade in den Abendstunden diese Großbaustellen-Atmosphäre eher an Charme gewonnen und die Leute schlendern immer noch mit Vergnügen und wider jeglicher Umstände zu jeder Tages- und Nachtzeit in Scharen durch die Innenstadt. Ist aber auch spannend mit fünf Zentimeter Absätzen über Planen und Sand- und Geröllberge zu steigen und auf Holzbalken zu balancieren. Renoviert und gebaut wird in Baku wirklich in rekordverdächtigem Tempo, aber mit zunehmendem Ausmaß des construction booms wird auch die zunehmende Selektivität der Maßnahmen sichtbar. Denn verlässt man die Innenstadt dann werden keine Gebäude mehr saniert, geschweige denn Wohngebäude alles ist in einem eher baufälligen Zustand wie eh und je, nur neue 6-spurige Straßen und riesige Brücken und Tunnel erheben sich zwischen den alten abgenutzten Sowjetbauten. Monströse Brücken und komplexe Straßenführung lassen einen schon mal die Orientierung verlieren und auch im vertrauten U-Bahnsystem ist nichts mehr so wie es mal war. Eine Station gibt’s nicht mehr und meiner Ansicht nach ist mindestens eine neue, wenn nicht mehr hinzu gekommen. Außerdem hat sich der Fahrpreis vor einem Monat verdreifacht – wie auch immer solche Preisanstiege dem Verbraucher gegenüber gerechtfertigt werden, wahrscheinlich gar nicht. Auf der einen Seite scheint die Zeit also stehenzubleiben und um die nächste Straßenecke geblickt ist man wie mit einer Zeitmaschine schon 50 Jahre weiter.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Arial Narrow&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Was mir sofort aufgefallen ist, ist der verlässliche Ruf des Muezzins mehrmals am Tag. Ich habe in Baku noch nie vorher den Muezzin gehört, was vielleicht mit der Lage meiner früheren Unterkünfte zusammenhängt. Auf jeden Fall verleiht das dem ganzen Setting hier eine stark ‚orientalische‘ Komponente, aber außer mir scheint dieser regelmäßige Ruf nicht viele zu interessieren. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Arial Narrow&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Bekanntschaft durfte ich schon mit dem Gasmann machen. Oder besser gesagt mit der Gasfrau, die wohl ihren Ehemann mitgebracht hat, der ihren Stuhl hält, auf den sie steigt, um den Zähler abzulesen, der ungefähr bei 4 Metern angebracht ist. Dabei sollte sie nicht herunterfallen, denn hinter ihr die optimale Gelegenheit zum freien Fall vom dritten Stock das Treppenhaus hinab. Aber um das zu verhindern ist ja der mitgebrachte Gasmann zuständig. Auf jeden Fall wird dann ein Preis ermittelt, den unerfahrene wie ich z.B., nicht einschätzen können. Auf Aserbaidschan herausfinden, was denn das Gas kostet bzw. wie hoch der Verbrauch im Allgemeinen pro m&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt; ausfällt ist zu kompliziert. Gut 14 Euro für eine 3-Zimmer-Wohnung klingt im ersten Moment ja auch nachvollziehbar. Übers Ohr gehauen wurden wir offensichtlich aber doch, denn eigentlich hätte der Gasverbrauch etwa 2 Euro gekostet.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Arial Narrow&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;;"&gt;Auf jeden Fall ist es inspirierend und auf eine Art auch schön, wieder in Baku zu sein. Ich bin sehr gespannt, was die nächsten Wochen bringen werden, und freue mich darauf!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-2141671385375759229?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/2141671385375759229/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=2141671385375759229' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/2141671385375759229'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/2141671385375759229'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2009/10/back-in-baku.html' title='Back in Baku'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-5316210849079992690</id><published>2008-03-07T00:57:00.008+03:00</published><updated>2008-12-13T05:12:45.055+03:00</updated><title type='text'>Das wars - Aserbaidschan 07/08</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Wieder in Deutschland. Ich kann es noch gar nicht richtig glauben, Baku und Aserbaidschan sind doch noch so nah und ich habe das Gefühl ich gehe jeden Moment auf die Straße und stehe auf dem Hüsein Cavid Prospekt, laufe Richtung Elmlar Akademiyasi und quetsche mich in die total überfüllte Metro, steige eine halbe Stunde später bei Neftciler wieder aus und mache mich auf den Weg ins AOS-Büro. Mehrab mir grinsend gegenüber sitzend, Sevinj, Anelya und Co im Nebenzimmer, arbeite ich an der IBA Digitalisierung Aserbaidschans. Mittags kochen wir zusammen Linsensuppe, danach gibt es Tee, Karamellbonbons, Schokolade und Kekse. Arbeiten, Tee trinken, quatschen, die meisten Tage vergehen schnell. Nach dem Arbeiten gehen wir alle zusammen zur Metro. Auf dem Weg ein wunderschöner Baku-Sonnenuntergang, im Vordergrund halbfertige Hochhäuser, Satellitenschüsseln, Sowjetbauten, das alles in das Glutrot der untergehenden Sonne getaucht. In der wieder sehr vollen Metro unterhalten wir uns angeregt auf Englisch bzw. Deutsch, lachen und sind der Mittelpunkt des Geschehens. Als ich in Elmler ankomme ist es schon dunkel. Die Obst- und Gemüseverkäufer, die sich bei gutem Wetter nach Einbruch der Dunkelheit mit ihren Autos voller Kisten mit Äpfeln, Granatäpfeln, Orangen, Mandarinen, Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren und Walnüssen auf dem Platz vor der Metrostation aufstellen, versuchen mich davon zu überzeugen, dass ich etwas verpasse, wenn ich nicht wenigstens ein paar Granatäpfel kaufe. Klar kaufe ich Granatäpfel und denke dabei an den größten Granatapfelfan – Corinne. Am Laden an der Ecke kaufe ich noch ein frisches knuspriges Brot, ein bisschen Käse und Auberginenpaste. Andrej ist schon zuhause, im Internet versunken, Wasser gibt es nicht, aber für Tee ist noch ausreichend im Wasserkessel. Vüsal kommt zum Filmgucken vorbei. Vorher trinken wir noch schwarzen Tee zusammen mit dunkler Schokolade, hören aserbaidschanische Musik und diskutieren über die unterschiedlichen Verhaltensweisen der deutschen und der aserbaidschanischen Kultur.....&lt;br /&gt;Und wie schließe ich jetzt mit dem Kapitel „mit ASA in Aserbaidschan“ ab? Gar nicht, denn meine Erlebnisse, Erfahrungen und Eindrücke aus Baku und Umgebung, Sadihli, Lenkoran und dem Hirkan, werde ich nie vergessen. Es war einfach nur super! Und bevor ich jetzt in einer endlosen Abschieds-Duselei ende, einfach ein paar Schnappschüsse von meinen letzten wundervollen Tagen in Baku. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9Bq_6B9oLI/AAAAAAAAAYc/GnKltfSlU7M/s1600-h/mitVÃ¼sal.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174753617990492338" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9Bq_6B9oLI/AAAAAAAAAYc/GnKltfSlU7M/s400/mitV%C3%BCsal.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Vüsal&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BqZaB9oJI/AAAAAAAAAYM/ccqcxZEL_EI/s1600-h/posieren.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174752956565528722" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BqZaB9oJI/AAAAAAAAAYM/ccqcxZEL_EI/s400/posieren.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;schön posieren vor dem Baku-Panoramablick mit Zülfiyya, Sevinj M. und Sevinj S.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BqZqB9oKI/AAAAAAAAAYU/UwYIeexT2W0/s1600-h/sowjetisch.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174752960860496034" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BqZqB9oKI/AAAAAAAAAYU/UwYIeexT2W0/s400/sowjetisch.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;ein bißchen Sowjetistan darf nicht fehlen&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BqGaB9oEI/AAAAAAAAAXk/dOrHc6CKG7Q/s1600-h/Kamel.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174752630148014146" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BqGaB9oEI/AAAAAAAAAXk/dOrHc6CKG7Q/s400/Kamel.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;der flauschige Freund lief mir im Vogelzoo vor die Kamera&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BqGqB9oFI/AAAAAAAAAXs/IBbcFJfvD8k/s1600-h/Konversation.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174752634442981458" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BqGqB9oFI/AAAAAAAAAXs/IBbcFJfvD8k/s400/Konversation.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Zülfiyya und Leila, Samstag vornittag zur english conversation on environmental issues &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BqG6B9oGI/AAAAAAAAAX0/mzt6Xrj6t0o/s1600-h/Mehrab.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174752638737948770" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BqG6B9oGI/AAAAAAAAAX0/mzt6Xrj6t0o/s400/Mehrab.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Mehrab :-)&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BqHKB9oHI/AAAAAAAAAX8/NtvdKrZYQCI/s1600-h/Schrei.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174752643032916082" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BqHKB9oHI/AAAAAAAAAX8/NtvdKrZYQCI/s400/Schrei.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;I&lt;span style="font-size:78%;"&gt;rgendndwie ist es einfach gerade SUPER! Aber vielleicht bin ich auch ein bißchen verrückt geworden...? Hauptsache Zülfiyya behält den Überblick ;-) [das Foto sieht irgendwie gestellt aus, je länger ich es betrachte, dabei ist eines der wenigen, die nicht gestellt waren...]&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BqHqB9oII/AAAAAAAAAYE/vOzMKcjAUEw/s1600-h/posierenzÃ¼lfiyye.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174752651622850690" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BqHqB9oII/AAAAAAAAAYE/vOzMKcjAUEw/s400/posierenz%C3%BClfiyye.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;nein, verrückt nicht...nur glücklich :-)&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BplqB9n_I/AAAAAAAAAW8/TXAY4EL_kM4/s1600-h/AOSMÃ¤dels.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174752067507298290" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BplqB9n_I/AAAAAAAAAW8/TXAY4EL_kM4/s400/AOSM%C3%A4dels.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;meine drei süßen AOS-Mädels: Anelya, Sevinj M. und Sevinj S.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9Bpl6B9oAI/AAAAAAAAAXE/tB9L1hG_V3g/s1600-h/DSHMittelstufe.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174752071802265602" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9Bpl6B9oAI/AAAAAAAAAXE/tB9L1hG_V3g/s400/DSHMittelstufe.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;meine Deutsch-Studenten in der Sprachschule (von links nach rechts: Ilgar, Ilkin, Faiq, Mirhasan, Orxan, Calal, Nigar, Emil, Yusif, Türkan, Fuad)&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpmKB9oBI/AAAAAAAAAXM/aK3Id8hWnmg/s1600-h/Heydar.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174752076097232914" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpmKB9oBI/AAAAAAAAAXM/aK3Id8hWnmg/s400/Heydar.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;und der gute Heydar wacht über allem...(wo in anderen Ländern Produktreklame hängt, ist es in Baku eben Ex-Präsidentenreklame)&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpmaB9oCI/AAAAAAAAAXU/Ii6fBcfMDi0/s1600-h/ichSchapka.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174752080392200226" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpmaB9oCI/AAAAAAAAAXU/Ii6fBcfMDi0/s400/ichSchapka.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;mmmh..authentisch mit Schapka komplett aus Schafsfell&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpmqB9oDI/AAAAAAAAAXc/5Tsgr58gpPk/s1600-h/im+Teehaus.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174752084687167538" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpmqB9oDI/AAAAAAAAAXc/5Tsgr58gpPk/s400/im+Teehaus.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;mit Vüsal, Philipp und Said im Teehaus&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpJ6B9n6I/AAAAAAAAAWU/O1qtKrDLRds/s1600-h/AOSMÃ¤dels1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174751590765928354" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpJ6B9n6I/AAAAAAAAAWU/O1qtKrDLRds/s400/AOSM%C3%A4dels1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;I wish I could fly... (Sevinj M., Sevinj S., Mehrab, Zülfiyya)&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpK6B9n7I/AAAAAAAAAWc/myJXl6cyMDY/s1600-h/Architektur.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174751607945797554" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpK6B9n7I/AAAAAAAAAWc/myJXl6cyMDY/s400/Architektur.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;schöne Architektur&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpLKB9n8I/AAAAAAAAAWk/Dy2_o0JFlv8/s1600-h/Architektur1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174751612240764866" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpLKB9n8I/AAAAAAAAAWk/Dy2_o0JFlv8/s400/Architektur1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;...und noch mehr&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpLaB9n9I/AAAAAAAAAWs/2byZQDkGuGE/s1600-h/Architektur2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174751616535732178" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpLaB9n9I/AAAAAAAAAWs/2byZQDkGuGE/s400/Architektur2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;authentische Architektur&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpL6B9n-I/AAAAAAAAAW0/gfvrTjaDqo0/s1600-h/Architektur3.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174751625125666786" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BpL6B9n-I/AAAAAAAAAW0/gfvrTjaDqo0/s400/Architektur3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;und damit es einem auch in Zeiten des Baubooms immer gut in Baku gefällt, gibt es überall diese Absperrungen, mit Fotos von der Stadt, vom Land oder Tulpenfeldern zu sehen&lt;/span&gt;&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-5316210849079992690?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/5316210849079992690/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=5316210849079992690' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/5316210849079992690'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/5316210849079992690'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2008/03/wieder-in-deutschland.html' title='Das wars - Aserbaidschan 07/08'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9Bq_6B9oLI/AAAAAAAAAYc/GnKltfSlU7M/s72-c/mitV%C3%BCsal.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-8487518694825931480</id><published>2008-03-07T00:02:00.006+03:00</published><updated>2008-12-13T05:12:46.104+03:00</updated><title type='text'>Aserbaidschan zum Verlieben - mindestens 9 Gründe ;-)</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Marschrutka&lt;/strong&gt;: liebevoll geschmückt und dekoriert. Da sind fein säuberlich und in einer Reihe galoppierende, silberne Pferdchen über den Sonnenblenden angebracht. Sie springen wiehernd von der Fahrertür bis zur Beifahrertür. Die Sonnenblenden sind meistens zu (Rück-)Spiegeln ummodelliert. Glitzernde Rosen- und Nelkensticker umrahmen in rot, gelb, türkis, blau, lila, orange und schrillem pink die Spiegel. Das Bild, welches sich also dem Fahrer bietet sind die Gesichter der Fahrgäste umringt von blühenden Blumen. Was vom Rückspiegel herunterbaumelt ist auch schwer zusammen zu fassen. Ich habe bis jetzt von der Gebetskette bis zum Abbild eines hübschen Fraugesichts alles gesehen. Über der Fahrertür fast schon an der Fahrzeugdecke hängen meistens kleine Abbilder  von „Mirmövsüm ağa“ einer wichtigen aserbaidschanischen religiösen Persönlichkeit. Außerdem ist das Armaturenbrett entweder mit Samt, Teppich oder Fell bedeckt. Abends werden manchmal noch bunte Lichterketten angeschaltet, die sich kunstvoll auf dem Armaturenbrett winden. Kurz vor Weihnachten bekomme ich etwas ganz Besonderes zu Gesicht. Ein etwa 30cm hohes wie breites rotes Herz, durch das ein blauer Pfeil schießt und das Wort Love in Grün geschrieben steht. Das Herz ist umringt von einem gelben Kreis. Sobald diese Konstruktion an Strom angeschlossen wird, geht es los. Zunächst leuchten alle Elemente der Reihe nach einzeln auf und am Ende blinkt das Gesamtergebnis drei mal. Traumhaft kitschig, wenn man es sich abends im Dunkeln auf dem Nachhauseweg durch Baku gemütlich macht. Nicht zu vergessen – die Musik. Überwiegend hören die Fahrer aserbaidschanische Musik. Traditionelle, klassische, aber auch moderne unter anderem mit türkischen Interpreten. Manchmal Radio, US-Pop, russischer Pop, aber auch Falco und Modern Talking. So eine Marschrutkafahrt hat also mal abgesehen von den viel zu kleinen Minisitzen (für kurze, schmale Menschen), dem doch zum Teil rasanten Fahrstil, dem man schutzlos ausgelassen ist, besonders, wenn man gekrümmt an die Wand gequetscht steht (also in eine Marschrutka mit so etwa 16 Sitzplätzen passen zu Stoßzeiten auch gerne mal 25 Leute) also tatsächlich liebenswerte Annehmlichkeiten, die einen öfter schmunzeln lassen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BhAKB9n4I/AAAAAAAAAWA/rKziUeYQk6I/s1600-h/Marschrutka.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174742627169181570" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BhAKB9n4I/AAAAAAAAAWA/rKziUeYQk6I/s400/Marschrutka.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Überhaupt scheinen die Menschen hier sehr angetan von &lt;strong&gt;bunten Lampen&lt;/strong&gt; zu sein, denn auch nach der Weihnachtszeit sind Bäume und Sträucher mit bunten Lichterketten behängt und im Dunkeln scheint mir Baku oft viel farbenfroher als bei Tageslicht.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BgXqB9n3I/AAAAAAAAAV4/G72Pz9NPBVA/s1600-h/Palmen.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174741931384479602" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BgXqB9n3I/AAAAAAAAAV4/G72Pz9NPBVA/s400/Palmen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Kinder sind selbstständige kleine Menschen&lt;/strong&gt;. Sobald sie auch nur annähernd dazu in der Lage sind an der Hand von Mama, Papa, Omi oder Schwester zu gehen, ohne umzufallen, geht es los auf Erkundungstour durch Baku. Ich habe erst ein oder zwei Kinderwagen erblickt, was verhältnismäßig wenig ist, denn es gibt hier weitaus mehr Kinder als zum Beispiel in Deutschland. In der U-Bahn oder Marschrutka mag es noch so voll, sein, dass man schon nur noch auf einem Bein steht, eingequetscht zwischen sechs Aserbaidschanern, jedes Kind bekommt seinen eigenen Sitzplatz und auf dem Schoß sitzt fast niemand, also weder kleine Kinder noch Freundinnen. Die Marschrutka ist brechend voll, eine Mutter und ihre kleine Tochter steigen ein und sofort steht jemand auf um dem kleinen Mädchen den Platz anzubieten, aber die Mutter würde sich eher nicht hinsetzen und das Kind auf ihren Schoß nehmen. Kinder sind selbständige Menschen – was für ein großartige Einstellung!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Sehr zuvorkommend&lt;/strong&gt;: Oft ist es in der U-Bahn sehr voll und man bekommt keinen Sitzplatz. Im Land der Gentlemen stehen die Männer zu 80% auf, wenn eine Frau einsteigt und bieten ihr ihren Platz an oder machen sie auf einen Platz aufmerksam. Falls es aber dann immer noch keinen Sitzplatz für eine Frau geben sollte und sie trägt eine Handtasche oder eine Tüte mit sich herum, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass die Frau, die vor ihr sitzt ihr die Tasche abnimmt, um sie auf ihrem Schoß zu halten bis sie aussteigt, denn eine Tasche ist schließlich schwer und erschwert das Stehen in der U-Bahn. Auch mir wollte letztens ein Mann meinen Rucksack abnehmen, der sowieso aufgrund der Tatsache, dass es ein Rucksack in dieser Größe ist und dann auch noch bunt (also nicht schwarz) immer viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ich hielt ihn zwischen meinen Beinen und der Fahrgast neben mir fragte mich freundlich ob er den schweren Rucksack für mich halten könne. Ich war ganz baff, aber lehnte dankend ab. Seitdem ich zum ersten Mal gesehen habe, wie sich einander nicht kennende Frauen ihr Gepäck austauschen, habe ich mir oft überlegt ob ich das machen würde, also jemandem meine Handtasche in die Hand drücken. Ich denke das hat viel mit gesellschaftlichem Vertrauen und Misstrauen zu tun. Wahrscheinlich würde ich es aus dem Grund nicht machen, da ich meine Sachen ja auch selber halten kann und nicht unter der Last einer Tüte Granatäpfeln zusammenbreche werde. Ob ich die Tasche von einer anderen Frau halten würde, ich denke schon. Aber angeboten habe ich es noch niemandem, denn dazu ist die kulturelle Hemmung zu groß bzw. immer noch der Hintergedanke, dass die Frauen, die das Gepäck austauschen sich irgendwo her kennen und mir dann unterstellt wird, ich wollte mich an irgendjemandem bereichern.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Wie sehr schätze ich in Aserbaidschan den &lt;strong&gt;Umgang von Männern untereinander&lt;/strong&gt;. Natürlich nicht uneingeschränkt, ich will mich hier auf gar keinen Fall für Prügeleien und Straßenkämpfe stark machen. Aber Jungs und Männer die befreundet sind, liegen sich unverkrampft in den Armen, küssen sich zur Begrüßung auf die Wange, und streicheln sich über den Kopf ohne das irgendjemand gleich denkt sie wären homosexuell. Mädchen können sich ja auch in fast allen Kulturen berühren, aus Freundschaft, aus Zuneigung, weil man sich gern hat, warum Männer eigentlich nicht? Andererseits hat das vielleicht auch etwas mit Kompensation zu tun, denn je mehr sich in Deutschland befreundete Mädchen und Jungs berühren können, desto seltener kommt es hier zu körperlichem zwischengeschlechtlichem Kontakt, es sei denn man ist verlobt oder verheiratet. Aber nichtsdestotrotz empfinde ich den Umgang zwischen Freunden hier sehr angenehm, unverkrampft und ehrlich.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Der Ton macht die Musik&lt;/strong&gt;. Was mir jedes Mal, wenn ich U-Bahn fahre ein kleines Gefühl von Sicherheit gibt, sind die kleinen Melodien, die an jeder Station kurz vor dem Öffnen der Türen ertönen. Sie sind vertraut, bekannt, erfrischend und wenn aus irgendwelchen Gründen der Ton ausfällt, dann löst das nicht nur in mir eine gewisse Unzufriedenheit aus. Am besten gefällt mir das „Lied von den Studenten“, das ertönt bevor die Stimme „Elmlar Akademyasi“ (unsere Station [Akademie der Wissenschaften]) ruft. Zuhause – aussteigen.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Der Apfelmann&lt;/strong&gt;: „Mann, wann kommt denn der Apfelmann endlich mal wieder“, „ Ich geh einfach mal spazieren und irgendwo werde ich schon einen Apfelmann finden“, „Wo steht der Apfelmann?“, „Ui, der Apfelmann!“. Solche und ähnliche Ausrufe geben wir von uns bezüglich der Apfelmänner in Baku. Es handelt sich um meist mittel alte Aserbaidschaner, die ihren alten Wolga randvoll mit Äpfeln packen, dann zu ihrem Stammplatz irgendwo in Baku fahren und den ganzen Tag Äpfel verkaufen und meistens auch noch Walnüsse. Aber natürlich nur, wenn das Wetter entsprechend ist und es viele Äpfel gibt. Das Kilo Äpfel aus dem Kofferraum gibt es im Winter für 60 gepik. Sehr leckere Äpfel und wir schlagen jedes Mal zu, wenn unser Apfelmann wieder vorne beim Laden an der Ecke steht. Wir haben schließlich einen hohen Apfelverschleiß: Apfel für Herkules zum Frühstück, Apfelkuchen, Apfelkompott und die Äpfel zwischendurch. Als Variante gibt es auch den Granatapfelmann, der dann natürlich entsprechend Granatäpfel verkauft und der vor allem Corinnes Herz erobern konnte. Im Herbst gibt es auch noch den Kakimann, aber damals durchblickten wir das Prinzip noch nicht so genau, wussten gar nicht, wie gut Kaki schmeckt und haben deswegen nicht beim Kakimann eingekauft. Ich bin mir sicher im Sommer wird aus dem Apfelmann dann ein Melonenmann oder etwas Ähnliches. Auf jeden Fall sind diese Apfelmänner immer total nett und freuen sich, wenn man bei ihnen einkauft. Normalerweise verläuft ein Einkauf folgendermaßen: „Wie viel kostet das Kilo?“ „Wie viel möchten sie? Das Kilo kostet 60 gepik.“ „Ah gut, dann nehme ich bitte zwei, nein drei Kilo für 1,80 AZN.“ Der Apfelmann füllt eine Tüte mit Äpfeln und hängt den Sack dann an eine Waage. „Das ist ein bisschen mehr, deswegen zwei Manat.“ Ich muss lachen, so ein kleines Schlitzohr, gebe ihm seine zwei Manat und freue mich, dass ich wieder mal einen ganzen Beutel voller frischer Äpfel habe.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BeUKB9n2I/AAAAAAAAAVw/XVmvGBt67MI/s1600-h/Apfelmann.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174739672231681890" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BeUKB9n2I/AAAAAAAAAVw/XVmvGBt67MI/s400/Apfelmann.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Die alten Frauen&lt;/strong&gt;, die Nüsse in kleinen Altpapiertütchen verkaufen, habe ich zwar nie persönlich kennengelernt, weil ich auch nie etwas bei ihnen gekauft habe, aber ihre Anwesenheit an jeder Ecke und vor der U-Bahn ist mir sehr sympathisch und gehört zum Stadtbild von Baku dazu. Sie hocken auf kleinen Kistchen hinter größeren Kisten auf denen sie ihre Ware auslegen: kleine kegelförmige Papiertütchen gefüllt mit dunklen Sonnenblumenkernen, hellen Sonnenblumenkernen, Erdnüssen, Haselnüssen und Wallnüssen. In ihrem Schoß ruht ein großer Sack Erdnüsse und sie füllen mit einem kleinen Becher gemütlich ihre Tütchen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Romantik am Boulevard&lt;/strong&gt;: Sobald es nicht regnet oder so sehr stürmt, dass man fast weg fliegt ist der Boulevard am kaspischen Meer, südlich der Stadt immer belebt. Man trifft Familien, Geschäftsleute bei einem lockeren Plausch und junge Aserbaidschaner, die mit ihren Freunden spazieren gehen, aber vor allem sieht man Liebespaare. Sie stehen in regelmäßigen Abständen von etwa 10 Metern, wenn viel los ist bzw. 50 Metern, wenn wenig los ist an der Mauer, die die Promenade vom Meer trennt. Der Mann steht mit dem Rücken zur Mauer und die Frau lehnt sich dann frontal in ihn an. So sieht das eigentlich bei allen Paaren aus. Aber besonders romantisch ist nicht nur der Boulevard am kaspischen Meer, sondern auch der befestigte Park oben auf dem Hügel beim Denkmal zum 20. Januar 1990 von dem man einen schönen Blick auf die Stadt hat. Hier stehen auch immer viele junge Paare und genießen die Aussicht und flüstern sich schöne Dinge ins Ohr. Was mich in Aserbaidschan sehr freut, ist die Tatsache, dass junge Menschen sich verlieben und ihre Liebe in Grenzen (weiter und enger) ausleben können. Optimalerweise heiraten sie ein oder zwei Jahre nachdem sie sich kennengelernt haben oder aber sie stellen fest, dass sie wohl doch nicht so gut zueinander passen und orientieren sich problemlos neu. Obwohl man davon ausgehen könnte, dass sich der Verheiratungsprozess wie in den meisten anderen muslimischen Ländern auch in Aserbaidschan nur zwischen den Eltern und dem Mann abspielt, ist es in Aserbaidschan, wie bei uns eben überwiegend die Entscheidung von Mann und Frau selber und höchstwahrscheinlich eine Entscheidung aus Liebe (na ja zumindest würde ich mir das wünschen).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BddqB9n1I/AAAAAAAAAVo/MBRCCF9XLE4/s1600-h/verliebtespÃ¤rchen.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174738735928811346" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BddqB9n1I/AAAAAAAAAVo/MBRCCF9XLE4/s400/verliebtesp%C3%A4rchen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-8487518694825931480?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/8487518694825931480/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=8487518694825931480' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/8487518694825931480'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/8487518694825931480'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2008/03/aserbaidschan-zum-verlieben-mindestens.html' title='Aserbaidschan zum Verlieben - mindestens 9 Gründe ;-)'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BhAKB9n4I/AAAAAAAAAWA/rKziUeYQk6I/s72-c/Marschrutka.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-6835170367313171647</id><published>2008-03-06T23:49:00.003+03:00</published><updated>2008-03-06T23:51:42.995+03:00</updated><title type='text'>Spontan: das erste Mal in der Disko</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Freitag halb zwölf Uhr abends in der Innenstadt von Baku. Letzter Abend von Anke und Co (also zwei Mitarbeitern der GFA Consulting Group, die sich zusammen mit dem Nabu für ein Projekt in Aserbaidschan bewerben) und wir wollen tanzen gehen oder einfach nur zusammen sitzen und was trinken. Eigentlich bin ich viel zu müde und weder seelisch noch physisch (ich schleppe einen dicken Rucksack mit mir herum mit Dingen, die Anke für mich mit nach Deutschland nimmt) darauf eingerichtet irgendeine Ausgehlokalität aufzusuchen und dann auch noch in dem immerzu aufgestylten Baku. Aber egal, als Ausländer und vor allem als junge, ausländische Frau hat man mehr oder weniger Narrenfreiheit. Ein kurzer Zwischenstopp im Hotel und ich werde meinen Rucksackinhalt los. Auch meine anfangs sehr einschläfernde Müdigkeit scheint die Hoffnung auf Schlaf aufzugeben und ich bekomme langsam mehr Lust, mich noch ein Weilchen zu vergnügen. Nach drei erfolglosen Versuchen in diversen Bars und Diskos, die entweder geisterhaft leer sind, total überfüllt mit African Americans oder einfach gar nicht wirklich existieren, stehen wir plötzlich neben dem „Chill-out“. Es handelt sich wohl um einen Klub für die eher Betuchten unter den Aseris, denn ein Schild neben dem Eingang, den drei Securities bewachen, weist daraufhin, dass hier nur „Club Members“ erwünscht seien. Aber wir dürfen auch ohne Mitgliedschaft rein, die Frauen umsonst, die Männer für 10 Manat. Wir nehmen in einer kleinen Sofaecke Platz, bestellen Bier und Cocktails und lassen uns langsam aber sicher auf die R’ n B Musik, die extatisch, zum Teil echt gut tanzenden Aserbaidschaner und die Tatsache, dass wir in Baku in einer Disko sind, ein. Willkommen im Aserbaidschan der High Society: junge Mädchen und Jungs, in den neuesten Markenklamotten, rauchend, bauchfrei, Cocktails schlürfend. Überhaupt die Tatsache, dass hier Mädchen mit den Hüften wackeln und sozusagen alleine nach zehn Uhr unterwegs sind.&lt;br /&gt;Ich habe ja nicht wirklich Übung darin zu R’ n B und HipHop zu tanzen und weiß manchmal nicht so recht, wie ich mich bewegen soll, aber im Großen und Ganzen macht es echt Spaß und wir genießen unseren Diskoabend in vollen Zügen. Wir legen eine Tanzpause ein und plötzlich trauen sich die jungen Aserbaidschaner auch wieder zu mehreren auf die Tanzfläche und ziehen, wohl um uns zu beeindrucken oder wie auch immer eine regelrechte Show ab. Sehr lustig, wie sie sich in ihren engen Jeans albern zur Musik bewegen und dabei dünne, lange Mentholzigaretten rauchen. In Deutschland würden wir vielleicht denken, die Jungs seien schwul. Würden wir das hier aussprechen, dann wäre das eines der größten Fettnäpfchen, in das man in Aserbaidschan treten kann. Im Taxi nach Hause dröhnen mir noch die Ohren ( ja ja so laute Musik bin ich gar nicht mehr gewohnt), in Gedanken tanze ich noch eine Weile und verarbeite wie so oft den Reichtum der aserbaidschanischen Kontraste.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-6835170367313171647?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/6835170367313171647/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=6835170367313171647' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/6835170367313171647'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/6835170367313171647'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2008/03/spontan-das-erste-mal-in-der-diskop.html' title='Spontan: das erste Mal in der Disko'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-1621606678990236321</id><published>2008-03-06T22:54:00.009+03:00</published><updated>2008-12-13T05:12:48.113+03:00</updated><title type='text'>Vom Vögel zählen und Ölgepansche</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BRWqB9nxI/AAAAAAAAAVI/uWW_ASjSreY/s1600-h/VÃ¶gelzÃ¤hlen.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174725421530193682" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BRWqB9nxI/AAAAAAAAAVI/uWW_ASjSreY/s400/V%C3%B6gelz%C3%A4hlen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Winterzeit ist Vogelzählzeit, zumindest in Aserbaidschan, wo sich um diese Jahreszeit eine kleine Horde Zugvögel aus West- und Nordeuropa versammeln. Jetzt tummeln sich vor allem Schwäne, viele verschiedene Entenarten, Gänse, Kormorane und auch ein paar Flamingos auf den Gewässern Aserbaidschans. AOS mobilisiert seine engagierten, jungen Mitglieder, mietet eine Marschrutka, packt einen Koffer voll mit Ferngläsern und auf geht es den ganzen Januar und Februar hindurch zu den Überwinterungsgebieten der Zugvögel Aserbaidschans. Wir sind etwa zu zehnt als wir uns auf den Weg nach Pirallahi, die Insel am äußersten Ende der Abscheron Halbinsel, machen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BRXKB9nyI/AAAAAAAAAVQ/pVRJvD7VimM/s1600-h/VÃ¶gelzÃ¤hlen2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174725430120128290" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BRXKB9nyI/AAAAAAAAAVQ/pVRJvD7VimM/s400/V%C3%B6gelz%C3%A4hlen2.jpg" border="0" /&gt; &lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Während die anderen eifrig damit beschäftigt sind, einzuschätzen welche Vogelarten sich in einem gegebenen Rechteck zu wie viel Prozent verteilen, Schwäne und Flamingos beobachten und versuchen der Kälte und dem kalten Wind zu trotzen, habe ich nur Augen für das was es neben den Vögeln auf Pirallahi auch zu sehen gibt: Erdöl. In rauen Mengen, überall. Noch ganz frisch in Aserbaidschan, dachte ich am Anfang immer, dass die Erdölpumpen mehr oder weniger unkontrolliert vor sich her pumpen und die Leute je nach Bedarf vorbeikommen und sich mit dem Eimer das Öl aus den Becken abschöpfen. Denn neben jeder Pumpe ist auch eine große Mulde in den Boden gegraben und diese Becken sind meistens randvoll mit Erdöl gefüllt. Allerdings gibt es auch bzw. eigentlich gibt es ein unterirdisches Leitungssystem. Nur scheint das ziemlich marode zu sein und enorm zu lecken, denn ich habe das Gefühl mindestens die Hälfte des gepumpten Rohöls landet im Auffangbecken und nicht in den vorgesehenen Leitungen. Die ganze Situation erweckt in mir immer den Eindruck eines schlechten Witzes, denn wenn man nicht wüsste, dass es sich bei dem was da aus dem Boden blubbert um schwarzes Gold handelt, nach dem sich fast die ganze Welt die Finger leckt, dem hier aber unachtsam keine Sorge getragen wird, könnte man meinen, es handelt sich um irgendwas Unerwünschtes, das alle loswerden wollen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BRC6B9nsI/AAAAAAAAAUg/N4B_NJWBDj4/s1600-h/VÃ¶gelzÃ¤hlen1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174725082227777218" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BRC6B9nsI/AAAAAAAAAUg/N4B_NJWBDj4/s400/V%C3%B6gelz%C3%A4hlen1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Ich spaziere also so zwischen den kleinen schwarzen Geldseen hin und her und frage mich, wie man ernsthaft, ohne wenigstens ein schlechtes Gewissen zu bekommen, diese Situation rechtfertigen kann. Wie war das doch gleich, ein Tropfen Öl verseucht 100 Liter Wasser oder mehr? Von Natur kann man auf Pirallahi teilweise kaum noch sprechen, denn das Öl bedeckt fleckenhaft und auf eine große Fläche verteilt den Erdboden. Am Spektakulärsten wird es jedoch als wir neben einem Socar-Gelände Vögel zählen wollen. Socar steht für State Oil Company of Azerbaijan Republic und besonders während dieses Ausfluges habe ich Socar überaus lieb gewonnen und ihnen fast meine Kamera „geschenkt“. Man stelle sich ein mit Stacheldraht eingezäuntes Gelände vor, innerhalb dessen Grenzen, eine Handvoll Zylindertanks stehen. Offensichtlich bis zum Rand mit feinstem schwefelarmen, aserbaidschanischem Erdöl gefüllt, denn am Fuße jeden Tanks fließt ein etwa ein halben Meter breites Ölrinnsal, den Hang hinunter, unter dem Zaun hindurch in die Landschaft hinein, hinterlässt eine schwarze Spur und bildet Erdölseen. Bewacht wir das Socargelände von einem Socar-Mitarbeiter auf einem Wachturm. Als wir mit Teleskopen und Ferngläsern bewaffnet das Gelände passieren und uns gleich hinter dem Zaun zum Vögelzählen aufstellen wollen, weist der Mann uns von seinem Wachturm direkt hinter uns darauf hin, dass wir uns hier nicht aufstellen dürften, das sei fast das Gelände von Socar. Und wir sollten nicht auf die Idee kommen Fotos zu machen. Also gehen wir hundert Meter weiter vor und der Mann auf dem Hochstand scheint befriedigt. Ich stelle mich mit dem Rücken zum Socargelände und zum wachenden Socarmenschen mit angewinkeltem Arm auf und Mehrab macht unauffällig ein paar Beweisfotos. Der Socarmensch bemerkt nichts und so habe ich meine Fotos und die Kamera immer noch.&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BRDaB9ntI/AAAAAAAAAUo/Fg5-6vcHTYA/s1600-h/Ãlgepansche2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174725090817711826" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BRDaB9ntI/AAAAAAAAAUo/Fg5-6vcHTYA/s400/%C3%96lgepansche2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;das ist einer der Erdölseen, einfach nur Öl&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174725095112679138" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BRDqB9nuI/AAAAAAAAAUw/GdTSB18BydA/s400/%C3%96lgepansche3.jpg" border="0" /&gt; &lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;das ist es und ich pansche im Brei herum...&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174725155242221298" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BRHKB9nvI/AAAAAAAAAU4/jaiv4hNqzFM/s400/%C3%96lgepansche.jpg" border="0" /&gt; &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;geheimes Foto... für einen Augenblick schaut der Wachmann auf seinem Posten gerade nicht zu uns herüber &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5174725163832155906" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BRHqB9nwI/AAAAAAAAAVA/-c-181fGc7o/s400/%C3%96lgepansche1.jpg" border="0" /&gt; &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;eigentlich hat die Landschaft durchaus etwas Romantisches, aber die pechschwarze stinkende Pfütze auf der rechten Seite ist dann schon wieder weniger romantisch als vielmehr realistisch...&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-1621606678990236321?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/1621606678990236321/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=1621606678990236321' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/1621606678990236321'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/1621606678990236321'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2008/03/winterzeit-ist-vogelzhlzeit-zumindest.html' title='Vom Vögel zählen und Ölgepansche'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R9BRWqB9nxI/AAAAAAAAAVI/uWW_ASjSreY/s72-c/V%C3%B6gelz%C3%A4hlen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-9158112589024647631</id><published>2008-01-27T21:02:00.001+03:00</published><updated>2008-12-13T05:12:49.495+03:00</updated><title type='text'>Dancing Queens</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Wir sprudeln vor Energie und es geht uns blendend! Was tut man also in solch einer Situation? Richtig. Tanzen. Tanzen bis die Füße weh tun, wir zu jedem Lied schon fünfmal getanzt haben oder der Herd, das Teehaus oder das Hamam ruft. Auf jeden Fall ist es großartig. Wie schön, dass in Baku alle CDs nur 3 Manat kosten, wir eine so tolle Stereoanlage im Zimmer haben und auch über eine ausreichend große Tanzfläche verfügen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Seit zwei Tagen weilt meine Tanzpartnerin Corinne allerdings wieder in der Schweiz, was eine gemeinsame Tanzeinheit erschwert. Unsere drei ASA-Monate sind rum und den vierten werde ich jetzt alleine bestreiten. Corinne, eine bessere ASA-(nicht-)Projektpartnerin hätte ich mir nicht wünschen können und uns als Dreamteam kann sowieso niemand jemals toppen. Never forget: dancing queen, dancing queen....:-).&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5zHgSEsaBI/AAAAAAAAAUQ/tyg-fM7ZIUg/s1600-h/tanzen1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5160218630481012754" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5zHgSEsaBI/AAAAAAAAAUQ/tyg-fM7ZIUg/s400/tanzen1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5zHgSEsaCI/AAAAAAAAAUY/S7JYAY3U_Nw/s1600-h/tanzen2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5160218630481012770" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5zHgSEsaCI/AAAAAAAAAUY/S7JYAY3U_Nw/s400/tanzen2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-9158112589024647631?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/9158112589024647631/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=9158112589024647631' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/9158112589024647631'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/9158112589024647631'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2008/01/dancing-queens.html' title='Dancing Queens'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5zHgSEsaBI/AAAAAAAAAUQ/tyg-fM7ZIUg/s72-c/tanzen1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-8971480563895094521</id><published>2008-01-26T23:18:00.000+03:00</published><updated>2008-12-13T05:12:50.774+03:00</updated><title type='text'>Erdöl-Friedhöfe</title><content type='html'>&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5uX2SEsZ-I/AAAAAAAAAT4/BgLTHnrmCZ8/s1600-h/Balaxani1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5159884756903290850" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5uX2SEsZ-I/AAAAAAAAAT4/BgLTHnrmCZ8/s400/Balaxani1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5uX2iEsZ_I/AAAAAAAAAUA/ceu-wi-RTGU/s1600-h/Balaxani2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5159884761198258162" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5uX2iEsZ_I/AAAAAAAAAUA/ceu-wi-RTGU/s400/Balaxani2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;gleich hinter den Häusern: eine Erdölförderungs-Mondlandschaft&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5uX2yEsaAI/AAAAAAAAAUI/RTcU0W9kdck/s1600-h/Balaxani3.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5159884765493225474" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5uX2yEsaAI/AAAAAAAAAUI/RTcU0W9kdck/s400/Balaxani3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Wir gehen spazieren, auf matschigem, öligem Boden, zwischen eingeschossigen Bauten, die mit hohen Mauern umzäunt sind und verrostete, teilweise bunt lackierte Blechtore als Eingang haben. Es ist ziemlich still, kein Motorenlärm, denn die nächste Hauptstraße ist einen halben Kilometer entfernt. Ab und zu nur holpert ein alter Lada oder ein Tanker die schmale Straße entlang. Es riecht nach Schwefel und aus irgendeiner Leitung zischt Gas. Wie riecht Öl? Riecht man das Öl? Frauen schauen uns von ihren kleinen fenstergroßen Geschäften aus hinterher. Einzelne Kinder, die vor den Hoftoren spielen, rufen aufgeregt in den Hof hinein, wenn wir vorbei laufen oder unsere Kameras auspacken. Mehr Frauen als im 2km entfernten Zentrum von Baku sind unterwegs. In ihren Hauskleidern und Hausschuhen laufen sie schnell zum Laden an der Ecke oder tragen das Enkelkind durch die Gegend. Wir sind in der Nähe des Erdöl Feldes Bibi Heybat oder neben dem Erdölfeld bei Balaxani. Das ist eigentlich egal, das Bild ist überall das Gleiche. Trostlose, verdreckte Mondlandschaften. Total heruntergekommene, marode Förderanlagen, die schon seit Jahren nicht mehr funktionieren und jeden der dort vorbeikommt an den Erdölboom in Aserbaidschan und die derzeitige Erdölwirtschaft erinnern. Zwischendrin wippt der ein oder andere Kopf (Pferdekopf-Pumpen) gemütlich auf und ab. Kinder laufen im Dreck zwischen den Förderanlagen und Ölpfützen. Nur zu den derzeit aktiven Erdölfeldern gibt es Begrenzungen. Dort läuft die Erdölfeld-Polizei auf und ab und kontrolliert, dass niemand unerlaubt eindringt und Fotos macht oder sich umschaut. Dort wo das Öl nur noch unzureichend oder gar nicht mehr blubbert, stehen die Häuser direkt neben den Gruben, dazwischen oder nicht weit davon entfernt. Wir können es fast nicht glauben, was wir da sehen. Corinne erzählt mir später, dass sie jedes Mal, wenn wir uns „Erdöl“ anschauen, fast heulen könnte und Till unterhält uns mit noch mehr zynischen Kommentaren als sonst. Kann man wirklich so weit gehen? Jegliche Umwelt- und Sozialstandards komplett ignorieren? Wenn man genügend Geld hat und nicht betroffen ist einfach darüber hinweg sehen? Übersehen, dass die Menschen, die dort leben und keine andere Wahl haben, tatsächlich Menschen sind und keine Maschinen, denen es egal ist, wenn man sie stehen lässt und nicht entsorgt, sobald sie nicht mehr gebraucht werden? Aserbaidschan – ein Land voller Gegensätze. Das habe ich ja schon oft festgestellt, nicht nur bezüglich des sozialen Gefälles innerhalb Bakus, das mich immer wieder in Staunen versetzt, sondern auch durch die riesigen Unterschiede zwischen Stadt und Land. Aber wie weit kann das gehen, wie weit kann eine Gesellschaft, eine Regierung, ein Land, die Missstände und Ungerechtigkeiten ignorieren? In Bibi Heybat, 2 km südlich vom Stadtzentrum fühlt man sich wie in einem Dorf, dabei gehört das Gebiet noch zu Baku und wenn man von dem besiedelten Erdölfeld wieder auf die Straße tritt, dann ist man auch sofort wieder in der Stadt, im Getümmel, im Verkehrschaos, unter Menschen. Ein aserbaidschanischer Freund meinte letztens, dass vor allem das Erdöl Aserbaidschan ins Unglück gestürzt hat, nicht nur die Regierung unter dem Aliyev-Klan. Das Erdöl bringt den einflussreichen Familien viel viel Geld und lässt den größten Teil der Gesellschaft zurück. Die Machthaber interessieren sich nicht besonders für ihr Volk, sondern versuchen nur nach außen hin das Bild vom umsorgten und nach Entwicklung und Fortschritt für alle Menschen strebendem Präsidenten zu wahren. Die Einnahmen aus dem Erdölgeschäft garantieren eine Aufrechterhaltung dieser Attitüde. Mit Geld kann man sich fast alles kaufen, das Schweigen der Menschen, Korruption, Repression und ein Sonnenschein-Lächeln gegenüber dem Rest der Welt. Traurig. Aber ganz ohne Hoffnung bin ich trotzdem nicht, denn solange mir immer noch ein Kind entgegenläuft, das lächelt, weiß ich wenigstens, dass auch in den Menschen, die dort leben der letzte Funken Hoffnung noch nicht gestorben ist. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5uWdyEsZ8I/AAAAAAAAATo/x8-5PkfIqjA/s1600-h/BibiHeybat1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5159883236484868034" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5uWdyEsZ8I/AAAAAAAAATo/x8-5PkfIqjA/s400/BibiHeybat1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5uWeSEsZ9I/AAAAAAAAATw/q2I6sZbaRdQ/s1600-h/BibiHeybat2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5159883245074802642" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5uWeSEsZ9I/AAAAAAAAATw/q2I6sZbaRdQ/s400/BibiHeybat2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-8971480563895094521?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/8971480563895094521/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=8971480563895094521' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/8971480563895094521'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/8971480563895094521'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2008/01/erdl-friedhfe.html' title='Erdöl-Friedhöfe'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5uX2SEsZ-I/AAAAAAAAAT4/BgLTHnrmCZ8/s72-c/Balaxani1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-4009227158824441901</id><published>2008-01-20T19:17:00.000+03:00</published><updated>2008-12-13T05:12:51.277+03:00</updated><title type='text'>Feuerberge</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Neben den Schlammvulkanen sind die Feuerberge die Touristenattraktion Nummer eins in und um Baku. Ein netter Fotostopp, denn hier tritt unterirdisches Erdgas an die Oberfläche und brennt munter vor sich hin.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5N0p40c4CI/AAAAAAAAATQ/ZNacBIR0by8/s1600-h/Feuerberg1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5157594261245190178" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5N0p40c4CI/AAAAAAAAATQ/ZNacBIR0by8/s400/Feuerberg1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5N0qY0c4DI/AAAAAAAAATY/2Sb46Ke1VNs/s1600-h/Feuerberg2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5157594269835124786" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5N0qY0c4DI/AAAAAAAAATY/2Sb46Ke1VNs/s400/Feuerberg2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt; Fotoshooting mit Tilman und Corinne...&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5N0qo0c4EI/AAAAAAAAATg/8Jke907sn2Q/s1600-h/Feuerberg3.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5157594274130092098" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5N0qo0c4EI/AAAAAAAAATg/8Jke907sn2Q/s400/Feuerberg3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-4009227158824441901?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/4009227158824441901/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=4009227158824441901' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/4009227158824441901'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/4009227158824441901'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2008/01/feuerberge.html' title='Feuerberge'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R5N0p40c4CI/AAAAAAAAATQ/ZNacBIR0by8/s72-c/Feuerberg1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-869738781883517829</id><published>2008-01-13T16:56:00.000+03:00</published><updated>2008-12-13T05:12:52.682+03:00</updated><title type='text'>Baku und der Schnee</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Vor einer Woche war es soweit: es schneite! Auf einmal, ganz plötzlich ohne große Vorankündigung und mehr als 20 cm auf einmal. Der Winter platzte plötzlich so in unser Leben und hat uns zu unserer Freude bisher mehr Annehmlichkeiten als Unannehmlichkeiten bereitet. Zunächst einmal verursachte der Schnee ein ziemlich heftiges Verkehrschaos. Manche Autos und Martschrutkas zogen geistesgegenwärtig Schneeketten auf, die meisten anderen blieben mit ihren abgefahrenen Sommerreifen hoffnungslose Opfer der spiegelglatten, immer mehr zugeschneiten Straßen. Uns zog es dick eingepackt in Mütze, Schal, Handschuhe, Strumpfhosen und Wanderstiefeln wie viele andere, sich am Schnee erfreuende Aserbaidschaner, im Schneegestöber auf die Straße. Ein langer Schneespaziergang zum Richard Sorge Denkmal (das muss hier jetzt auch mal erwähnt werden, denn inzwischen sind wir dort schon fast Stammkunden; es handelt sich um das Denkmal von Richard Sorge, einem sowjetischen Nationalheld der während dem 2. WK Spion der Sowjetunion war, das uns vor allem aufgrund der Tatsache überzeugt, dass die Person nicht wie üblich als pathetische mit den Armen in den Himmel zeigende übergroße Figur dargestellt wird. Beim Richard Sorge Denkmal blicken dich, vor allem eindrucksvoll bei Dämmerung, zwei riesige, leuchtende Augen an, aus einem halben Gesicht mit angedeuteten Zügen heraus, fast schon unheimlich und durchdringend, aber sehr sehr cool!).&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4od1o0c3_I/AAAAAAAAAS4/GISrzUQaZiU/s1600-h/Schnee4.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5154965530806640626" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4od1o0c3_I/AAAAAAAAAS4/GISrzUQaZiU/s400/Schnee4.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;sogar den Spatzen ist kalt...&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4od140c4AI/AAAAAAAAATA/G3rnr3dEcyE/s1600-h/Schnee.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5154965535101607938" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4od140c4AI/AAAAAAAAATA/G3rnr3dEcyE/s400/Schnee.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4od140c4BI/AAAAAAAAATI/-OmJSUtXhPs/s1600-h/Zorge.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5154965535101607954" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4od140c4BI/AAAAAAAAATI/-OmJSUtXhPs/s400/Zorge.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;Richard Sorge&lt;/em&gt;&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Auf dem Weg beobachteten wir nicht nur super viele im Schnee spazierenden Menschen, sondern vor allem auch klapprige Ladas und Gigolos, die mit durchdrehenden Reifen versuchten vorwärts zu kommen, oder bremsten und trotzdem verzweifelt weiter rutschten. Aber erstaunlicherweise passierte...gar nichts. Keine Massenkarambolagen oder angefahrene Passanten, zumindest soweit wir das in den drei Stunden auf den Straßen mitbekommen haben. Zwar musste an der einen oder anderen Stelle die Marschrutka den Berg hochgeschoben werden, oder das Taxi aus einem Schneehaufen befreit werden, aber ansonsten blieb alles katastrophenfrei.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4oc040c38I/AAAAAAAAASg/HxghKI2f9pc/s1600-h/Schnee2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5154964418410110914" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4oc040c38I/AAAAAAAAASg/HxghKI2f9pc/s400/Schnee2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4oc1Y0c39I/AAAAAAAAASo/pgPzBbne7Gg/s1600-h/Schnee1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5154964427000045522" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4oc1Y0c39I/AAAAAAAAASo/pgPzBbne7Gg/s400/Schnee1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4oc1Y0c3-I/AAAAAAAAASw/Si-i2wxc0b8/s1600-h/Schnee3.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5154964427000045538" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4oc1Y0c3-I/AAAAAAAAASw/Si-i2wxc0b8/s400/Schnee3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Kalt ist es, seitdem sich Baku unter einer dicken weißen Decke aus feinem Pulverschnee befindet und unter Umständen gefriert das ein oder andere Wasserrohr dann auch mal, aber dagegen gibt es ja Hamams (Dampfbäder), die man bei gegebenem Anlass aufsuchen kann. Ansonsten ist mir vor allem Eines aufgefallen: Stille! Zunächst, weil Schnee Lärm ja sowieso schon dämpft, aber auch weil nicht mehr so viele Fahrzeuge die Straßen bevölkern. Man kann plötzlich entspannt die Straße überqueren und sogar auf der Straße spazieren. Mit Schnee gefällt mir Baku richtig gut, es sieht sehr hübsch aus, tagsüber in der Sonne und abends mit den vielen leuchtenden Lämpchen. Da sich der ganze Dreck und Müll ja nun unter einem Haufen Schnee befindet, ist es plötzlich auch ungewohnt sauber und ordentlich in Baku (das schätzt man doch als Deutscher ;-)) Nur die Metro ist jetzt noch voller als sonst sowieso schon, aber das nimmt man ja gerne in Kauf, wenn dafür das Drumherum stimmt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Trotz guten Zuredens machte die Kälte nicht vor unserer Wohnungstür Halt. Das Thermometer steigt nur in seltenen Fällen über 13 Grad in meinem Zimmer und was wir hier machen, kann man vielleicht in die Kategorie „Abhärtungstraining“ einordnen. Zunächst bewohnen Corinne und ich nur noch mein Zimmer, denn ihres ist so eine Art Anbau und deswegen sind die Wände noch weniger isolierfähig als in meinem Zimmer. Es dient nur noch als Abstellraum und heißt „ der Kühlschrank“. Unsere Betten stehen neben dem Ofen, der Wärme aus Andrejs Zimmer abstrahlt und unter unseren vielen warmen Decken bzw. bekleidet mit mehreren Schichten Pullovern, dicken Socken und Schals trotzen wir den Temperaturen. Außerdem laden wir uns oft netten Besuch ein, um die Anzahl an Körpern im Raum zu erhöhen und damit auch mehr Wärme zu produzieren. Manchmal reicht aber auch schon Tanzen (da wird einem warm), eine von Corinne und mir häufig praktizierte Tätigkeit, unser Besuch bleibt da eher zurückhaltend...&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4obnI0c37I/AAAAAAAAASY/AU1fXBVkTVI/s1600-h/Zimmer.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5154963082675281842" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4obnI0c37I/AAAAAAAAASY/AU1fXBVkTVI/s400/Zimmer.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;unser Wärmelager ist so gemütlich wie es aussieht :-)&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Und während ich das hier schreibe, sind meine Finger und Füße auch schon wieder fast eingefroren, vielleicht sollte ich gleich mal eine Tanzrunde einlegen oder zum Aufwärmen heute mal wieder ins Hamam gehen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-869738781883517829?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/869738781883517829/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=869738781883517829' title='13 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/869738781883517829'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/869738781883517829'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2008/01/baku-und-der-schnee.html' title='Baku und der Schnee'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4od1o0c3_I/AAAAAAAAAS4/GISrzUQaZiU/s72-c/Schnee4.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>13</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-1405947136012837455</id><published>2008-01-10T23:41:00.001+03:00</published><updated>2008-12-13T05:12:53.114+03:00</updated><title type='text'>Romantik am Strand...</title><content type='html'>&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aDTo0c3zI/AAAAAAAAARU/w6ZjN0uTHNE/s1600-h/Strand1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153951196970278706" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aDTo0c3zI/AAAAAAAAARU/w6ZjN0uTHNE/s400/Strand1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aDT40c30I/AAAAAAAAARc/YjPEwSYEQUU/s1600-h/Strand2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153951201265246018" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aDT40c30I/AAAAAAAAARc/YjPEwSYEQUU/s400/Strand2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;Ob das nun romantisch ist?! Egal, Michi &amp;amp; Corinne scheinen sich wohl zu fühlen...&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-1405947136012837455?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/1405947136012837455/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=1405947136012837455' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/1405947136012837455'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/1405947136012837455'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2008/01/romantik-am-strand.html' title='Romantik am Strand...'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aDTo0c3zI/AAAAAAAAARU/w6ZjN0uTHNE/s72-c/Strand1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-1868591446804135673</id><published>2008-01-10T23:38:00.001+03:00</published><updated>2008-12-13T05:12:54.155+03:00</updated><title type='text'>Schlammvulkane</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aC440c3yI/AAAAAAAAARM/B4TYO0tUrFA/s1600-h/Schlammvulkane6.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153950737408778018" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aC440c3yI/AAAAAAAAARM/B4TYO0tUrFA/s400/Schlammvulkane6.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aCt40c3tI/AAAAAAAAAQk/PQb24wZ3K6I/s1600-h/Schlammvulkane1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153950548430216914" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aCt40c3tI/AAAAAAAAAQk/PQb24wZ3K6I/s400/Schlammvulkane1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aCuI0c3uI/AAAAAAAAAQs/WeRE_VgkJfU/s1600-h/Schlammvulkane2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153950552725184226" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aCuI0c3uI/AAAAAAAAAQs/WeRE_VgkJfU/s400/Schlammvulkane2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aCuI0c3vI/AAAAAAAAAQ0/5NfIlWsxxn8/s1600-h/Schlammvulkane3.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153950552725184242" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aCuI0c3vI/AAAAAAAAAQ0/5NfIlWsxxn8/s400/Schlammvulkane3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aCuY0c3wI/AAAAAAAAAQ8/S5PYHnpdH8U/s1600-h/Schlammvulkane4.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153950557020151554" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aCuY0c3wI/AAAAAAAAAQ8/S5PYHnpdH8U/s400/Schlammvulkane4.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aCuY0c3xI/AAAAAAAAARE/GvDBZfStQMo/s1600-h/Schlammvulkane5.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153950557020151570" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aCuY0c3xI/AAAAAAAAARE/GvDBZfStQMo/s400/Schlammvulkane5.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-1868591446804135673?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/1868591446804135673/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=1868591446804135673' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/1868591446804135673'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/1868591446804135673'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2008/01/schlammvulkane.html' title='Schlammvulkane'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4aC440c3yI/AAAAAAAAARM/B4TYO0tUrFA/s72-c/Schlammvulkane6.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-2761906437934047653</id><published>2008-01-10T23:01:00.000+03:00</published><updated>2008-12-13T05:12:54.758+03:00</updated><title type='text'>Ganz herzlich begrüßen wir das Neue Jahr!</title><content type='html'>&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4Z8l40c3qI/AAAAAAAAAQM/9SebpCkWQEw/s1600-h/Silvester1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153943813921496738" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4Z8l40c3qI/AAAAAAAAAQM/9SebpCkWQEw/s400/Silvester1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; &lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;em&gt;die WG letztes Jahr&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4Z8mY0c3rI/AAAAAAAAAQU/pA3XUNma6Ho/s1600-h/Silvester2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153943822511431346" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4Z8mY0c3rI/AAAAAAAAAQU/pA3XUNma6Ho/s400/Silvester2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4Z8mY0c3sI/AAAAAAAAAQc/Uswo28cQTvI/s1600-h/Silvester3.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153943822511431362" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4Z8mY0c3sI/AAAAAAAAAQc/Uswo28cQTvI/s400/Silvester3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;Silvesterparty&lt;/em&gt; &lt;em&gt;bei&lt;/em&gt; &lt;em&gt;AOS&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Vor Lichterketten und Glitzerbehang fast platzende, riesige Weihnachtsbäume stehen in Baku schon seit Anfang Dezember herum, bis zum Ende des Monats werden es immer mehr und auch mehr Weihnachtsmänner sieht man auf der Straße herumlaufen oder auf Bänken sitzen, damit man sich mit ihnen fotografieren lassen kann – für einen unvergesslichen Moment im Familienalbum. Für uns ein bisschen komisch, denn auch nach Weihnachten bzw. immer noch also im Januar blinken die Weihnachtsbäume und die Weihnachtsmänner zwinkern immer noch von den Bänken herüber und warten auf die nächsten Fotokandidaten. Aber Weihnachten ist doch längst vorbei bzw. Aserbaidschan ist ein muslimisches Land – woher der ganze Weihnachtskram? Wahrscheinlich ist das mit dem Weihnachtsbaum und den Weihnachtsmännern ein Resultat der russischen Einflüsse in Aserbaidschan. Das russisch orthodoxe Weihnachtsfest findet am 07. Januar statt und die Menschen machen sich ihre Geschenke zu Silvester. Aber das Neujahrsfest bzw. Silvester ist in Aserbaidschan besonders deswegen so wichtig, denn es handelt sich auch um den Tag der Vereinigung aller Aserbaidschaner.&lt;br /&gt;Bei AOS feiern wir am 29.12. „New Year“. Mittags sitzen alle an einer langen Tafel, es gibt Säfte, Softdrinks, Rotwein für die Männer, Piraschki, überfahrenes Huhn, Gutabi, Mayonnaise Salate, Obst und Sahnetorte. Der hierarchischen, patriarchischen Rangordnung folgend (also erst der Chef, dann zuerst alle Männer ihrer Rangstellung im Büro folgend und dann die Frauen) bringt jeder einen Toast aus und wünscht AOS für die Zukunft eine prosperierende Entwicklung, Wachstum und Fortschritt. Aber natürlich darf auch der Gedanke an die Gesamtheit aller Aserbaidschaner nicht vernachlässigt werden und deswegen wird unter anderem auch auf eine baldige Befreiung Berg-Karabachs getrunken. Ein unleidiges, politisch sehr umstrittenes, emotional hoch aufgeladenes Thema, das man als Ausländer versucht nicht unbedingt anzusprechen. In meiner ersten Woche in Aserbaidschan fand ich mich nach bloßer Erwähnung aus Neugier mitten in einer heftigen Diskussion wieder. Aus Fehlern lernt man und inzwischen versuche ich mit den meisten Personen politische Diskussionen zu vermeiden. Nicht nur, weil die Diskussionen oft unsachlich und sehr emotional werden, sondern weil ich auch das Gefühl habe, die meisten sind es Leid immer wieder über den Konflikt mit Armenien zu sprechen. Gerade mit Ausländern, die eine völlig andere Perspektive im Konflikt einnehmen und eine eurozentrische Interpretation des Konfliktes haben, führt eine derartige Diskussion in den meisten Fällen nur zu Missverständnissen und Unverständnis auf beiden Seiten. Trotzdem werde ich den Eindruck nicht los, dass es in absehbarer Zeit zu gar keiner friedlichen Einigung im Streit mit Armenien kommen kann, denn der Zorn und die unangefochtene Opferhaltung und Einstellung man sei im Recht wird wie ein zähes Feuerchen geschürt (auf beiden Seiten im Übrigen). Die junge Generation kommt so gar nicht auf die Idee die Situation zu hinterfragen oder eine andere Perspektive einzunehmen. Zum selbstständigen Denken wird man in Aserbaidschan nicht erzogen, was aber nicht heißt, dass es in Aserbaidschan niemanden gibt, der reflektiert und nachdenkt. Ich habe in der Zwischenzeit viele, vor allem junge, sehr fitte Azeris kennen und schätzen gelernt. Trotzdem ist es schade, dass das Bildungssystem so verkommen und marode ist, denn es gibt viele intelligente und interessierte junge Menschen hier und sicher noch viel mehr, die Potential aufweisen, das nur nicht gefördert wird. Aber die meisten derjenigen, die etwas voranbringen und bewegen könnten sind dann auch diejenigen, die weggehen und die die Chance nutzen, um im Ausland studieren oder zu arbeiten.&lt;br /&gt;Kurzer Exkurs – jetzt geht es wieder um Neujahr. Michi hatten wir nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten ja doch noch glücklicherweise nach Aserbaidschan geschleust. Eigentlich haben wir nicht mehr damit gerechnet, denn auf der aserbaidschanischen Botschaft in Tbilisi, wo Michi seit Wochen sein Visum beantragen wollte, hieß es plötzlich: vom 25.12. bis 02.01. werden keine Visa ausgestellt. Ok, und wieso? Zuerst unterstellten wir der Botschaft gemeine Willkür. Aber da lagen wir falsch, denn der sehr nette und hilfsbereite Botschaftsmitarbeiter hatte selber Angst um sein Leben. Das Kontingent an Visa für 2007 war vor Ablauf des Jahres ausgelaufen. Haben wir wieder was gelernt, es gibt eine vorher festgelegte Anzahl an Visa, die pro Jahr ausgestellt werden können. Tatsächlich? Oder nur bei der aserbaidschanischen Botschaft in Tbilisi?! Auf jeden Fall wartete der Botschaftsmitarbeiter genauso sehnsüchtig auf Visanummern aus Baku wie wir und die LKW-Fahrer an der aserbaidschanischen Grenze, die seit Tagen an der Grenze festsaßen. Aller guten Dinge sind drei und beim dritten Versuch, am 28.12. gab es dann doch noch eine Nummer für Michi und wir konnten ihn mit in die kaukasische Metropole nehmen. Silvester genossen wir von einer Dachterrasse in der Altstadt einen schönen Blick auf Baku City und das Feuerwerk. Punkt 12 stießen wir mit einem Dutzend anderen Deutschen auf das Neue Jahr an, aber von Feuerwerk keine Spur. Eigentlich nicht so verwunderlich, eher erwartungsgemäß. Zehn Minuten nach 12 ging es dann aber los und die nächste halbe Stunde war der Himmel über Baku flackernd, bunt erleuchtet.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-2761906437934047653?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/2761906437934047653/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=2761906437934047653' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/2761906437934047653'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/2761906437934047653'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2008/01/die-wg-letztes-jahr-silvesterparty-bei.html' title='Ganz herzlich begrüßen wir das Neue Jahr!'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4Z8l40c3qI/AAAAAAAAAQM/9SebpCkWQEw/s72-c/Silvester1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-5001485233668734749</id><published>2008-01-09T23:52:00.000+03:00</published><updated>2008-12-13T05:12:56.041+03:00</updated><title type='text'>Winterurlaub...</title><content type='html'>&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4U1V40c3lI/AAAAAAAAAPk/7Y7xTlXpZt0/s1600-h/Bakuriani1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153583998741306962" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4U1V40c3lI/AAAAAAAAAPk/7Y7xTlXpZt0/s400/Bakuriani1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;Bakuriani&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4U1V40c3mI/AAAAAAAAAPs/MJqv8Rj59cQ/s1600-h/Bakuriani2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153583998741306978" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4U1V40c3mI/AAAAAAAAAPs/MJqv8Rj59cQ/s400/Bakuriani2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4U1WI0c3nI/AAAAAAAAAP0/pDKHOUKt54k/s1600-h/Bakuriani3.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153584003036274290" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4U1WI0c3nI/AAAAAAAAAP0/pDKHOUKt54k/s400/Bakuriani3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4U1WY0c3oI/AAAAAAAAAP8/5xRlJM6pnzI/s1600-h/Bakuriani4.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153584007331241602" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4U1WY0c3oI/AAAAAAAAAP8/5xRlJM6pnzI/s400/Bakuriani4.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4U1Wo0c3pI/AAAAAAAAAQE/X5wmiTkbuWY/s1600-h/Bakuriani5.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153584011626208914" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4U1Wo0c3pI/AAAAAAAAAQE/X5wmiTkbuWY/s400/Bakuriani5.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4U09I0c3kI/AAAAAAAAAPc/3fN4GjojO94/s1600-h/Bakuriani6.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153583573539544642" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4U09I0c3kI/AAAAAAAAAPc/3fN4GjojO94/s400/Bakuriani6.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Was macht man im Winter in Georgien, wenn man zwei Tage Zeit hat und unbedingt in einer wunderschönen Winterlandschaft bei strahlend blauem Himmel und ungetrübtem Sonnenschein durch knietiefen, feinen Pulverschnee stapfen will? Man setzt sich in Tbilisi in eine Marschrutka und steigt drei Stunden später auf 1700 Höhenmetern in Bakuriani wieder aus.&lt;br /&gt;Was für ein toller Kurztrip! Corinne, Michi, Corinna und ich genießen zwei tolle Tage im ehemaligen St. Moritz der Sowjetunion. Wir keuchen, im Schnee versinkend, einen kleinen Berg hoch von dem wir eine schöne Aussicht auf den Ort genießen, spazieren durch Bakuriani und weichen kleinen Georgiern auf den Straßen aus, die dort ihre ersten Versuche auf Skiern unternehmen und zu bereits fortgeschritteneren Abenteuern auf Lenkschlitten fähig sind. Corinne und Corinna leihen sich Skier aus und wedeln gekonnt und mit dem größten Vergnügen die (hell-)blaue Piste hinunter. Michi und ich mieten uns Schlitten, sind ganz begeistert vom Schlittenlift und sausen dann jauchzend und lachend und im Affenzahn den Hang hinab. Zum Abschluss unseres wundervollen Mini-Winterurlaubs fahren wir mit einer Schlittenkutsche einmal um den Ort herum. Diese Fahrt dauert ungefähr eine halbe Stunde, wovon wir aber die ersten zehn Minuten darüber diskutieren wie schrecklich das für das arme Pferd sein muss, das uns jetzt durch die Gegend zieht. Wir beschließen dann aber doch sitzen zu bleiben und sind fast die restlichen 20 Minuten damit beschäftigt die schöne Landschaft, die an uns vorbeizieht in unverwackelten Bildern festzuhalten, was eigentlich letztendlich, glaub ich, keinem gelungen ist. Aber schön war es trotzdem und diese unvergleichlichen Eindrücke sind ja sowieso in irgendeiner Ecke im Gehirn eingespeichert, wer braucht da noch Fotos.&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-5001485233668734749?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/5001485233668734749/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=5001485233668734749' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/5001485233668734749'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/5001485233668734749'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2008/01/winterurlaub.html' title='Winterurlaub...'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4U1V40c3lI/AAAAAAAAAPk/7Y7xTlXpZt0/s72-c/Bakuriani1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-3343561560594637742</id><published>2008-01-09T23:38:00.000+03:00</published><updated>2008-12-13T05:12:57.389+03:00</updated><title type='text'>Unterwegs mit ASA-Reisen ;-)</title><content type='html'>&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4UzyI0c3jI/AAAAAAAAAPU/9Ue35D4kyOA/s1600-h/Tbilisi6.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153582285049355826" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4UzyI0c3jI/AAAAAAAAAPU/9Ue35D4kyOA/s400/Tbilisi6.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4UzUo0c3eI/AAAAAAAAAOs/gZPTC-RhWPI/s1600-h/Tbilisi1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153581778243214818" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4UzUo0c3eI/AAAAAAAAAOs/gZPTC-RhWPI/s400/Tbilisi1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;Tbilisi!&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4UzVI0c3fI/AAAAAAAAAO0/HaVLDDEkOzU/s1600-h/Tbilisi2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153581786833149426" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4UzVI0c3fI/AAAAAAAAAO0/HaVLDDEkOzU/s400/Tbilisi2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt; die Schwefelbäder :-)&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4UzV40c3gI/AAAAAAAAAO8/IGrlk3eXY_w/s1600-h/Tbilisi3.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153581799718051330" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4UzV40c3gI/AAAAAAAAAO8/IGrlk3eXY_w/s400/Tbilisi3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4UzWI0c3hI/AAAAAAAAAPE/JT6wQ8O9c6k/s1600-h/Tbilis4.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153581804013018642" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4UzWI0c3hI/AAAAAAAAAPE/JT6wQ8O9c6k/s400/Tbilis4.jpg" border="0" /&gt; &lt;p align="center"&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;ein georgischer Kirchturm&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4UzWo0c3iI/AAAAAAAAAPM/IJTVqDkwm6c/s1600-h/Tbilisi5.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153581812602953250" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4UzWo0c3iI/AAAAAAAAAPM/IJTVqDkwm6c/s400/Tbilisi5.jpg" border="0" /&gt; &lt;p align="justify"&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Bald nun ist Weihnachten….und Corinne und ich wollen nicht alleine in Baku vor dem nicht vorhandenen Weihnachtsbaum hocken und die Wand anstarren und auch Michi und Corinna, die beiden anderen ASAten in Tbilisi sehnen sich nach kommunikativer Gesellschaft. Was liegt da näher als für uns die Gelegenheit am Schopfe zu packen und uns in einen total überheizten Nachtzug nach Tbilisi zu setzen. An der Grenze füllen wir eine georgische Zollerklärung aus, die auch noch komplett in georgischer Schrift anflattert – ohne zu unterschreiben – aber das interessiert anscheinend niemanden, denn den Stempel kriegen wir trotzdem.&lt;br /&gt;Tbilisi hat Charakter, die Menschen in Georgien sehen uns schon ähnlicher und, das soll jetzt eigentlich nur ein Kompliment für die Georgier sein, es handelt sich nämlich um überdurchschnittlich schöne Menschen. Schon vormittags kann es passieren, dass man sich in einen überquellenden Bus quetscht und mal mehr mal weniger dezent in den Genuss von Vodkaschwaden und anderen Körpergerüchen kommt – in Aserbaidschan passiert das so gut wie nie. Das soziale Gefälle in Tbilisi ist nicht so ausgeprägt wie in Baku. Es fehlen die Superreichen und man sieht mehr Bettler und eine große Masse an Menschen, die im ökonomischen Mittelfeld zu schwimmen scheinen. Im Gegensatz zu Baku versteht eigentlich niemand Englisch auf der Straße oder in Geschäften, auf dem Bazar hat man manchmal sogar mit Russisch Verständigungsprobleme. Die jüngste politische Unruhe im Land spiegelt sich an den mit einem grinsenden Saakaschwili zuplakatierten staatlichen gelben Bussen wieder. Im Fernsehen bringt nach 18 Uhr jeder Sender nur noch entweder Wahlpropaganda à la Saakaschwili (besonders eindrucksvoll: winkende und lachende, vor Glück nur so sprudelnde Kinder, die durch Tbilisi laufen und man das Gefühl bekommt kein Land lässt mehr Endorphine ausschütten als Georgien), ohne Punkt und Komma redende Mitglieder der Opposition oder Interviews mit Saakaschwili. Die georgische Küche – ein Genuss. Zum Frühstück gibt es bevorzugt Gebäckkugeln mit Vanillefüllung oder Nutellabrot (na gut, das ist weniger georgisch...). Mittags dann Chatschapuri (Käsebrot – total lecker) und abends alles was sonst noch übrig bleibt, z.B. eingelegte Auberginen mit Knoblauch und Walnüssen, mit Käse überbackene Pilze, Lobio (Bohnenpampe), immer wieder Chatschapuri, riesige Mantu und dazu georgische, pappsüße Limonade, sehr mineralhaltiges, salziges Wasser oder Rotwein.&lt;br /&gt;Und was hat mir am besten gefallen? Der Besuch im Schwefelbad! Die beste Erfindung überhaupt. Verfroren und voller Vorfreude betritt man die nach Schwefel stinkenden Gewölbe, zahlt ein paar Lari, bekommt ein großes Laken und kann sich dann im privaten Schwefelbad austoben. Das Wasser kommt direkt aus dem Untergrund und wärmt den ganzen Körper im dampfenden Bad so richtig auf. Zwischendurch springt man unter die kalte Dusche, versucht dabei den Kreislauf unter Kontrolle zu behalten und dann geht es wieder ins heiße Wasser. Nach diesem sehr wohltuenden und angenehm entspannenden Bad ist die Haut ganz weich und bis aufs äußerste relaxt, zufrieden und glücklich schwebt man nach Hause wo man im günstigsten Fall gleich ins Bett und in einen komaartigen Schlaf fällt. Ich nehme am gleichen Abend noch, den wieder total überheizten Nachtzug nach Baku, wo ich zwar aufgrund der Hitze (wie auch viele anderen Mitfahrer) nicht schlafen kann, aber dafür gute Gespräche über die Unterschiede zwischen Georgien, Aserbaidschan und Deutschland führe und nach dem Aufstehen Tee und Kekse bekomme.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-3343561560594637742?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/3343561560594637742/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=3343561560594637742' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/3343561560594637742'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/3343561560594637742'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2008/01/unterwegs-mit-asa-reisen.html' title='Unterwegs mit ASA-Reisen ;-)'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R4UzyI0c3jI/AAAAAAAAAPU/9Ue35D4kyOA/s72-c/Tbilisi6.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-2477205658060161156</id><published>2007-12-21T14:40:00.000+03:00</published><updated>2007-12-21T14:43:21.130+03:00</updated><title type='text'>How to socialize in Baku?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Jeder der schon einmal länger im Ausland war, weiß: das Land, die Stadt, die Natur, die Arbeit, alles kann noch so umwerfend schön und einmalig sein, wenn das soziale Umfeld nicht stimmt, dann fühlt man sich trotzdem nicht hundertprozentig wohl. Das mit dem sozialen Umfeld war hier für mich von Anfang an kein Problem, denn Corinne und ich sitzen zwar manchmal 24 Stunden aufeinander, aber die Köpfe haben wir uns noch nicht eingeschlagen. Bei AOS sind auch alle sehr nett, aber außerhalb der Arbeit trifft man sich eigentlich nicht. Gleich in der ersten Woche hatten wir es bei den „Hash House Harriers“ (überwiegend anglophone internationale Community in wohl jeder großen Stadt auf der Welt) versucht, allerdings schnell gemerkt, dass das nicht unsere Welt ist. Kurz vor der sozialen Verzweiflung (das ist maßlos übertrieben, wir fühlten uns bis jetzt jeden Tag pudelwohl) fängt Corinne an in der Sprachschule zu unterrichten. Dort lernt sie andere total nette Lehrerinnen kennen wie Inara und Könül, die leider seit ein paar Tagen in Deutschland ist. Außerdem fliegt Tilman aus Deutschland ein und wir freuen uns über fotografierende, überaus angenehme und Aserbaidschan auch noch nicht kennende Gesellschaft. Parallel besuchen interessierte und sehr sympathische Studentinnen unseren Conversation Club am Samstag. Wir laden zu Filmabenden ein und die Mehrzahl der Gäste bei Corinnes Geburtstags-Pizza-Essen sind Aserbaidschaner. Derart integriert kommen wir in den Genuss von häufiger werdender aserbaidschanischer Gesellschaft. Sei es auf Spaziergängen durch das nächtliche Baku auf denen man den Mond ganz nah sieht, sich an dem Blick über die leuchtende und blinkende Stadt erfreut, Popcorn essend den Boulevard am kaspischen Meer entlang spaziert und in der Kälte einen heißen Tee trinkt oder auf der Abschlussprüfungsparty der DSH-Studenten (Sprachschule). Da zu Sean Paul und ähnlichem getanzt wurde und der Spaß um 21 Uhr zu Ende war, fühlten wir uns zwar eher wie auf einer Klassenparty, aber amüsant wars trotzdem. Eigentlich lief das ganze unter dem Motto „Feuerzangenbowle“. Die wurde tatsächlich mit originalem Zuckerhut zubereitet, aber auf Heinz Rühmann und Komparsen, die ihren Spaß auf der Leinwand hatten, hat - vielleicht wegen der eher anspruchsvollen Soundqualität - niemand geachtet :-).&lt;br /&gt;Die Sprachstudenten sind keine Sprachstudenten mehr und wir nicht mehr ihre Lehrerinnen. Grund genug um sich auch außerhalb des Klassenzimmers zu treffen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an unsere aserbaidschanischen Jungs für die netten Abende. Ohne deren Begeleitung hätten wir Mädchen in einem so konservativen Land wie Aserbaidschan nicht einfach in ein Teehaus gehen können, um Domino zu spielen und Schischa zu rauchen, Billard spielen zu gehen oder sich sonst wie nach Einbruch der Dunkelheit in der Stadt herum treiben zu können.&lt;br /&gt;Die nächsten Parties und Filmabende sind geplant und wir sind gespannt was uns bezüglich „Socializing“ in Aserbaidschan noch so erwartet.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-2477205658060161156?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/2477205658060161156/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=2477205658060161156' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/2477205658060161156'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/2477205658060161156'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2007/12/how-to-socialize-in-baku.html' title='How to socialize in Baku?'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-4318741211883943547</id><published>2007-12-21T14:18:00.000+03:00</published><updated>2008-12-13T05:12:59.807+03:00</updated><title type='text'>So kann man sich auch die Zeit vertreiben...</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;In Anbetracht der Tatsache, dass Corinne fast täglich ihre Homepage um neue Anekdoten erweitert und ich so tue als ob es aus Baku nichts zu berichten gibt, möchte ich jetzt mal von meinen letzten zwei, drei Wochen erzählen.&lt;br /&gt;Neueste Errungenschaften: ein verlängertes Visum, eine aserbaidschanische ID bzw. Registrierung, ein eigens Internetkabel im neuen Büro von AOS, eine rote Strickjacke (Baku braucht Farbe), eine Verlängerung meines ASA-Projektaufenthaltes, kurzzeitig auch eine komplett neue Projektaufgabenstellung, die mich zwei Tage lang total verwirrt hat, mehr als eine Handvoll aserbaidschanische Freunde, ein bisschen mehr Gelassenheit bezüglich der Wasserproblematik und endlich habe ich auch mal Erdöl gesehen.&lt;br /&gt;Weil das alte Büro zu teuer war ist AOS vor einer Woche in ein neues Büro gezogen. Ich bin jetzt eine Stunde unterwegs, um zur Arbeit zu kommen. Vorher waren es 15 Minuten zu Fuß. Jetzt laufe ich eine Viertelstunde, stehe mir eine halbe Stunde in der U-Bahn die Beine in den Bauch (schlafe auf dem Rückweg regelmäßig ein) und laufe noch mal eine Viertelstunde bis ich schließlich da bin. Klingt langweiliger und länger als es mir vorkommt. Außerdem in Aserbaidschan gilt: Zeit ist kein Geld. Das neue Büro ist mitten in einer Wohnsiedlung im Sowjetstil. Drei Zimmer, Küche, Bad, 2 Balkons. Die Wände sind rosa und hellblau gestrichen. Leider gibt es nur morgens zwischen sieben und neun Uhr Wasser. Da müsste jemand kommen und den Tank im Bad füllen. Das hat aber nur an den ersten beiden Tagen geklappt. Danach hatte wohl keiner mehr Lust früh aufzustehen, denn seitdem gibt es eigentlich kein Wasser mehr im Büro, was, na ja, unter Umständen und langfristig gesehen problematisch wird....&lt;br /&gt;Auch gab es am Anfang Probleme mit dem Strom, denn für 10 Rechner plus Monitore, meinen Laptop, Licht und einen Heizstrahler, denn es gibt keine Heizung, waren die Netzkapazitäten in der Wohnung nicht ausgelegt. Inzwischen haben sie das Problem aber behoben, was auch zwingend notwendig war, denn ich kann dank Laptop natürlich auch ohne Strom arbeiten, aber alle anderen haben etwa zehn mal täglich ihren Rechner hochgefahren, zum Arbeiten kommt unter diesen Umständen natürlich keiner.&lt;br /&gt;Erfreulicherweise und auch sehr überraschend konnte ich vor ein paar Tagen meinen ASA-Projektaufenthalt um einen Monat verlängern. Ich bleibe also nun bis etwa 25.02. und werde in den kommenden zwei Monaten hoffentlich noch alles schaffen, was ich mir vorgenommen habe. Also nicht nur die Infotafeln für den Lehrpfad im Hirkan Nationalpark fertig zu stellen, sondern auch Mehrab helfen sein geliebtes Traum-Insektenhotel zu bauen und im Januar und Februar Sevinj &amp;amp; Co in die Hohe Kunst des GIsens einzuführen.&lt;br /&gt;Zu meiner Freude habe ich meine Visumsverlängerung für 20 Dollar bekommen. Ein Visum kostet eigentlich 60 Dollar, aber für mich im Rahmen des Kulturabkommens zwischen Aserbaidschan und Deutschland ist es kostenlos - theoretisch. Na ja, für dieses Abkommen hat sich schon in der Botschaft in Berlin keiner interessiert und deswegen habe ich mir hier keine großen Hoffnungen gemacht. Aber angesprochen habe ich den mürrischen Mitarbeiter im Außenministerium dann doch darauf. Zuerst ein kritischer Blick, die Stirn runzelte sich immer mehr und schließlich kippte seine Stimmung in kooperative Unwissenheit. Er werde meine Verbalnote mitnehmen und das checken lassen. Ich soll in drei Stunden wiederkommen. Ich war schon am gehen, da rief er mir noch hinterher, dass er mir auch mein Visum jetzt für nur 20 Dollar gibt, wenn ich nicht darauf bestehe, dass irgendjemand sich die Mühe macht und versucht die Verbalnote zu verstehen. Dieses Angebot musste er mir natürlich nicht zweimal machen ;-). Ein paar Tage später konnten Corinne und ich dann unsere Visa abholen, um 18 Uhr hieß es. Sicherheitshalber waren wir schon zehn Minuten vorher da. Allerdings waren wir nicht die einzigen mit dieser Idee. Etwa 40 oder 50 Männer verschiedenster Nationen saßen schon im Wartebereich, als wir eintrafen. Oh je, das kann ja lange dauern bis wir unsere Pässe zurück bekommen...dachten wir. Für einen kurzen Moment vergaßen wir wohl, dass wir im Land der Gentlemen sind, denn als es um kurz nach 18 Uhr los ging und jeder einzeln an den Schalter treten durfte um seinen Pass abzuholen hieß es: Women first, please! :-)&lt;br /&gt;Mit dem verlängerten Visum konnten wir uns dann auch endlich registrieren. Das ist wohl zwingend notwendig, denn wenn man länger als 30 Tage bleibt und ohne Registrierung ausreist, dann muss man mit Strafen im mindestens dreistelligen Bereich rechnen. Das Problem ist nur, dass es für Ausländer schwer ist sich registrieren zu lassen, denn man braucht einen Mietvertrag, der notarisch beglaubigt werden muss oder man ist Wohnungsbesitzer. Wir haben natürlich weder eine Wohnung noch einen Mietvertrag und unsere Vermieterin hätte uns auch keinen ausgestellt, denn wenn man seine Wohnung offiziell vermietet, zahlt man hohe Steuern. Dazu hat verständlicherweise keiner Lust, deswegen vermieten viele ohne richtigen Mietvertrag. Dank der etwas undurchsichtigen – oder auch korrupten – Bürokratie halten wir jetzt jedoch trotzdem stolz unsere aserbaidschanischen Personalausweise in Händen. Wir (Tilman, Corinne und ich) wohnen jetzt offiziell in der Wohnung einer sehr netten und super hilfsbereiten Aserbaidschanerin (Danke Latifa!) zusammen mit einem anderen Deutschen. Aber das ist durchaus realistisch, die Wohnung hat fünf Zimmer. Es können also ohne unglaubwürdig zu wirken noch locker zwei drei andere Ausländer einziehen...&lt;br /&gt;Das Ganze hat uns wiederholte Rennereien und Wartereien auf verschiedenen Polizeistationen beschert. Zuerst hatten Corinne und ich es alleine versucht, aber keine Chance, ohne Mietvertrag geht nichts. Mit Hilfe von Latifa haben wir jetzt „nur“ insgesamt 70 Manat bezahlt und müssen uns um hoffentlich gar nichts mehr kümmern.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ujPY0c3ZI/AAAAAAAAAOE/ei6Pfk2r3mU/s1600-h/Baku1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146386483956735378" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ujPY0c3ZI/AAAAAAAAAOE/ei6Pfk2r3mU/s400/Baku1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ujPY0c3aI/AAAAAAAAAOM/-FYM3Ws-Cmo/s1600-h/Baku2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146386483956735394" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ujPY0c3aI/AAAAAAAAAOM/-FYM3Ws-Cmo/s400/Baku2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ujPo0c3bI/AAAAAAAAAOU/aarwQE3EItw/s1600-h/Baku3.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146386488251702706" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ujPo0c3bI/AAAAAAAAAOU/aarwQE3EItw/s400/Baku3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ujPo0c3cI/AAAAAAAAAOc/CV42lOR2UJM/s1600-h/Baku9.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146386488251702722" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ujPo0c3cI/AAAAAAAAAOc/CV42lOR2UJM/s400/Baku9.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ui240c3UI/AAAAAAAAANc/ryfg2AKnH68/s1600-h/Baku4.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146386063049940290" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ui240c3UI/AAAAAAAAANc/ryfg2AKnH68/s400/Baku4.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ui3I0c3VI/AAAAAAAAANk/JOkhej21oZs/s1600-h/Baku5.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146386067344907602" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ui3I0c3VI/AAAAAAAAANk/JOkhej21oZs/s400/Baku5.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ui3I0c3WI/AAAAAAAAANs/I4J6lg35zRI/s1600-h/baku6.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146386067344907618" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ui3I0c3WI/AAAAAAAAANs/I4J6lg35zRI/s400/baku6.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ui3Y0c3XI/AAAAAAAAAN0/jwP0r5fsGC0/s1600-h/Baku7.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146386071639874930" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ui3Y0c3XI/AAAAAAAAAN0/jwP0r5fsGC0/s400/Baku7.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ui3Y0c3YI/AAAAAAAAAN8/64JzHS_gE8w/s1600-h/Baku8.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146386071639874946" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ui3Y0c3YI/AAAAAAAAAN8/64JzHS_gE8w/s400/Baku8.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2uhYY0c3SI/AAAAAAAAANM/ZeK2eCL_w_M/s1600-h/ErdÃ¶l1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146384439552302370" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2uhYY0c3SI/AAAAAAAAANM/ZeK2eCL_w_M/s400/Erd%C3%B6l1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-4318741211883943547?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/4318741211883943547/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=4318741211883943547' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/4318741211883943547'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/4318741211883943547'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2007/12/in-anbetracht-der-tatsache-dass-corinne.html' title='So kann man sich auch die Zeit vertreiben...'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ujPY0c3ZI/AAAAAAAAAOE/ei6Pfk2r3mU/s72-c/Baku1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-8780985784748612452</id><published>2007-12-21T00:42:00.000+03:00</published><updated>2008-12-13T05:13:00.444+03:00</updated><title type='text'>Heiraten auf Aserbaidschanisch II</title><content type='html'>&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ri3Y0c3OI/AAAAAAAAAMo/J_voJaRqT34/s1600-h/Hochzeit3.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146174965407341794" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ri3Y0c3OI/AAAAAAAAAMo/J_voJaRqT34/s400/Hochzeit3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ri3Y0c3PI/AAAAAAAAAMw/GMt8nrIbFgs/s1600-h/Hochzeit2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146174965407341810" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ri3Y0c3PI/AAAAAAAAAMw/GMt8nrIbFgs/s400/Hochzeit2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt; &lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;AOS und das Brautpaar&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ri3o0c3QI/AAAAAAAAAM4/2kbnvomwvIk/s1600-h/Hochzeit.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5146174969702309122" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ri3o0c3QI/AAAAAAAAAM4/2kbnvomwvIk/s400/Hochzeit.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Böse Zungen behaupten manchmal die Aserbaidschaner denken nur ans Heiraten und rennen von einer Hochzeit zur nächsten. Na ja, so ganz stimmt das natürlich nicht, aber die Gelegenheit einer Hochzeit beizuwohnen ergab sich für mich hier glücklicherweise zum zweiten Mal. Während fast 22 Jahren Deutschland war ich auf einer einzigen Hochzeit. Sechs Wochen in Aserbaidschan und ich kann schon fast von einem neuen Hobby sprechen ;-).&lt;br /&gt;Sahin und Gülar, zwei ganz nette Mitarbeiter von AOS haben sich vor etwa 2 Wochen das Ja-Wort gegeben. Eingeladen werde ich drei oder vier Tage vorher mit einer schicken Einladung auf der Fotos von dem Hochzeitsrestaurant aufgedruckt sind. Pünktlich um 18 Uhr geht es los. Alle Gäste treffen sich im Foyer des Hochzeitspalastes. Das Brautpaar sitzt vor der Tür in einem leuchtend weißen mit Blumen geschmückten Mercedes. Als mehr oder weniger alle Gäste anwesend sind begibt man sich – das Brautpaar sitzt immer noch im weißen Mercedes - in den Hochzeitssaal und nimmt an den sehr reichhaltig gedeckten Tischen Platz. Alle Mitarbeiter von AOS sitzen an einem Tisch. Sobald man sich hinsetzt fängt man an zu essen, egal ob alle anderen schon sitzen oder ob noch jemand fehlt. Ununterbrochen rennen Kellner herum und schenken Saft ein oder verteilen die Vodka-Gläser, die schon auf dem Tisch stehen, um. Denn nur die Männer bekommen ein Vodka-Glas und wenn man sich als Frau an einen Platz mit einem kleinen Vodka-Glas setzt, eilt schnell jemand herbei und nimmt es weg. Zu essen gibt es mehr oder weniger genau das Gleiche wie auch auf der Hochzeit in Sadihli, nur mit dem Unterschied natürlich, dass es nicht selber gemacht ist und ich habe diesmal ja auch nicht mitgekocht und das schmeckt man natürlich heraus. Eine halbe Stunde etwa schon essen die anwesenden Gäste, vom Brautpaar keine Spur. Gerade als ich fragen will wo denn Sahin und Gülär bleiben, werde ich auf die vier Großleinwände an der Wand aufmerksam, die eine Direktübertragung der Hochzeit garantieren und so dem Gast ermöglichen, das Geschehen zu beobachten ohne sich umständlich umdrehen zu müssen oder den Hals zu recken. Auf der Leinwand sehe ich, dass die beiden jetzt aus dem Auto steigen und den Saal betreten. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die Tür und alle beklatschen den eintretenden Trupp. Man muss Trupp sagen, denn das Brautpaar betritt nicht alleine den Saal. Vor ihnen laufen einer der Kameramänner und sein Kabeljunge und hinter ihnen die Trauzeugen und der zweite Kameramann mit seinem Kabeljungen. In der Mitte des Saals steht ein Tisch auf dem sie einen Vertrag unterschreiben. Ich nehme mal an das ist mit einer standesamtlichen Hochzeit in Deutschland zu vergleichen. Nachdem sie sich das Ja-Wort gegeben haben, ziehen sie sich gegenseitig die Ringe auf (den Teil gab es in Sadihli gar nicht). Das Licht geht aus, eine blaues Schummerlicht geht an, Whitney Houston beginnt zu singen und das Brautpaar fängt an in der Mitte des Saals, umringt von kleinen Mädchen im Engelskostüm, zu tanzen. Peng! Ein Mann schießt Glitzerkonfetti in die Luft und die Traumhochzeit kann beginnen. Das Lied ist zu Ende, das Licht geht an und das Brautpaar nimmt seinen Platz auf dem erhöhten Podest ein. Kaum sitzen sie fünf Minuten kommen nach und nach alle Gäste um sich mit ihnen fotografieren zu lassen. Wir natürlich auch ;-). Parallel ertönt entweder ununterbrochen lautstark aserbaidschanische Musik oder der Hochzeitsmoderator (ich nenne ihn jetzt mal so, denn ich habe die aserbaidschanische Berufsbezeichnung vergessen) trägt die Glückwünsche der Gäste vor. Die Zeit von sieben bis etwa halb zehn verläuft einerseits abwechslungsreich andererseits aber auch etwas monoton. Man sitzt, quatscht und isst die Speisen, die auf dem Tisch gestapelt werden (im wahrsten Sinne des Wortes), denn alle halbe Stunde kommt etwas Neues oder man tanzt, oder lässt sich mit dem Brautpaar fotografieren. Die meisten Frauen tanzen. Die meisten Männer sitzen, trinken Vodka, reden viel und schauen sich vielleicht die Filmübertragung auf den Großleinwänden an. Ich finde das mit der Filmübertragung übrigens auch durchaus praktisch, denn so kann man während man tanzt die Bildschirme ansehen und weiß trotzdem wo die beiden Kameramänner gerade filmen und ganz nebenbei sieht man dann auch, was für eine hervorragend Figur man auf der Tanzfläche macht. Zwischendurch setzen wir uns wieder an den Tisch um uns mit dem üppigen Nahrungsmittelangebot zu stärken. Nach einer Weile wird Obst serviert. Total lecker und erfrischend! Anscheinend stürze ich mich ziemlich darauf, denn ab diesem Zeitpunkt werden von den netten Kellnern in regelmäßigen Abständen Obst- und Nussteller um meinen Teller herum aufgebaut. Vor allem die vielfältigen kreativen Variationen von Birnen und Bananen möchte ich an dieser Stelle einmal loben.&lt;br /&gt;Plötzlich wird es wieder dunkel, die Musik ändert sich und alle Kellner stellen sich mit Fackeln in der Hand in der Mitte in zwei Reihen auf. Gespannt warten die Gäste – oder vielleicht auch nur ich – was passiert. Eine mit wallenden Röcken und Tüchern bekleidete Frau schwebt tanzend herein und trägt auf ihren Händen über ihrem Kopf einen großen brennenden Teller. Tradititioneller Plov (ein Reisgericht mit Trockenobst und Fleisch). Sie tanzt durch den Gang von Kellnern und Fackeln auf das Podest zu. Was genau brennt kann ich nicht erkennen, aber nachdem sie es vor dem Brautpaar abstellt, brennt der Teller noch ein paar Minuten weiter. Das Licht geht wieder an und auch alle anderen Tische bekommen nach und nach Plov serviert. Aber inzwischen ist es schon zehn Uhr und keiner kriegt mehr irgendetwas zu essen in sich hinein. Deswegen bleibt diese Speise wie eigentlich 90% des restlichen Essens das noch auf dem Tisch steht, unberührt. Kurz nach dem Plov schneidet das Brautpaar die riesige Hochzeitstorte an. Jeder Gast bekommt ein Stückchen ab und Eis und Tee gibt es jetzt auch noch. Es ist inzwischen etwa halb elf und Mehrab und ich beginnen gerade ein nettes Gespräch mit den Kellnern. Wir merken gar nicht, dass der Saal sich leert, die Musik aufhört (das merken wir im Unterbewusstsein, denn plötzlich müssen wir uns nicht mehr schreiend verständigen) und die Hochzeit offensichtlich vorbei ist - um 23 Uhr!!! Das Brautpaar geht und mit ihnen alle anderen Gäste. Der Aufbruch bzw. Abschied ist ziemlich unspektakulär. Sahin und Gülär steigen mit Geschenken bepackt (ich frage mich wo die herkommen, denn eigentlich „schenken“ alle Geld und ich habe niemanden gesehen, der ein Geschenk überreicht hat) in einen kleinen Giggolo (immerhin ist er auch weiß, wie der Mercedes) und fahren in ihre neue gemeinsame Wohnung. Auch ich werde nach Hause gefahren und lasse den Abend mit drei lustigen, singenden Aserbaidschanern während einer rasanten, aber sicheren Fahrt durch das nächtliche Baku ausklingen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-8780985784748612452?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/8780985784748612452/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=8780985784748612452' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/8780985784748612452'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/8780985784748612452'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2007/12/heiraten-auf-aserbaidschanisch-ii.html' title='Heiraten auf Aserbaidschanisch II'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R2ri3Y0c3OI/AAAAAAAAAMo/J_voJaRqT34/s72-c/Hochzeit3.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-1816770710743860890</id><published>2007-12-06T21:52:00.000+03:00</published><updated>2008-12-13T05:13:00.750+03:00</updated><title type='text'>Grittibänze</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hIfwLgq4I/AAAAAAAAAME/d7mvYRXAu7I/s1600-h/GrittibÃ¤nze1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5140938684989746050" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hIfwLgq4I/AAAAAAAAAME/d7mvYRXAu7I/s400/Grittib%C3%A4nze1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hIjgLgq5I/AAAAAAAAAMM/19fUsvbKbA8/s1600-h/GrittibÃ¤nze2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5140938749414255506" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hIjgLgq5I/AAAAAAAAAMM/19fUsvbKbA8/s400/Grittib%C3%A4nze2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Man mag es kaum glauben, aber der Nikolaus hat es dieses Jahr bis nach Baku geschafft. Heute früh fand ich in meinem Stiefel eine Tüte mit russischer Schokolade ;-).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;Gestern Abend hatten wir zur Einstimmung schon die Einheit "Grittibänze backen". Man kann es ein schweizerisch-deutschen Kulturaustausch in Aserbaidschan nennen oder einfach nur das pure Backvergnügen. Das Resultat: Grittibänze sind so verschieden wie die Menschen selber und schmecken...na, super!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-1816770710743860890?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/1816770710743860890/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=1816770710743860890' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/1816770710743860890'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/1816770710743860890'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2007/12/grittibnze.html' title='Grittibänze'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hIfwLgq4I/AAAAAAAAAME/d7mvYRXAu7I/s72-c/Grittib%C3%A4nze1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-6943841323502376463</id><published>2007-12-06T21:19:00.000+03:00</published><updated>2008-12-13T05:13:03.811+03:00</updated><title type='text'>Marie Curie und Elizabeth Taylor im Heydar Aliyev Park</title><content type='html'>&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hC5gLgq0I/AAAAAAAAALo/wzVPCTKxh0o/s1600-h/Lenkoran.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5140932530301610818" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hC5gLgq0I/AAAAAAAAALo/wzVPCTKxh0o/s400/Lenkoran.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Lenkoran City&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hC5wLgq1I/AAAAAAAAALw/SUtqCIlVJ8A/s1600-h/Lenkoran1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5140932534596578130" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hC5wLgq1I/AAAAAAAAALw/SUtqCIlVJ8A/s400/Lenkoran1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hC5wLgq2I/AAAAAAAAAL4/lFO53OR7giU/s1600-h/BrotBacken.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5140932534596578146" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hC5wLgq2I/AAAAAAAAAL4/lFO53OR7giU/s400/BrotBacken.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;lecker Brot backen...&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hCTwLgqzI/AAAAAAAAALg/ZUnF78piYFk/s1600-h/CorinneElliWald.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5140931881761549106" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hCTwLgqzI/AAAAAAAAALg/ZUnF78piYFk/s400/CorinneElliWald.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;bitte Platz nehmen auf dem Eisenbaum&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hB-gLgqxI/AAAAAAAAALQ/NHnRM_-6rsE/s1600-h/Stausee.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5140931516689328914" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hB-gLgqxI/AAAAAAAAALQ/NHnRM_-6rsE/s400/Stausee.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;em&gt;der Stausee&lt;/em&gt;&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hB-wLgqyI/AAAAAAAAALY/ypJxxwKU7M4/s1600-h/BÃ¤ume.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5140931520984296226" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hB-wLgqyI/AAAAAAAAALY/ypJxxwKU7M4/s400/B%C3%A4ume.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hBcwLgqwI/AAAAAAAAALI/O8a9sbmZvWg/s1600-h/CorinneElli.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5140930936868743938" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hBcwLgqwI/AAAAAAAAALI/O8a9sbmZvWg/s400/CorinneElli.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hAcwLgqvI/AAAAAAAAALA/aV7ZD020aZQ/s1600-h/BlickZug.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5140929837357116146" style="DISPLAY: block; 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Es geht darum den Lehrpfad im Nationalpark gegen Ende des Jahres fertig zu stellen. Da ich ja eigentlich mit dem Projekt nicht viel zu tun habe, aber aus Interesse und vielleicht auch ein bisschen Helfersyndrom (ich will ja schließlich Gutes tun hier) Mehrab angeboten habe, dass ich ihm helfen kann, besteht meine Aufgabe darin einen Übersichtsplan vom Lehrpfad zu erstellen (digital, dank ArcPad auch möglich) und Fotos und Texte für die Infotafeln zu machen. Da Corinne endlich auch mal raus aus Baku will und mich tatsächlich mehr von Lenkoran als immer nur der Bahnhof interessiert, beschließen wir schon einen Tag früher als Mehrab zu fahren und finden uns deswegen am morgen des ersten Advents nach einer weiteren Nacht im Zug (diesmal zur Abwechslung wieder „Koupe“ [2. Klasse] aber aufgrund der ununterbrochen bullernden Heizung recht luft- bzw. sauerstoffarm) auf dem Bahnsteig von Lenkoran ein. Eine Adresse von der Familie bei der wir übernachten wollen haben wir nicht, aber beim letzten Mal wurde mir versichert, dass alle schon wüssten wo es hingeht, wenn ich sage, dass wir in die Nähe des Nationalparks wollen. Also laufen wir der Herde rufender Taxifahrer in die Arme und äußern unseren Wunsch. Wir möchten bitte in ein Dorf in der Nähe des Hirkan Nationalparks, wie viel kostet das? Hirkan Nationalpark….? [ratlose Gesichter] HIRKAN NATIONALPARK! Ahhh Heydar Aliyev Park, ja klar steigt ein! NEIN, nicht Heydar Aliyev Park, Hirkan Nationalpark, in ein Dorf in der Nähe des Nationalparks! Die Taxifahrer diskutieren wild miteinander und dann sagt einer, ja ok Hirkan Nationalpark, das kennen wir. Wieviel kostet das? Gleichzeitig rufen drei oder vier Männer einen Preis, wir verstehen nur bei dem einen sieben Manat und beim anderen zwei Manat. Ja cool, zwei Manat für etwa 15 km, da steigen wir doch glatt ein und freuen uns, dass wir einen so guten Preis bekommen haben. Also wir wollen in ein Dorf in die Nähe des Hirkan Nationalparks, ok? Ja ja, steigt ein! Mit einem alten Taxi und einem noch älteren Fahrer geht es los und ich will es mir schon auf der Rückbank bequem machen, als der Taxifahrer nach etwa zwei Minuten Fahrt (und wir sind immer noch in Lenkoran) langsamer wird und anfängt auf uns einzureden. Ein kurzer Denkmoment und wir verstehen: wir sind in der Heydar Aliyev Straße, welches Haus ist es denn nun? Nein, nicht Heydar Aliyev Straße, sondern Hirkan Nationalpark, wir wollen nicht nach Lenkoran, sondern in ein Dorf, das ist noch ein Stück weiter! Hier ist die Heydar Aliyev Straße, wo soll ich anhalten? Er hält das Taxi an und wir diskutieren im Auto weiter. Wir werden langsam sauer, denn unserer Meinung nach haben wir uns klar und deutlich ausgedrückt und jetzt macht er hier auf der Heydar Aliyev Straße so ein Theater. Schließlich steigen wir aus, schnappen uns unsere Rucksäcke und ignorieren die Rufe des Taxifahrers. Dachte er für diese Irrfahrt kriegt er auch noch Geld? Na gut halten wir eben das nächste Taxi an, die Leute werden hier doch wohl den Nationalpark kennen, wenn sie in den Süden fahren, dann fährt man direkt daran vorbei und es steht ja auch auf einem großen Schild an der Straße. Das nächste Taxi wird angehalten – Hirkan Nationalpark? Ein verwirrter Blick – ok, war ja nur eine Frage. Am Straßenrand sind ein paar Frauen unterwegs. Ich gehe auf sie zu und frage sie, ob sie den Nationalpark kennen. Ein erfreuter Blick: Heydar Aliyev Park? Nein, HIRKAN! Ahh Hirkan, ja ja das kenne ich. Sie sprechen untereinander und erklären dann einem Taxifahrer, der mit seinem Wagen zufällig am Straßenrand zu stehen scheint, wo wir hinwollen. Dieser scheint verstanden zu haben, ok für 12 Manat. WAS? Nein wir haben nur fünf – na gut fünf ist auch ok ;-). Also geht es wieder rein ins Taxi und tatsächlich nach etwa zwanzig Minuten sind wir da (Lektion: frage immer die Frauen hier, denn die geben dir im Gegensatz zu den Männern vernünftige Antworten und wissen Bescheid).&lt;br /&gt;Nach einem ausgiebigen aserbaidschanischen Frühstück (bei dem ich übrigens meinen Calciumhaushalt mit einem Glas warmer Milch wieder auf Normalniveau verfrachtet habe, nach fünf milchlosen Wochen) legen wir uns hin um ein bisschen Schlaf von der Nacht nachzuholen. Nach dem Aufstehen gibt es schon wieder etwas zu essen und danach schaffen wir es endlich mit der Maschrutka in die Stadt. Wir wollen zuerst zum Bahnhof um uns ein Ticket für die geplante Rückfahrt in drei Tagen zu kaufen. Die Maschrutka fährt allerdings nicht zum Bahnhof, sondern hält mitten in der Stadt, wo der Basar ist. Wir fragen ein paar Leute wie wir am besten zum Bahnhof kommen, aber zu Fuß, nicht mit dem Auto, als sie beginnen uns zu überzeugen für ein paar Manat doch hier gleich mit einem der Autos mitzufahren, die herumstehen. Da vorne gleich rechts und in 100 nein in 500 Metern kommt dann der Bahnhof. Oh super, das hört sich leicht an, Danke für die Hilfe. In kluger Voraussicht führte uns Agil, ein junger Aserbaidschaner. Er lotst uns durch den Basar und marschiert bis zum Bahnhof immer vorneweg. Sehr nett von ihm und für uns ein purer Glücksfall, denn natürlich kommt der Bahnhof erst nach einigen Malen links und rechts, nach etwa zehn Minuten Fußmarsch. Am Schalter werden wir erstmal zu einem anderen Schalter um die Ecke geschickt, denn an diesem werden nur Tickets für den heutigen Tag verkauft. Also laufen wir zu dem anderen Schalter und freuen uns, dass dieser offen ist, und auch nur eine Person vor uns in der Schlange steht. Problemlos kaufen wir das Ticket für Mittwoch mit dem Expresszug zurück nach Baku. Zwischendurch kommt ein kleiner runder freundlicher Mann herein, der mich ganz entzückt anstrahlt. Ja ja er kenne mich, bin ich nicht diejenige, die hier schon letzte Woche mit so einem kleinen (auf die Körpergröße) bezogenen Jungen war (er meint Mehrab, der im Vergleich zu mir sehr klein ist). Ja und also er freut sich sehr mich wiederzusehen, und ich sei aus Deutschland. Deutschland ist so schön! Ja, Aserbaidschan ist doch auch schön. Nein, Deutschland ist viel schöner. Und ob ich verheiratet sei? Nein, ob ich einen Freund hätte…. Na ja, er sei auf jeden Fall sehr erfreut, dass er mich kennengelernt hätte. Eine lustige kurze Bekanntschaft, wie so oft hier ;-)!&lt;br /&gt;Mit dem Express-Ticket für drei Manat in der Tasche laufen wir zurück auf den Basar und spazieren etwas planlos durch die Stadt. Der erwünschte „Atmungseffekt“ stellt sich allerdings auch hier nicht ein (Zur Erläuterung: die dicke verschmutzte Luft in Baku und die trockene Heizungsluft im Zug. Wie überall außerhalb Bakus heizen sie Menschen hier allerdings mit Holz, denn seit dem Zerfall der Sowjetunion gibt es kein Gas mehr für sie und dementsprechend schlecht ist natürlich auch die Luft in den Kleinstädten und Dörfern). Stattdessen kaufen wir auf dem Basar etwas was unser Herz erfreut. Schöne gestrickte Wollstrümpfe oder Bettschuhe, Hausschuhe, wie auch immer man sie nennen mag, für Corinne sind es nur noch ihre „Stiefel“, die sie mit Begeisterung von nun an so oft trägt wie möglich, also im Haus, im Zug,….&lt;br /&gt;In Lenkoran gibt es nicht so viel zu sehen. Leider sind wir nicht auf die Idee gekommen den Heydar Aliyev Park zu erkunden, der wäre sicher eine Attraktion gewesen. Nach einer regnerischen halben Stunde warten auf eine Maschrutka, die eigentlich noch kommen sollte, was viele Busfahrer und Passanten uns gesagt hatten, die dann aber anscheinend doch nicht mehr fährt, nehmen wir uns ein Taxi zusammen mit einem anderen Mann, den wir wahrscheinlich mitfinanzieren, denn zuerst wartet er noch auf irgendein Auto und dann sitzt er plötzlich auch bei uns im Taxi. Inzwischen haben wir auch die Adresse von unserer Gastfamilie notiert und die Leute wissen nun halbwegs wo wir wohnen, denn der Hirkan Nationalpark ist den meisten hier kein Begriff – das wissen wir jetzt.&lt;br /&gt;So unser erster Advent. Ohne Adventskranz und Plätzchen, aber dafür mit dem ein oder anderen Müllfeuer (als Kerzenersatz?!) und leckeren Mandarinen, Pecannüssen und Granatäpfeln aus dem Garten.&lt;br /&gt;Der folgende Tag ein regnerischer Montag. Mehrab ruft an, um mitzuteilen, dass er heute nicht wie geplant kommt und auch noch nicht weiß wann und ob er kommt. Mmmhhh….mal wieder eine Lektion „Arbeitskultur in Aserbaidschan“. Erstmal ziemlich vor den Kopf gestoßen, denn der Ausflug war lange geplant und ist inhaltlich und zeitlich relativ dringlich. Da ich weder verantwortlich für das Projekt bin noch weiß was bis jetzt wie beschlossen wurde, ganz zu schweigen davon, dass ich kein Aserbaidschanisch spreche und deswegen alleine nicht viel ausrichten kann, beschließen Corinne und ich, dass wir schon einen Tag früher wieder zurück nach Baku fahren wollen. Denn bei Regen kann man hier nicht viel unternehmen und in Baku wartet mein GIS auf mich und die Sprachschule und eine Präsentation auf Corinne. Ich fange an den Lehrpfad mit Fotos zu dokumentieren und mache mich daran eine Übersichtskarte vom Pfad mit ArcPad zu erstellen. Das macht total Spaß, so durch den Wald zu laufen, und auf einem kleinen Bildschirm meine Route mit dem Tracklog zu verfolgen ;-)…so könnte ich mir gerne öfter die Zeit vertreiben! Währenddessen fährt Corinne wieder nach Lenkoran um unser Zugticket umzutauschen. Die Tickets werden hier auf den Namen ausgestellt und man bekommt einen Sitzplatz zugewiesen, deswegen kann man nicht einfach an einem anderen Tag oder mit einem anderen Zug fahren, sondern nur mit dem Zug für den man das Ticket gekauft hat. Wir sich später herausstellt war der Ticketschalter aber schon geschlossen, das heißt wir werden unser Ticket morgen früh kaufen gehen. Abends bei unserer Gastfamilie im Wohnraum während wir noch Mandarinen essen, Granatäpfel picken und Pecannüsse knacken fällt der Strom aus. Das passiert hier sehr oft. Ein Moment in dem man, während man so kichernd im Dunkeln sitzt auch versucht die politischen und wirtschaftlichen Strukturen in diesem Land zu verstehen. Während sich einige wenige die Erdölmillionen in die Taschen schaufeln, in Baku bei Armani shoppen gehen und mit ihrem schillernden BMW X3 durch die Stadt jagen, haben zwei Drittel der Bevölkerung, die im ländlichen Raum Aserbaidschans leben, kein Gas, oft keinen Strom und mancherorts auch kein fließendes Wasser. Nur der Sohn wird zur Universität geschickt, denn für die Tochter reicht das Geld nicht eine Hochschulausbildung zu finanzieren.&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen um halb acht reißt uns der Wecker aus unseren süßen Träumen. Aufstehen und dann schnell zum Bahnhof fahren, damit wir in der Schlange nicht so weit hinten stehen, denn der Schalter macht um acht Uhr auf und man kann nur dort Tickets für den jeweiligen Tag kaufen. Tickets für folgende Tage kauft man an einem anderen Schalter, der ganz woanders ist am Bahnhof. Weil nur ein Expresszug pro Tag und der Nachtzug fahren, ist die Anzahl an Plätzen begrenzt und wenn man erst am späten Vormittag kommt, kann es gut sein, dass man kein Ticket mehr bekommt. Zu unserer Freude sind aber nur ein paar andere Leute vor uns und die Schlange hält sich in Grenzen. Schnell geht es aber trotzdem nicht, denn der Ticketverkäufer füllt jeden Fahrschein einzeln per Hand aus und streicht die eingetragenen Plätze in einem Heft aus. Wir freuen uns, dass es noch Tickets gibt für den Expresszug am späten Nachmittag nach Baku (im Gegensatz zum Nachtzug der 8,5 Stunden unterwegs ist, braucht man mit dem Express nur (!) 6,5 Stunden – für eine Strecke von etwa 300 bis vielleicht 350km ;-)). Umtauschen können wir unsere schon gekauften Tickets für den nächsten Tag hier aber nicht, dafür müssen wir zu dem anderen Schalter um die Ecke gehen. Also steuern wir den anderen Schalter an, denn schließlich möchten wir unsere 3 Manat wiederbekommen (soviel kostet eine Fahrt mit dem Expresszug). Nach zehn Minuten springt auch schon der Bahnangestellte aus einem Taxi und öffnet seinen Schalter (ein kleines Büro). Guten Morgen, wir würden gerne unser Ticket zurückgeben, denn wir fahren schon heute und nicht morgen. Ein verständnisvolles Nicken und trotzdem wird erst ein anderer Mann bedient, der gerade das Büro betritt. Na gut, das geht relativ schnell und wahrscheinlich weil nun außer uns und einem „arbeitslosen“, an uns interessierter netter Polizist niemand sonst da ist, wendet sich der Ticketmensch nun unseren Fahrkarten zu. Aus einem kleinen Schrank kramt er drei A3-Bögen hervor. Auf einen trägt er die Daten unserer Tickets ein und macht auf allen dreien im letzten Feld zwei Häkchen. Wir sollen unterschreiben, auf allen drei Bögen. Dann notiert er sich noch etwas in ein Heft und händigt uns jeweils 2,40 Manat aus. Wir wollen schon protestieren, dass das Ticket aber 3 Manat kostete, als wir merken, dass wir die Steuer natürlich nicht wiederbekommen. Yeahhh, so ein Aufwand für 4,80 Manat, da können wir uns ja jetzt glatt ein Taxi zurück ins Dorf leisten. Damit unterstützen wir wenigstens die lokalen Wirtschaftskreisläufe, und das machen wir doch gerne.&lt;br /&gt;Den restlichen Tag bis zu unserer Abfahrt über wollen wir das sonnige Wetter nutzen und endlich den Nationalpark kennenlernen. Genau, den Heydar Aliyev Park! Hadji (der wissenschaftliche Mitarbeiter im Nationalpark, dessen Herz für die Botanik schlägt und der den Park wie seine Westentasche kennt, im Übrigen auch als einziger Englisch spricht und derjenige ist mit dem AOS und Nabu korrespondieren) macht sich mit uns auf den Weg und bald stiefeln Corinne und ich entspannt, zufrieden und glücklich durch einen Wald aus Eisenbäumen auf einem bunten Laubteppich. Ein schöner Wald, ungenutzt, natürlich. Ein paar Kühe sind auch unterwegs und knabbern Jungtriebe ab [Corinne ermahnt mich gerade, dass ich das nicht schreiben darf, denn „es gibt keine Kühe im Wald“. Ja stimmt, wenn man die Leute im Hirkan fragt, dann wird einem das auch erzählt, aber dafür liefen doch ganz schön viele herum. Die Kühe laufen dort überall herum, sie stehen nicht wie bei uns eingezäunt auf einer Weide, sondern am Straßenrand, auf der Straße oder eben im Wald, was eigentlich verboten ist, aber wenn ich nicht weiß was ein Nationalpark ist und dass es in unmittelbarer Nähe einen gibt, wenn ich Vieh habe und mich nur interessiert, dass das Tier etwas Fett ansetzt und nicht wie es etwas zu fressen findet, dann passiert es eben schon mal, dass die ein oder andere Kuh hungrig durch den Wald läuft…]. Hadji vertreibt sie auch gleich und wir setzen unsere Wanderung fort, genießen die Stille und merken, dass wir endlich seit langem mal wieder atmen können (Erinnerung: Baku, Zug, Lenkoran &amp;amp; Dörfer - Atmen nicht möglich). Großartig! Wir laufen, Hadji erzählt ununterbrochen und baut sich Eselsbrücken um sich unsere Namen zu merken, deswegen ist er mit Marie Curie und Elizabeth Taylor unterwegs, was ihn sichtlich erfreut, wir kommen an einen Stausee, hören in der Ferne und auch ziemlich nah das Wild röhren, genießen die Sonne, die Luft und die Tatsache, dass wir nach fünf Wochen Großstadtdschungel endlich mal in einem richtigen schönen Wald sind.&lt;br /&gt;Ein bisschen unter Zeitdruck aber noch rechtzeitig schaffen wir es am späten Nachmittag zum Bahnhof und unser Zug fährt pünktlich ein. Der Expresszug beeindruckt uns sehr – mich vor allem weil man ein kleines Fenster am Ende des Waggons öffnen kann und weil es viel Platz gibt und die Sitze offensichtlich mit Verstand auch für größere Menschen konzipiert wurden. Der Passagier fühlt sich wie zu Gast bei der netten Schaffnerin. Sie läuft adrett mit Rock, Bluse und Hausschuhen durch den Wagen und serviert Tee und Kaffee. Die Innenausstattung überzeugt mit grünen Gardinen an den Fenstern, grünen Teppichläufern, grünen Sitzbezügen und zwei Bildern und einem Flachbildschirm an der grünen Wand. Corinne und ich lassen uns in die großzügigen Sitze fallen und genießen bei Tee und Keksen eine, dank Discman und MP3-Player (der Fernseher läuft sechs Stunden mit spannendem Programm (aserbaidschanische Soaps) in voller Lautstärke) entspannte und bequeme Heimreise.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-6943841323502376463?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/6943841323502376463/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=6943841323502376463' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/6943841323502376463'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/6943841323502376463'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2007/12/marie-curie-und-elizabeth-taylor-im.html' title='Marie Curie und Elizabeth Taylor im Heydar Aliyev Park'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R1hC5gLgq0I/AAAAAAAAALo/wzVPCTKxh0o/s72-c/Lenkoran.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-3897726893624621188</id><published>2007-11-20T22:52:00.000+03:00</published><updated>2008-12-13T05:13:07.044+03:00</updated><title type='text'>Heiraten auf Aserbaidschanisch</title><content type='html'>&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PTAtKtoHI/AAAAAAAAAKI/4SZORid3Mnw/s1600-h/IMG_Frauen_KÃ¼che.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135180009210486898" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PTAtKtoHI/AAAAAAAAAKI/4SZORid3Mnw/s400/IMG_Frauen_K%C3%BCche.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:78%;"&gt;in der Küche beim Fleisch zerrupfen&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PTCNKtoII/AAAAAAAAAKQ/YWvGdxrBAI4/s1600-h/IMG_Kochen_drauÃen.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135180034980290690" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PTCNKtoII/AAAAAAAAAKQ/YWvGdxrBAI4/s400/IMG_Kochen_drau%C3%9Fen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PTDNKtoJI/AAAAAAAAAKY/VHa76IrbIc0/s1600-h/IMG_Rind.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135180052160159890" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PTDNKtoJI/AAAAAAAAAKY/VHa76IrbIc0/s400/IMG_Rind.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;der&lt;/span&gt;&lt;/em&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Stier...&lt;/span&gt;&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PTDdKtoKI/AAAAAAAAAKg/pjzP7y7GQ2k/s1600-h/IMG_Essen.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135180056455127202" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PTDdKtoKI/AAAAAAAAAKg/pjzP7y7GQ2k/s400/IMG_Essen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PTFNKtoLI/AAAAAAAAAKo/Ar-MGbPBB2o/s1600-h/IMG_beim_Essen_AF.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135180086519898290" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PTFNKtoLI/AAAAAAAAAKo/Ar-MGbPBB2o/s400/IMG_beim_Essen_AF.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PSbdKtoFI/AAAAAAAAAJ4/Hw8CWrW85zg/s1600-h/IMG_Aida_rot.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135179369260359762" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PSbdKtoFI/AAAAAAAAAJ4/Hw8CWrW85zg/s400/IMG_Aida_rot.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PSbtKtoGI/AAAAAAAAAKA/eDtXma00Tlo/s1600-h/IMG_Elli_tanzt.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135179373555327074" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PSbtKtoGI/AAAAAAAAAKA/eDtXma00Tlo/s400/IMG_Elli_tanzt.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;als Beweis ich war da und auch tanzen...&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PR8tKtoCI/AAAAAAAAAJg/Xlx5nfFHc_E/s1600-h/IMG_Aida_weiÃ.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135178840979382306" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PR8tKtoCI/AAAAAAAAAJg/Xlx5nfFHc_E/s400/IMG_Aida_wei%C3%9F.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PR9dKtoDI/AAAAAAAAAJo/EaOfKPJZong/s1600-h/IMG_Geldeintreiber.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135178853864284210" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PR9dKtoDI/AAAAAAAAAJo/EaOfKPJZong/s400/IMG_Geldeintreiber.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;der Geldeintreiber&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PR9tKtoEI/AAAAAAAAAJw/i6CJj6xqZxo/s1600-h/IMG_Essen_Teller.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135178858159251522" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PR9tKtoEI/AAAAAAAAAJw/i6CJj6xqZxo/s400/IMG_Essen_Teller.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PQudKtoAI/AAAAAAAAAJQ/8K7brmq_pDg/s1600-h/IMG_Schaf_tot.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135177496654618626" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PQudKtoAI/AAAAAAAAAJQ/8K7brmq_pDg/s400/IMG_Schaf_tot.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PQgtKtn_I/AAAAAAAAAJI/9tAe5bHMeUs/s1600-h/IMG_Nargiz_Aida.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135177260431417330" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PQgtKtn_I/AAAAAAAAAJI/9tAe5bHMeUs/s400/IMG_Nargiz_Aida.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;Nargiz bringt selbst die Braut zum Schmunzeln&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PQSNKtn-I/AAAAAAAAAJA/w_yQlkpFuco/s1600-h/IMG_im+_Partyraum.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5135177011323314146" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PQSNKtn-I/AAAAAAAAAJA/w_yQlkpFuco/s400/IMG_im+_Partyraum.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;abends im Partyraum beim Tanzen&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;1 Braut&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;1 Bräutigam&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;2 Tage&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;2 Brautkleider&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;2 Trauzeugen&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;4 Ringe (1 für den Bräutigam, 3 für die Braut)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;min. 300 Gäste&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;1 Hochzeitsauto&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;viele Autos um die Anderen zu transportieren&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;1 geschlachteter Stier&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;9 geschlachtete Schafe&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;zu viel Essen&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;immer wieder tanzen&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;ab 7:30 Uhr Musik: 1 Trommel, 2 trötenartige Blasinstrumente&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;2 Männer die einen Film drehen&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;uvm....&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:0;"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Mmmhh, wo fängt man an wenn man von einer aserbaidschanischen Hochzeit erzählen möchte. Vielleicht bei den Einladungen. Die mehr als 300 Gäste werden etwa ein oder zwei Tage vorher eingeladen, was aber trotzdem nicht zu Terminengpässen oder Ähnlichem führt, denn eigentlich weiß sowieso jeder schon vorher, dass es eine Hochzeit gibt und dass man eingeladen ist, also die Einladung ist daher mehr Formsache und wird deswegen auch manchmal erst am Tag der Hochzeit ausgetragen, Hauptsache der Gast bekommt sie überhaupt. Da es kein richtiges Postwesen gibt laufen ein paar Nachbarsjungen zwei Tage lang durchs Dorf und verteilen die Einladungen.&lt;br /&gt;Eine aserbaidschanische Hochzeit findet an zwei Tagen statt, bei der Hochzeit auf der ich war ab jeweils 14 Uhr. Am ersten Tag im Haus des Mädchens und am zweiten Tag im Haus des Mannes.&lt;br /&gt;Einen Tag vor der Hochzeit kauft die Mutter vom Bräutigam zusammen mit der Braut die 2 Hochzeitskleider, eines für Tag eins (rot) und eines für Tag zwei (weiß). Parallel wird im Haus des Bräutigams ein Zimmer für die neue Familie eingerichtet. Tanten und Cousinen des Mädchens kommen und bringen eine Schrankwand und ein Ehebett. Wenn das aufgebaut ist kommen sie noch einmal und bringen Teppiche, Gardinen, Gardinenstangen, Decken, Handtücher, Bettwäsche, (Kopf-)Kissen, Geschirr, eine Barbiepuppe, eine Lampe, zwei Eimer zum Wasserholen, eine Schüssel und Plastikblumen. Nach etwa zwei Stunden ist alles fertig eingeräumt und dem Besucher springt der Kitsch in jedem Winkel entgegen, aber insgesamt ist das Zimmer in sich hübsch und stimmig. Auch Angehörige des Bräutigams fahren mit einem Kleinlaster voll Getränken, Essen, einer Kuh und einem Schaf zum Haus des Mädchens. Man beschenkt sich also gegenseitig.&lt;br /&gt;Den Abend vor der Feier im Mädchenhaus bzw. zwei Abende vor der Feier im Haus des Mannes fängt man an die Gerichte für 300 Leute zu kochen. Mehr oder weniger alle Frauen aus der näheren Verwandtschaft und Nachbarschaft versammeln sich in der neun Quadratmeter großen Küche. Zuerst wird aus einem Eimer Mehl, zwanzig Eiern, kiloweise Zucker und Butter ein Teig für „Tort“ hergestellt (Tort ist eine Art Kuchen, bei dem mehrere dünne Biskuitböden geschichtet werden zwischen denen eine dünne Schicht Sahne ist – Kalorienbombe!). 15 Böden werden gebacken und dann fangen wir an einen Eimer Sahne vom flüssigen in festen Zustand zu verwandeln. Leider gibt nach einer Minute das Handrührgerät seinen Geist auf und es scheint niemand Ersatz zu haben. Deswegen schlagen wir abwechselnd die Sahne mit dem Schneebesen bis uns die Arme abfallen, aber irgendwie hat es am Ende doch geklappt.&lt;br /&gt;Den ganzen folgenden Tag über, d.h. an dem die Hochzeit im Haus des Mädchens ist wird nur geschnibbelt, gekocht, gebacken und frittiert. Am Ende gibt es haufenweise zu Essen: Hühnchen, Schaf, Rind, Fisch, Salate (mit Majonäse angerührtes Gemüse mit Fleisch und in kleine Fäden gerupftes Rindfleisch mit Walnüssen und Majonäse), Blinchis (frittierte Teigtaschen mit Rinderhackfleisch gefüllt) Dolma, Kebab, Obst, Brot, Käse, immer wieder neues Fleisch vom Grill oder aus dem Topf, Studentenfutter. Insgesamt wird auf der Hochzeit so viel Essen produziert, dass am Ende viele Verwandte und Nachbarn noch mehr als zwei Tage von den Resten satt werden. Aber hier kocht man grundsätzlich viel zu viel, denn die Teller und Tische dürfen nie leer gegessen sein, das wäre ein schlechtes Zeichen, nämlich zu wenig Essen.&lt;br /&gt;Ab halb acht am ersten Hochzeitstag wird alles Geschehen permanent von einer dreiköpfigen Musikantentruppe begleitet: eine Trommel und zwei trötenartige Blasinstrumente. Die drei Männer kommen, beziehen einen Tisch mitten im Hof und spielen (für meine Ohren ziemlich ohrenbetäubende Tanz-) Musik, immer wieder, vor allem wenn jemand neues kommt oder wenn der Tag beginnt, wenn es Essen gibt, wenn der Tag zu Ende geht, wann auch immer, sie spielen ständig, so laut, dass man sich kaum noch unterhalten kann. Wenn sie nicht spielen, dann rauchen sie ihre Zigaretten und unterhalten sich mit den vorbeilaufenden Männern. Sobald die Musikanten kommen, läuft auch ein junger Mann mit geschulterter Kamera herum. Er filmt alles, vor allem aber natürlich dann die Braut bzw. das Brautpaar wie sie tanzen und essen, aber auch die Gäste, die tanzen und mich. Ich denke auf etwa 50% des Filmmaterials bin ich zu sehen, wie ich einfach nur dastehe, wie ich tanze, wie ich Brot zerschneide, wie ich mit den Kindern spiele, wie ich fotografiere, wie ich mir alles neugierig ansehe, wie ich Blinchis rolle, wie ich Essen auf Teller lade, wie ich unter den anderen Gästen sitze, wie ich esse, usw…. Nach dem ersten Tag mussten alle (inklusive mir und dem Filmer) schon grinsen, wenn er wieder mal seine Kamera schulterte und mich fokussierte.&lt;br /&gt;Ab etwa zehn Uhr kommen ständig Gäste, die Frauen gehen ins Haus und die Männer bleiben draußen. Das ist hier eine ganz natürliche Trennung und überhaupt nicht ungewöhnlich oder verkrampft. Während die Mutter, Tanten und Nachbarinnen weiter kochen, warten die Gäste darauf, dass es halb zwei Uhr wird, denn dann zwängen sich alle etwa 50 Menschen (bis auf die Mutter des Bräutigams, die bleibt zuhause und behält den Lauf der Hochzeitsvorbereitungen im Auge) in etwa sechs Autos und es geht mit wildem Gehupe durchs Dorf. Auch das wird übrigens gefilmt, der Kameramann sitzt bei uns im offenen Kofferraum und filmt die ganze Zeit, das Hochzeitsauto mit dem Bräutigam, das hinter uns fährt. Ich bezweifle aber, dass man in diesem Filmabschnitt überhaupt etwas erkennt, denn wegen der vielen Schlaglöcher und der total holprigen Straße, muss eigentlich alles total verwackelt sein.&lt;br /&gt;Am Haus des Mädchens angekommen, spielen die Musikanten schon aus Leibeskräften und einige Frauen fangen an zu tanzen. Es sind etwa zweihundert andere Gäste dort und als der Bräutigam ins Haus geführt wird, wollen alle Frauen hinterher. Ein ziemliches Gedränge folgt, denn jeder scheint sehen zu wollen wie das Brautpaar in einer Ecke fotografiert wird. Nach einer Viertelstunde treibt die Menschen dann aber doch der Hunger wieder nach draußen und es gibt das nächste Gedrängel, um einen guten Platz an einem der vielen Tische zu ergattern. Hier sitzen auch wieder Frauen und Männer getrennt. Die Tische sind schon vorher gedeckt, nur mit dem Unterschied, dass auf den Tischen für die Männer noch Vodkaflaschen und Weinkaraffen stehen. Ich sitze am Tisch mit ein paar Tanten von Mehrab und ein paar kleinen Kindern und Mädchen, die ich nicht kenne. Alle schauen mich die ganze Zeit an und irgendwann merke ich, dass egal wohin ich blicke, überall vor allem junge Mädchen, Frauen und junge Männer mich ansehen – na ja ich war (bzw. bin ;-)) eben eine ziemliche Attraktion.&lt;br /&gt;Zu essen gibt es genau das Gleiche, was es auch am nächsten Tag geben soll (siehe oben). Ich bin neben dem essen bzw. damit meinen Teller zu leeren, auf den ständig von einer anderen Tante etwas draufgeladen wird, auch damit beschäftigt, Fischgräten, Fleischbrocken und Majonäse von meiner Kleidung zu wischen (ich habe ja schließlich nur ein „schickeres“ Outfit und das muss noch eine Weile halten), denn neben mir sitzt Tural (6 Jahre), der eigentlich immer mit seinem ganzen Körper auf dem überfüllten Tisch (da immer mehr Teller mit Fleisch kommen wird bald gestapelt) liegt und mir das was auf dem Wachstuch liegt in den Schoß wischt. Das ist ziemlich viel, denn Aserbaidschaner essen grundsätzlich viel auf kleinem Raum und mit den Fingern und da fällt schon mal was runter. Begleitend zum Essen erzählt eine laute Stimme durch ein Mikrofon was es Interessantes über die beiden Familien zu berichten gibt, aber das verstehe ich natürlich nicht, ist ja auf Aserbaidschanisch. In den Sprechpausen ertönt aserbaidschanische Technomusik (es fühlt sich ein bisschen wie auf einem Volksfest an). Die Braut isst übrigens gar nichts, sie sitzt mehr oder weniger reglos da und starrt geradeaus, aber wenn sie sich dann doch mal vorsichtig umsieht und sich unsere Blicke zufällig treffen, dann lächelt sie leise zurück ;-).&lt;br /&gt;Nach dem Essen wird es voll um unseren Tisch herum und alle Frauen und Kinder versammeln sich um mich und betrachten mich neugierig. Dann stehe ich auf und ein mutiges Mädchen ergreift die Initiative und sagt dem Fotografen er solle uns fotografieren. Jetzt ist keiner mehr gehemmt und ein relativ langes Fotoshooting mit fast allen Mädchen und Frauen einzeln beginnt. Irgendwann zerrt mich eine Tante weg und es geht weiter in ein Zelt zum Tanzen. Während immer etwa 10 Leute im Kreis tanzen, werfen Männer, die außen herum stehen Geld auf die Tanzenden, das ein kleiner Junge emsig einsammelt. Nach etwa einer dreiviertel Stunde ist die Tanzshow vorbei und die Familie des Bräutigams und der Bräutigam quetschen sich wieder in die kleinen wenigen Autos und fahren zurück ins Haus des Bräutigams.&lt;br /&gt;Dort angekommen wird weiter vorbereitet, gekocht und vor allem auch geschlachtet. Ich bin zwar nicht auf ein derartiges Abschlachten eingestellt, aber ja schon halbwegs abgehärtet, nachdem es mit Schafen und Hähnen schon ein paar Tage vorher zu Ende ging. Ein großer und ein kleiner Cousin nehmen sich im Laufe des Nachmittags etwa sechs Schafen an und zehn weitere Männer kümmern sich um den Stier aus dem Garten, zerren ihn an seinen Hörnern in den Hof, neben die Feuerstelle und los gehts im Gewusel der kochenden Frauen und spielenden Kinder.&lt;br /&gt;Abends fahren noch einmal ein paar Verwandte und der Bräutigam zum Haus der Braut, tanzen dort etwa ein bis zwei Stunden und kommen wieder zurück. Die halbe Nacht wird weiter gekocht und ich habe das Vergnügen in dem Zimmer zu schlafen, das als Aufbewahrungsort für jegliches Essen dient, das heißt neben meinem Bett liegen jetzt ein paar Schafsbeine, hunderte Blinchis, Brote und Obst.&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen werde ich durch die drei nie müde werdenden Musikanten geweckt. Der Kameramann ist auch schon da und außerdem sitzt noch ein weiterer Mann an einem Tisch neben dem Tor. Seine Aufgabe ist es genau zu notieren, welcher Gast wieviel Geld mitbringt, denn darauf kommt es bei aserbaidschanischen Hochzeiten an – wieviel du bezahlst. Auf dem Land handelt es sich um kleine Beträge ab zehn Manat (etwa acht Euro) und es ist nicht so zwingend notwendig, dass wirklich jeder bezahlt, aber in Baku kann man wohl auf keine Hochzeit gehen, wenn man nicht mindestens 50 Manat bezahlt. Das Geld wird dafür verwendet die Ausgaben der Hochzeit zu decken, was aber den wenigstens gelingt. Mehrabs Familie legt darauf allerdings, nach dem was ich mitbekommen habe nicht so viel Wert, sie können sich die Hochzeit leisten und es darf auch jeder kommen, der nichts bezahlt.&lt;br /&gt;Wieder kommen viele Gäste und diesmal geht es mit den Autos gegen 13 Uhr los – die Braut abholen. Mit wildem Gehupe kommen wir an und fangen zunächst an zu tanzen. Während draußen getanzt wird, führt, umringt von Frauen und Kindern, der Bräutigam die Braut aus dem Haus und sie fügen sich in die Tanzreihen ein. Nachdem eine Weile so getanzt wurde, steigen wir nun zusammen mit der Braut wieder in die Autos und fahren zurück ins Haus des Bräutigams. Dort angekommen wird zuerst erneut ein Tanz angestimmt, dann feuert der Trauzeuge drei Schüsse in die Luft, vor den Füßen des Brautpaares wird einem Schaf die Kehle durchgeschnitten und eine Tante taucht ihren Finger in das Blut, das auf die Erde rinnt und malt dem Brautpaar jeweils einen Punkt auf die Schuhe. Es geht weiter ins Haus hinein wo die Braut in ihrem neuen Zimmer (das ja schon vorher eingerichtet wurde) Platz nimmt und zusammen mit ein paar anderen Frauen u.a. ihrer Trauzeugin essen wird. Nachdem sich die Zimmertür schließt verlassen alle anderen mehr oder weniger fluchtartig das Haus und nehmen an den wieder reichhaltig gedeckten Tischen ihren Platz ein und fangen an zu essen. Das Essen zieht sich ziemlich in die Länge, alle scheinen ausgelassen, zufrieden und satt. Danach gehen viele Gäste v.a. Frauen nach Hause und es bleibt der Kern, der immer da ist zurück und einige Männer. Während alles freundlich scheint, die Frauen anfangen abzuwaschen, die Kinder jauchzend und kreischend durch die Gegend laufen und sich aus Holzbrettern und Metallgestängen Wippen bauen, wird es plötzlich laut – eine Schlägerei beginnt. So was gehört hier angeblich zu jeder guten Hochzeit dazu und ist das Resultat des übertriebenen Vodkakonsums der Männer. Ich habe keine Frau gesehen, die Vodka getrunken hat, nur Männer und die im Überfluß. Nachdem sich zwei junge Männer unter viel Geschrei der Anderen, viel Gerenne durch die Mengen und Tränen ihrer Frauen die Nasen ein bisschen blutig geschlagen haben, werden die Streithähne auseinander gerissen und verschwinden für die nächsten Stunden von der Bildfläche. Abends ist alles wieder vergessen, als ob nie etwas passiert wäre.&lt;br /&gt;Ein richtiges Abendessen gibt es nicht. Man ist entweder noch satt vom Mittagessen oder man nimmt sich irgendwo aus den vielen vollen Töpfen, Schüsseln oder Tellern, die überall herumstehen etwas zu essen.&lt;br /&gt;Während des ganzen weiteren Tages verlässt die Braut nicht einmal das Zimmer. Sie sitzt dort, isst ein bisschen und unterhält sich mit ihren Tanten und Cousinen.&lt;br /&gt;So gegen neun Uhr abends wird es dann noch einmal spannend. Von der Straße kommt begleitet von Musik, von sieben Männern mit Kerzen in der Hand und von vielen anderen Männern und ein paar Frauen der Bräutigam zum Haus. Die Braut wird gleichzeitig aus dem Haus geführt. Beide werden vor der Tür zusammengebracht, die Braut zertritt einen Porzellanteller und beide gehen dann mit bedächtigen Schritten um eine glühende Eisenstange. Danach führt die Braut den Bräutigam in das gemeinsame Zimmer. Dort bleiben sie aber nur ein paar Minuten, denn schon geht es weiter nach unten in den Partyraum. Dort warten aserbaidschanische Tanzmusik, in Reihen hintereinander sitzende Frauen und Kinder und in der anderen Ecke stehende Männer auf sie. Sie werden in den Raum geführt und nehmen auf einem an der Wand stehenden kleinen Podest an einem gedeckten Tisch zusammen mit ihren Trauzeugen Platz. Während der nächsten zwei Stunden stehen sie alle zehn Minuten auf, gehen fünf Minuten zum Tanzen in den Kreis der anderen Tanzenden und setzen sich wieder hin. Zum Abschluss der Hochzeit gibt es noch eine Hochzeitstorte, die Braut und Bräutigam zusammen anschneiden und von der die Braut dann dem Bräutigam ein Stückchen in den Mund schiebt. Abschließend stoßen sie mit ihren Trauzeugen mit Sekt an und verlassen tanzend und tanzend begleitet von allen noch anwesenden Gästen den Raum. Die Hochzeit ist vorbei. Die Frauen gehen sehr schnell nach Hause, die Männer lassen sich ein bisschen mehr Zeit. Die Braut geht wieder in ihr Zimmer und ist dann bis zum nächsten Morgen nicht mehr zu sehen. Der Bräutigam sitzt die ganze Nacht mit seinen Freunden zusammen. Sie feiern bis früh um sechs und wohl so laut, dass ich für diese eine Nacht auch ins Nachbarhaus umziehen muss.&lt;br /&gt;Nach der Hochzeit ist die Stimmung ziemlich entspannt. Alle scheinen glücklich über das neu verheiratete Paar, darüber, dass alles geklappt hat, das Essen gereicht hat und dass jetzt alles vorbei ist.&lt;br /&gt;Ja, das war die Hochzeit, man sieht eine etwas umfangreichere Angelegenheit. Für mich sehr spannend, schön, lustig und aufschlussreich, aber eines weiß ich jetzt auch ziemlich sicher: Aserbaidschanisch heiraten will ich nicht!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-3897726893624621188?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/3897726893624621188/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=3897726893624621188' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/3897726893624621188'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/3897726893624621188'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2007/11/heiraten-auf-aserbaidschanisch.html' title='Heiraten auf Aserbaidschanisch'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0PTAtKtoHI/AAAAAAAAAKI/4SZORid3Mnw/s72-c/IMG_Frauen_K%C3%BCche.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-7566399363667294106</id><published>2007-11-19T21:58:00.000+03:00</published><updated>2008-12-13T05:13:08.211+03:00</updated><title type='text'>Die kleine Umweltpolizei</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0HsZdKtnuI/AAAAAAAAAHA/GiAGuOwGTR4/s1600-h/IMG_0106_klein.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5134644972249521890" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0HsZdKtnuI/AAAAAAAAAHA/GiAGuOwGTR4/s400/IMG_0106_klein.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0Hf2NKtnoI/AAAAAAAAAGU/UUkctso9Fr0/s1600-h/Umweltpolizei.JPG"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5134631172519599746" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0Hf2NKtnoI/AAAAAAAAAGU/UUkctso9Fr0/s400/Umweltpolizei.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0Hf2NKtnpI/AAAAAAAAAGc/OG01RamA_3c/s1600-h/IMG_0103_klein.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5134631172519599762" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0Hf2NKtnpI/AAAAAAAAAGc/OG01RamA_3c/s400/IMG_0103_klein.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0Hf2dKtnqI/AAAAAAAAAGk/o8DMjzqvwbo/s1600-h/IMG_0127_klein.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5134631176814567074" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0Hf2dKtnqI/AAAAAAAAAGk/o8DMjzqvwbo/s400/IMG_0127_klein.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0Hf2dKtnrI/AAAAAAAAAGs/zpRWoBQUs58/s1600-h/IMG_0134_klein.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5134631176814567090" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0Hf2dKtnrI/AAAAAAAAAGs/zpRWoBQUs58/s400/IMG_0134_klein.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:78%;"&gt;das junge, super nette Team bei AOS ;-)&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Am Wochenende hatte ich das Vergnügen die Umweltpolizei kennenzulernen. Es handelt sich hierbei um zwei Mädchen und sechs Jungs im Alter von 12 und 13 Jahren. Ins Leben gerufen, um die Brisanz der Umweltprobleme in Aserbaidschan stärker zu betonen und um Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu erregen. Lustig, finde ich, die Kinder in solche Uniformen zu stecken. Diese haben die Uniform mit Stolz getragen und wollen später alle mal Ökologen werden. Ein wichtiger Teil der Arbeit von AOS als größte UmweltNGO ist es natürlich Umweltbildung zu betreiben und die Menschen auf Umweltproblematiken in ihren Dörfern zu sensibilisieren und Fachwissen über Vögel deren Lebensräume und Ökosysteme zu vermitteln. Dazu veranstalten sie gelegentliche Trainings am Wochenende, vor allem mit Schulkindern und LehrerInnen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-7566399363667294106?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/7566399363667294106/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=7566399363667294106' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/7566399363667294106'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/7566399363667294106'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2007/11/die-kleine-umweltpolizei.html' title='Die kleine Umweltpolizei'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0HsZdKtnuI/AAAAAAAAAHA/GiAGuOwGTR4/s72-c/IMG_0106_klein.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-1912934961015335481</id><published>2007-11-19T11:54:00.000+03:00</published><updated>2008-12-13T05:13:09.392+03:00</updated><title type='text'>Ein Tag aus Woche 2 bzw. 3</title><content type='html'>&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0Hvc9KtnvI/AAAAAAAAAHI/ZYnMWykPQS8/s1600-h/IMG_0193_klein.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5134648330913947378" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0Hvc9KtnvI/AAAAAAAAAHI/ZYnMWykPQS8/s400/IMG_0193_klein.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Im&lt;/span&gt; &lt;span style="font-size:78%;"&gt;Zug&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0Hvc9KtnwI/AAAAAAAAAHQ/Y8r4u64VY30/s1600-h/IMG_0200_klein.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5134648330913947394" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0Hvc9KtnwI/AAAAAAAAAHQ/Y8r4u64VY30/s400/IMG_0200_klein.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt; &lt;span style="font-size:78%;"&gt;ein Blick auf die Straße ( 4 Tage ohne Regen)&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0HaHtKtniI/AAAAAAAAAFk/1YjiO1bsDJc/s1600-h/IMG_0328_klein.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5134624876097543714" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0HaHtKtniI/AAAAAAAAAFk/1YjiO1bsDJc/s400/IMG_0328_klein.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Das Haus, im Vordergrund die Feuerstelle zum Kochen&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0HaINKtnjI/AAAAAAAAAFs/G-kMw1JCCfc/s1600-h/IMG_0204_klein.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5134624884687478322" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0HaINKtnjI/AAAAAAAAAFs/G-kMw1JCCfc/s400/IMG_0204_klein.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Schafe&lt;/span&gt; &lt;span style="font-size:78%;"&gt;im&lt;/span&gt; &lt;span style="font-size:78%;"&gt;"Badezimmer"&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0HaIdKtnkI/AAAAAAAAAF0/o9w80AQ9cpA/s1600-h/IMG_0206_klein.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5134624888982445634" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0HaIdKtnkI/AAAAAAAAAF0/o9w80AQ9cpA/s400/IMG_0206_klein.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5134624888982445650" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0HaIdKtnlI/AAAAAAAAAF8/xVqMRPR3StA/s400/IMG_0240_klein.jpg" border="0" /&gt; &lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;meine kleinen süßen besten Freunde ;-)&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Das Bett ist weich und schön warm. Meine Decke ist gefüllt mit Schafswolle. Diese braucht zwar ein bisschen länger bis es warm wird, aber dann wird die Wärme auch umso intensiver gespeichert und man fühlt sich eben als hätte man selbst ein dickes Schafsfell. Irgendwo kräht ein Hahn und ab und zu hört man jemanden etwas in den Tag hinein rufen. Durch die Gardine sehe ich strahlend blauen Himmel und erahne die Sonne, na da lohnt es sich doch mal aufzustehen, auch wenn das ein wenig Überwindung kostet, denn im Zimmer sind es etwa sieben Grad oder kälter. Beim Anziehen kann ich meinen Atem sehen. Schnell raus in den Hof Zähne putzen und Gesicht waschen, dann kann der Tag beginnen. Ihr fragt euch sicher wieso es plötzlich so kalt bei mir ist und warum ich bei dieser Kälte dann zum Waschen auch noch raus gehe. Ich befinde mich zur Zeit für eine Woche am anderen Ende von Aserbaidschan in der Nähe von Armenien und an der Grenze zu Georgien in der Region Kasakh in der 3000 Seelengemeinde Sadihli. Mehrab, der bei AOS arbeitet hat mich gefragt ob ich auf die Hochzeit seines Bruders mitkommen möchte und da habe ich natürlich keine Sekunde gezögert. Hier gibt es kein bzw. nur in einzelnen Fällen fließendes Wasser. In jedem Hof steht ein Brunnen und man pumpt das Wasser per Hand in Eimern täglich 15 Meter nach oben. Seit dem Zerfall der Sowjetunion werden die Häuser auch nicht mehr mit Gas versorgt, das heißt die meisten Menschen heizen in kleinen Öfen mit Holz oder schließen kleine elektrische Heizplatten an. Das Haus in dem ich mich befinde ist relativ neu erbaut worden und deswegen gibt es noch keinen Ofen bzw. auch noch nicht so etwas was man Bad nennen könnte. Draußen auf einem kleinen Tisch steht ein Eimer mit einem Hahn am unteren Ende, daneben liegt ein Stück Seife – das ist das „Bad“. Wenn man sich mit dem ein paar Grad kaltem Wasser morgens das Gesicht wäscht ist einem auf jeden Fall nicht mehr kalt – für einen kurzen Moment und der Kopf dampft dann richtig in der Sonne.&lt;br /&gt;Schnell in die Küche zum Frühstücken, das ist der wärmste und kleinste Raum im ganzen Haus, denn es gibt eine elektrische Heizplatte und einen kleinen Gaskocher zum Heißen und zum Kochen. Mehrabs Mutter hat wie alle drei oder vier Tage Brot gebacken. Es duftet herrlich! Dazu gibt es Butter, super leckere Kirsch- und Quittenmarmelade (natürlich auch selbst gemacht), typisch aserbaidschanischen Salzkäse und natürlich Chai (schwarzer Tee, den es als mehr oder weniger einziges Getränk immer gibt), den der Aserbaidschaner mit etwa vier Löffeln Zucker trinkt. Während ich esse, kommt ständig jemand neues in die Küche - Tanten, Onkels, Cousins, Nachbarn, wer auch immer - alle reden ununterbrochen und gleichzeitig. Nach dem Frühstück spaziere ich durch den Hof und genieße das schöne Wetter. Es ist November und damit Regenzeit, was bedeutet, dass es gelegentlich regnen kann. Vor drei Tagen hatte es zum letzten Mal geregnet und das was davon übrig geblieben ist, ist überall – Schlamm und Matschpfützen. In Sadihli und wohl auch in den umliegenden Gemeinden gibt es keine befestigten Straßen. Das ist klimatisch betrachtet den größten Teil des Jahres auch kein Problem, denn es ist sehr trocken und warm. Wenn es dann aber regnet verwandelt sich alles in eine Schlammwüste. Wenn man nur die Straße sieht, in die Höfe schaut und die vielen Kinder, die hier mit dreckigen Schuhen, Hosen und kaputten Pullovern spielen, könnte man meinen man befindet sich in einer Slumsiedlung oder zumindest in einer Gegend wo die Menschen sehr arm sind. Das ist allerdings überhaupt nicht der Fall. Natürlich leben hier nicht unbedingt Millionäre, aber wenn man sich manche Häuser von außen und besonders von innen ansieht, dann merkt man doch, dass hier Geld im Umlauf sein muss. Und wenn man draußen im Matsch spielt, dann zieht man sich natürlich nicht unbedingt seine schönsten Kleider an. Wegen dem schönen Wetter wäscht Mehrana, eine Cousine von Mehrab, die im Nachbarhaus wohnt heute Wäsche, kiloweise und per Hand, denn sie hat zwar nur ein Kind, aber weil es nicht in jedem Ort eine Schule gibt, wohnen noch vier oder mehr andere Kinder (Nichten, Neffen, andere Cousinen oder Cousins) mit im Haus. Neben einem riesigen Holzhaufen an einer Feuerstelle wird Wasser zum Waschen erhitzt und dann schubbert sie stundenlang Jeans, Pullis und zerlöcherte Strumpfhosen und das alles im Rauch des Feuers. Parallel wird alles für die in zwei Tagen anstehende Hochzeit vorbereitet. Da das Haus noch nicht ganz fertig ist, wird hier noch ein bisschen gemalert und dort werden Lampen angebracht. Außerdem bauen zwei Cousins eine Schrankwand und ein Ehebett auf, denn es ist Brauch, dass man ein Zimmer für das frischgebackene Ehepaar vorher einrichtet und hübsch dekoriert, sozusagen als Nest für die neue Familie. Andere Tanten und Cousins sind da und jeder scheint beschäftigt zu sein. Die einen quatschen, die anderen schrauben irgendwas zusammen oder sie stehen, so wie ich, im Hof herum und schauen sich das Geschehen an. Plötzlich wird es aufgeregter – ein Schaf soll geschlachtet werden, denn heute soll es Dolma geben, ein aserbaidschanisches Gericht aus Schafshackfleisch gemischt mit Zwiebeln, viel Fett, etwas Reis und Kräutern in Kohlblätter gewickelt. Von den Anwesenden möchte sich aber keiner dieser Aufgabe annehmen und deswegen muss der Cousin von nebenan kommen. Er packt ein Schaf aus der Herde (10 bzw. jetzt nur noch 9 Schafe) und zieht es an den Hinterbeinen zu einem Baum. Ohne Umstände schneidet er dem Tier die Kehle durch, bricht ihm das Genick und ich stehe mit Tränen in den Augen und vor Schock ganz starr daneben. Kopf und Füße ab und dann wird dem Schaf, das inzwischen kopfüber an einem Baum hängt das Fell abgezogen. Es wird bäuchlings aufgeschnitten und die Eingweide werden herausgenommen. Die Gedärme kriegt der Hund, was mit dem Magen passiert ist weiß ich nicht aber die restlichen Innereien werden aufgehoben. Schon fertig und der Cousin schleppt das Schaf in die Küche. Auf dem Küchentisch wird es nun zerhackt und ein Teil des Fleisches kommt zusammen mit Zwiebeln in den Fleischwolf. Bei meinem entsetzten aber auch neugierigem Blick meint Mehrab nur: „So ist das Leben! Die Schafe sind nur hier um nach ein oder zwei Jahren gegessen zu werden.“&lt;br /&gt;Um mich ein bisschen von dem Schock zu erholen gehe ich im Garten spazieren und esse Kaki. Der Garten besteht eigentlich nur aus Kakibäumen und die hängen zu dieser Jahreszeit in vollen Früchten an den Bäumen. Wie die Schafe, die versuchen sich die unteren abzureißen oder die Hähne, die manchmal auf einen Ast flattern und in einer Kaki herumstochern, suche ich mir von den Hunderten (es gibt circa fünf Bäume) die Schönsten aus. Aaaaahh! Ich mache vor Schreck einen Satz nach vorne, denn mir ist gerade etwas ziemlich großes von hinten ans Bein gesprungen. Ich drehe mich um und sehe den Täter – der Hahn, der mich (und ich habe den Eindruck nur mich) aus unerfindlichen Gründen nicht mag. Ich denke er hat zuviel Testosteron im Blut, denn er ist nicht nur aggressiv und jagt mir jedes Mal hinterher, wenn ich mich in seiner Nähe befinde und nicht stocksteif dastehe, denn dann denkt er ich wäre ein Baum, sondern kräht auch ununterbrochen und stolziert eingebildet durch die Gegend.&lt;br /&gt;Während ich so herumlaufe erinnere ich mich an die Fahrt von Baku nach Sadihli. die Zugfahrt mit der dritten Klasse für drei Manat (umgerechnet 2,40€). Die Strecke von Baku nach Sadihli (etwa 500 km, einmal quer durch Aserbaidschan) legt man am besten mit dem Zug zurück, die fahren hier immer nachts, was durchaus sinnvoll ist, denn wir waren insgesamt fast 13 Stunden unterwegs. In einem Großraumwagen mit 54 Pritschen aber mindestens 60 Menschen hatte ich ein Bett quer zum Gang und unten ergattert. Wider Erwarten konnte ich ziemlich gut und viel schlafen, denn der Zug schaukelt einen in den Schlaf und man wacht nur gelegentlich durch die Schnarchlaute der Mitreisenden oder bei einer Haltestelle auf, denn dann schlurft der Schaffner jedes Mal durchs Abteil, ruft hier und dort etwas Unverständliches, der Zug steht wahlweise eine Viertelstunde oder aber es geht nach fünf Minuten weiter. Man bekommt eine Matratze ein Kopfkissen und frische Bettwäsche, d.h. man kann es sich durchaus gemütlich machen. Nur den Gang zur Toilette sollte man vermeiden (na ja bei 13 Stunden Zugfahrt?), denn dann tastet man sich in dem schaukelnden Zug den engen Gang entlang, links und rechts entweder Füße oder Köpfe und versucht den Gestank zu ignorieren. Pro Nische gibt es je 2 Betten übereinander quer zum Gang und 2 Betten übereinander längs zum Gang. Über den Betten gibt es noch eine Ablage für Gepäck bzw. die Matratzen, also ein Brett dicht unter dem Dach, dass eigentlich nicht zum Schlafen gedacht ist. Aber auch in Aserbaidschan gibt es Schwarzfahrer. Die entschließen sich kurzfristig noch mitzufahren, bekommen aber kein Ticket mehr, da alles ausgebucht ist. Also zahlen sie dem Schaffner unter der Hand den doppelten Preis und der lässt sie dafür noch mitfahren. Diese Schwarzfahrer legen sich dann auf Decken auf die Gepäckablage, auch eine Möglichkeit zu reisen. Im Zug konnte man die Fenster nicht öffnen, was ich am Anfang noch für unerträglich gehalten hatte, was ich nach der Fahrt aber nicht mehr zu schlimm finde, denn obwohl die ganze Nacht die Heizung läuft und es am Anfang bevor der Zug losgefahren ist sehr heiß ist, merkt man dann beim Schlafen, dass die Fenster eben doch nicht ganz dicht sind und ständig kalte, frische Luft reinkommt. Früh nach dem Aufwachen so gegen acht Uhr laufen immer wieder ältere Damen durch den Waggon und versuchen „Cola, Fanta, Sprite, Snickers!“ zu verkaufen. Ich glaube nicht, dass viele Leute etwas kaufen, denn die Menschen scheinen sich ihr eigenes Essen mitzunehmen zumindest in meinem Waggon roch es eigentlich immer nach Wurstbrot. Angekommen am Bahnhof von Böyük-Kasik, geht es weiter mit dem Taxi, das ein georgisches Kennzeichen hat, der Fahrer aber eindeutig Aserbaidschaner ist. Und es ist nicht das einzige Auto, das am Bahnhof mit georgischem Kennzeichen steht. Der Grund dafür liegt darin, dass sich hier viele Aserbaidschaner ein gebrauchtes Auto in Georgien kaufen und das Kennzeichen dran lassen, denn dann kommen sie immer wieder problemlos über die aserbaidschanisch-georgische Grenze – auch eine Möglichkeit.&lt;br /&gt;Ich gehe zurück in den Hof. Mehrana wäscht immer noch an der Feuerstelle ihre Wäsche, die Kinder Nargiz, Tural, Melek und Turchan jagen sich gegenseitig durch den Matsch, Mehrabs Mutter kocht mit einer Tante in der Küche und Cousins und Nachbarn streichen den „Partyraum“ für die Hochzeit. Dann ist das Essen so langsam fertig und die Männer nehmen draußen auf der Veranda Platz. Die Frauen essen getrennt in der Küche, aber ehrlich gesagt kann ich das gut verstehen, denn unter den Frauen ist es viel lustiger als wenn man bei den Männern sitzen müsste. Alle kommen und gehen mehr oder weniger wann sie wollen, aber bevor nicht jeder nach dem Essen ein oder zwei Gläser Chai mit ordentlich viel Zucker hatte, verlässt niemand den Tisch. Nachmittags wird eine Kuh gebracht und an den nächsten Baum gebunden. Sie ist ein Geschenk für die Familie der Braut, aber alle meckern nur herum, weil sie zu mager ist und außerdem die falsche Farbe hat. Deswegen wird sie nach ein paar Stunden wieder abgeholt und soll ausgetauscht werden.&lt;br /&gt;Abends nach Sonnenuntergang ist es so kalt, dass ich ins Nachbarhaus gehe und mich dort am Holzofen aufwärme. Mit mir sind noch viele anderen Tanten, Onkels, Cousins und Kinder im Raum, reden wie immer viel und trinken Chai. Im Hintergrund läuft ein Hochzeitsvideo, das man sich im Übrigen jeden Abend ansieht. Bei jeder Hochzeit wird gefilmt und kaum geschnitten, deswegen hat man dann am Ende stundenlanges Filmmaterial und damit eine ständig gesicherte Abendbeschäftigung. Eine Tante vermutet, dass die 3-jährige Nargiz Läuse hat, deswegen wird ihr Kopf mit einem Insektenvernichtungsmittel eingesprüht – sicher ist sicher. Im ganzen Zimmer stinkt es schon nach Pestiziden, dann bekommt Nargiz ein Tuch auf den Kopf und läuft 10 Minuten bis zum Baden lachend und kreischend durch den Raum. Abschließend kommt sie in eine Waschschüssel neben den Ofen und wird gebadet. Die Haare werden kopfüber auf ein weißes Unterhemd ausgekämmt, aber keine von den fünf Frauen, die sich darüber beugen kann eine Laus entdecken - zu meiner Freude, denn ich hatte mir vor Schreck auch schon eingebildet mein Kopf juckt. Inzwischen ist es nach elf Uhr und ich bin anscheinend die einzige, die müde ist. Die Kinder sind fast alle noch wach und ich bewundere diejenigen die schon schlafen, denn da ja nur ein Raum beheizt wird ist es auch nur dort warm und die Kinder schlafen tief und fest in den zwei Betten, die im „Wohnzimmer“ stehen trotz des lärmenden Fernsehers und dem ununterbrochenem Gequatsche von den Anderen. Ich laufe durch die eiskalte Nacht rüber ins andere Haus und möchte mir noch schnell draußen die Zähne putzen. Etwas ziemlich besonderes hier, denn ich bin neben Mehrab, die einzige, die sich regelmäßig die Zähne putzt. Ich habe zwar schon öfter ein paar Zahnbürsten gesehen, die auch mindestens seit fünf Jahren im Einsatz sein müssten, ihrem Aussehen nach zu urteilen, aber benutzt wurden sie während meines Aufenthaltes nicht. Zahnpflege sieht hier anders aus. Meistens nach dem Essen noch am Tisch, sucht man sich ein Stückchen Pappe, ein kleines Stück Holz, ein Stückchen Knochen oder eine Gräte, was eben als Zahnstocher verwendet werden könnte und fährt sich damit im Mund herum. Außerdem lässt man seine Zähne verfaulen bis es soweit ist die beliebten Goldzähne einzusetzen oder aber die Zähne fallen aus ohne dass Goldzähne kommen, dann bleiben eben ein paar Zahnlücken.&lt;br /&gt;Auf dem abendlichen Gang zur Toilette mit Taschenlampe bewaffnet, steht plötzlich ein Stier im Garten und kaut gelassen auf ein paar vertrockneten Maispflanzen herum. Ein Geschenk der Familie der Braut, wahrscheinlich zum Verzehr an der Hochzeit gedacht. Obwohl er an den Hörnern an einen Baum gebunden ist und einen friedlichen Eindruck macht, finde ich es doch ziemlich unheimlich in der Dunkelheit mich an dem Stier vorbeizuzwängen, der mehr oder weniger den Weg versperrt. Endlich geschafft! Ich liege wieder in dem ein paar Grad kalten Zimmer unter meiner Schafsdecke und schlafe zufrieden ein.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-1912934961015335481?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/1912934961015335481/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=1912934961015335481' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/1912934961015335481'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/1912934961015335481'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2007/11/ein-tag-aus-woche-2-bzw-3.html' title='Ein Tag aus Woche 2 bzw. 3'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/R0Hvc9KtnvI/AAAAAAAAAHI/ZYnMWykPQS8/s72-c/IMG_0193_klein.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-5431943838355913478</id><published>2007-11-02T00:15:00.000+03:00</published><updated>2007-11-02T22:36:10.723+03:00</updated><title type='text'>Ein Tag aus Woche 1</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Früh morgens in Baku, noch ins warme Bett gekuschelt, laufen plötzlich aufgeregt erzählende Kinder vorm Fenster vorbei – es ist also genau viertel vor acht, nach diesen süßen Kindern kann man wirklich die Uhr stellen. Na ja, da kann ich mich ja noch mal umdrehen und eine Runde weiterschlafen, denn der Arbeitsalltag fängt hierzulande etwas später an. Um halb neun klingelt dann aber doch der Wecker und ich springe munter aus dem Bett. Der Anblick von zahlreichen toten Mücken, die an der Wand kleben, lassen mich die Ereignisse der Nacht in mein Gedächtnis zurückrufen: insgesamt drei mal durch Mückengesurre aufgewacht und 17 Mücken und 2 Silberfische erschlagen. Egal. Erstmal duschen und frühstücken, dann kann man auch der größten Mückenplage gleichgültig begegnen. Das Duschen muss zeitlich allerdings nach hinten verschoben werden, denn es gibt mal wieder kein Wasser. Nach zwei Stunden bin ich dann auch schon (geduscht und erholt) auf dem Weg zur Arbeit. Es ist viel los auf den Straßen. Da ich in der Nähe der Uni wohne, treffe ich vor allem Studenten. Die erkennt man daran, dass sie außer ihrem Handy und eventuell einem kleinem Heft eigentlich nichts mit sich herumtragen, am liebsten in Kleingruppen von vier bis sieben Jungs oder Mädels auftreten und mit schwarzen vorne spitz zulaufenden Klackerschuhen, meistens im Anzug (aber ohne Krawatte) bzw. schick gekleidet sind und sich schminken wie für einen Modeauftritt. Mit Sneakers, Jeans und Rucksack könnte man sich auch „underdressed“ vorkommen, aber soweit bin ich noch nicht.&lt;br /&gt;Bei AOS kommen die ersten Mitarbeiter gegen zehn Uhr. Die Arbeitsatmosphäre im Büro ist im Allgemeinen sehr entspannt und angenehm und ich habe nicht den Eindruck, dass jemand unter Stress oder Zeitdruck steht. Ich arbeite in einem sehr netten, aufgeschlossenem, jungen Team. Von etwa zehn Mitarbeiter sind bis auf drei alle unter 30 Jahre alt. Während ich an meinem kleinen Schreibtisch sitze und fleißig 18 Jahre alte, russische Generalstabskarten georeferenziere, scheint auch den Anderen im Office ihre Arbeit Spaß zu machen. Alle unterhalten sich viel und fröhlich auf Aserbaidschanisch. Zwischendurch übersetzt der ein oder andere aber auch mal für mich. Obwohl ich den Eindruck habe, dass viel gequatscht wird, scheinen doch alle ihre Arbeit gut auf die Reihe zu kriegen. Um halb drei Uhr nachmittags gibt es auch schon Mittagessen (Büros in Aserbaidschan sind üblicherweise in einem Wohnhaus in einer Wohnung mit Küche, Bad und drei Zimmern). Wie jeden Mittag hatten zwei Mitarbeiterinnen gekocht. Am ersten Tag versicherte man mir noch, dass jeden Tag jemand anderes kocht und ich hatte mich schon auf die Kochkünste aserbaidschanischer Jungs gefreut. Aber spätestens nach drei Tagen wurde mir klar, dass es keine Rotation am Herd gibt. Heute gibt es weder russische noch aserbaidschanische Suppe, sondern erst angebratene und dann gekochte Nudeln mit einer Soße die zu 80% aus „Wurst für Moslems“ und zu 20% aus Tomaten besteht. Dazu gibt es Käse, Gurkenscheiben und Brot. Klingt komisch, schmeckt aber lecker! Eine Stunde nach dem Essen gibt es dann ein „Office Meeting“, wo ausführlich von einer Konferenz erzählt wird und man sich Fotos ansieht. Und dann ist es auch schon fast wieder 18 Uhr und damit der Arbeitstag zu Ende. Völlig ausgetrocknet komme ich Zuhause an. Zum Glück ist unsere Teekanne wie immer voll mit Thymiantee. Corinne und ich überlegen was wir heute zum Abendbrot essen könnten und kommen aufgrund akutem Zuckermangels (das Halva ist alle) auf die Idee einen Kuchen zu backen – Guglhupf (eigentlich wollen wir Apfelkuchen backen, denn in Baku kann man für relativ wenig Geld sehr leckere Äpfel kaufen, aber der Apfelmann steht mit seinem Wolga voller Äpfel heute leider nicht bei uns im Prospekt). Schnell noch in den Supermarkt rennen und alle Zutaten kaufen. In dem kleinen Laden an der Ecke kennt man uns schon - die zwei Europäerinnen, die immer versuchen mit ihren drei Worten Russisch einzukaufen - und wie immer werden wir mit einem breiten Grinsen und einem freundlichem „Salam“ begrüßt. Leider gibt es keine gemahlenen Haselnüsse, deswegen werden Ganze gekauft, die müssen wir dann eben selber klein kriegen. Wieder Zuhause macht sich Corinne mit einem Messer daran die Nüsse zu mahlen oder wenigstens zu zerkleinern, nach einer Stunde hat sie allerdings noch nicht mal die Hälfte - na ja wird eben ein Guglhupf mit weniger Nüssen, die schmecken ja auch wenn sie nicht im Kuchen sind. Alles in die Springform und jetzt nur noch schnell rein damit in den Gasofen. Obwohl wir beide noch nie mit einem Gasofen gebacken haben, brennt eine Gasflamme schon nach etwa fünf erfolglosen Versuchen. In der Küche riecht es inzwischen, als ob wir den ganzen Abend gekokelt hätten, denn wir zünden jedes Mal ein Stück gerolltes Zeitungspapier an, sozusagen als verlängertes Streichholz, um uns nicht die Finger zu verbrennen. Leider hat der Gasknopf am Ofen aber wohl einen Wackelkontakt, denn sobald man ihn nicht die ganze Zeit gedrückt hält, geht der Ofen wieder aus. Nachdem wir nach einer halben Stunde immer noch nicht weiter sind, beschließen wir den halben Kuchen in einem Wasserbad auf dem Herd zu „backen“ und die andere Hälfte, wie einen dicken Eierkuchen in der Pfanne zu braten. Beides funktioniert tatsächlich und unsere Kuchen schmecken vorzüglich. Satt und zufrieden setzte ich mich hinter meinen Laptop, höre Musik und schreibe Emails. Plötzlich gehen Musik und Licht aus, der Rechner läuft mit Batteriebetrieb und unser langsames, aber zuverlässiges W-Lan gibt abrupt seinen Geist auf. Ein Blick aus dem Fenster in die kohlrabenschwarze Nacht sagt mir: Stromausfall. Heute Abend wird es wohl nichts mehr mit Emails schreiben, da bleibt nur noch die Option früher schlafen zu gehen und von den Abenteuern zu träumen, die mich in Aserbaidschan hoffentlich noch erwarten werden. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-5431943838355913478?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/5431943838355913478/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=5431943838355913478' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/5431943838355913478'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/5431943838355913478'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2007/11/frh-morgens-in-baku-noch-ins-warme-bett.html' title='Ein Tag aus Woche 1'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-6485787363061937222</id><published>2007-10-31T23:07:00.000+03:00</published><updated>2008-12-13T05:13:10.057+03:00</updated><title type='text'>Auf dem Basar...</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/Ryjg9Yyu46I/AAAAAAAAAEM/bRMZwHYnwgY/s1600-h/IMG_0068_klein.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5127595520993190818" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/Ryjg9Yyu46I/AAAAAAAAAEM/bRMZwHYnwgY/s400/IMG_0068_klein.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/Ryjg9oyu47I/AAAAAAAAAEU/wheXQ3CQGwY/s1600-h/IMG_0069_klein.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5127595525288158130" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/Ryjg9oyu47I/AAAAAAAAAEU/wheXQ3CQGwY/s400/IMG_0069_klein.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/Ryjg94yu48I/AAAAAAAAAEc/R5ByRfvfBVo/s1600-h/IMG_0079_klein.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5127595529583125442" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/Ryjg94yu48I/AAAAAAAAAEc/R5ByRfvfBVo/s400/IMG_0079_klein.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt; ...von denen es mehrere in Baku gibt, aber ich erst einen besucht habe. Zu kaufen gibt es das Übliche: Obst und Gemüse, Fleisch, Geflügel, Fisch, Hausschuhe, Kabel, Fliegenklatschen, Gaslampen, Töpfe, Gewürze, getrocknete Früchte und Nüsse und ich glaube Autozubehör habe ich auch gesehen. Als wir dort waren, war es nicht besonders voll und wir waren auch die einzigen Ausländer und zogen aber vor allem deswegen mehr oder wenige alle Aufmerksamkeit auf uns, weil ich fotografierte und die Gemüseverkäufer in der Konsequenz - distanzloser wie man hierzulande ist - durch die halbe Halle riefen, dass sie auch fotografiert werden wollten, am besten noch mit mir zusammen vor ihrem Stand und das Bild soll ich ihnen dann vorbeibringen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-6485787363061937222?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/6485787363061937222/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=6485787363061937222' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/6485787363061937222'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/6485787363061937222'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2007/10/auf-dem-basar.html' title='Auf dem Basar...'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/Ryjg9Yyu46I/AAAAAAAAAEM/bRMZwHYnwgY/s72-c/IMG_0068_klein.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2885267100502200270.post-268681344011288737</id><published>2007-10-27T11:20:00.000+04:00</published><updated>2008-12-13T05:13:12.563+03:00</updated><title type='text'>Erste Eindrücke aus Baku</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/RyjrI4yu5CI/AAAAAAAAAFM/ENl-kKGgJHY/s1600-h/IMG_0055_klein.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5127606713677964322" style="DISPLAY: block; 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Überwiegend Aserbaidschaner, verhältnismäßig wenige Ausländer - so mein erster Eindruck. Russisch hört man eigentlich nicht, alle sprechen Aseri (dem Türkischen sehr ähnlich) und junge Menschen scheinen es amüsant zu finden, wenn ich mit meinem noch bröckeligem Russisch versuche ein Gespräch aufzubauen, denn wie mir nahe gelegt wurde, sei Russisch eher so eine Art "Großmuttersprache".&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;Im Vergleich zu Tadschikistan bzw. Duschanbe ist Baku sehr viel wohlhabender, kultureller, internationaler, moderner und teurer. Es ist allerdings genauso abenteurerlich die mehrspurigen Straßen zu überqueren und es wird mindestens genauso viel gehupt wie in Zentralasien. Auch sind die Menschen eher klein und zierlich - man fällt also auf und aus dem Rahmen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;Bei einem ersten Ausflug ins Stadtzentrum sind wir natürlich auch die Promenade am kaspischen Meer entlang spaziert, haben zahlreiche verliebte Aserbaidschaner getroffen und uns die "frische" Meeresluft ins Gesicht pusten lassen. Es ist sicher Ansichtssache, ob man in dem Zusammenhang auch davon sprechen kann eine schöne Aussicht zu genießen (der Begriff "schön" ist ja relativ). Ich fand den Anblick von Hochhäusern und Ölförderanlagen weniger schön, als vielmehr...angepasst (so habe ich mir das vorgestellt).&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;Ansonsten denke ich kann ich mich hier gut einleben und wohlfühlen in den nächsten Monaten. Bei angenehmen 20 Grad und Sonnenschein sollte das auch für den Einstieg nicht schwerfallen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:85%;"&gt;Ich wohne in der Nähe der staatlichen und der technischen Universität und war bereits am ersten Tag zu Tee und Rosinen beim Dekan der biologischen Fakultät eingeladen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2885267100502200270-268681344011288737?l=aserbaidschan07.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/feeds/268681344011288737/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=2885267100502200270&amp;postID=268681344011288737' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/268681344011288737'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2885267100502200270/posts/default/268681344011288737'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aserbaidschan07.blogspot.com/2007/10/erste-eindrcke-aus-baku.html' title='Erste Eindrücke aus Baku'/><author><name>Elisabel</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://bp3.blogger.com/_O3DzHAdyxGI/R1hL3QLgq8I/AAAAAAAAAMg/0BBxGj_5yiA/S220/Elli.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_O3DzHAdyxGI/RyjrI4yu5CI/AAAAAAAAAFM/ENl-kKGgJHY/s72-c/IMG_0055_klein.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
